<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?><?xml-stylesheet href="http://www.blogger.com/styles/atom.css" type="text/css"?><feed xmlns='http://www.w3.org/2005/Atom' xmlns:openSearch='http://a9.com/-/spec/opensearchrss/1.0/' xmlns:georss='http://www.georss.org/georss' xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'><id>tag:blogger.com,1999:blog-25216035</id><updated>2011-04-21T23:43:43.717+02:00</updated><title type='text'>Deern auf Reisen</title><subtitle type='html'>Hamburg - Lima - La Paz - Santiago - Feuerland - Peninsula Valdés - Santiago - Hamburg - Potsdam - Leipzig - Hamburg - Alanya - Hamburg</subtitle><link rel='http://schemas.google.com/g/2005#feed' type='application/atom+xml' href='http://deernaufreisen.blogspot.com/feeds/posts/default'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/25216035/posts/default?max-results=100'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://deernaufreisen.blogspot.com/'/><link rel='hub' href='http://pubsubhubbub.appspot.com/'/><author><name>Sarah</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12306235937745845666</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_K-43ddzTI00/ShyHJLI9aJI/AAAAAAAAA_A/0J27FdAFUDI/S220/Unbenannt-1+Kopie.jpg'/></author><generator version='7.00' uri='http://www.blogger.com'>Blogger</generator><openSearch:totalResults>31</openSearch:totalResults><openSearch:startIndex>1</openSearch:startIndex><openSearch:itemsPerPage>100</openSearch:itemsPerPage><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-25216035.post-8324274003752595409</id><published>2009-06-02T09:45:00.005+02:00</published><updated>2009-06-02T10:20:28.621+02:00</updated><title type='text'>Jung oder Politiker</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="color: rgb(153, 153, 153);"&gt;Geschrieben am 7. Mai 2009 in Hamburg (Deutschland):&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Franz Müntefering, Krista Sager, Niels Annen, Johannes Kahrs – welcher 27jährige Politiker kann schon von sich behaupten mit diesen Größen in Verbindung gebracht zu werden? Die Antwort: Danial Ilkhanipour. Yes, he can!&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hamburg-Eimsbüttel – Ein roter SPD-Sonnenschirm droht immer wieder im Wind umzukippen, daneben surrt ein Glücksrad. Sparkurs bei den Gewinnen: Bonbons, Einkaufswagenchips und Kugelschreiber. Das Scheppern von umgeworfenen Blechdosen, Bratwurstschwaden und das Lärmen einer mittelmäßigen Band schlagen eine Schneise ins hanseatische Schmuddelwetter. Nur für einen bedeutet das sonntägliche Straßenfest-Getümmel nicht Partylaune, sondern „Feindesland“, wie er sagt.&lt;br /&gt;In Bundfaltenhose und Oberhemd versucht Danial Ilkhanipour Broschüren unter das Wahlvolk zu bringen: „Guten Tag, ich bin Direktkandidat der SPD für Eimsbüttel!“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_K-43ddzTI00/SiTf6MwOQTI/AAAAAAAAA_w/MwCdmpaUKt0/s1600-h/P1060424+Kopie.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 400px; height: 300px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_K-43ddzTI00/SiTf6MwOQTI/AAAAAAAAA_w/MwCdmpaUKt0/s400/P1060424+Kopie.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5342641248917143858" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Die Menschen reagieren neugierig auf den Kandidaten mit dem sonderbaren Namen. „Feindesland“ ist nicht in Sicht. Die See geht ruhig und der ehemalige Juso-Landesvorsitzende segelt versiert durch Inhalte. Finanzkrise, Radwege, Bildung… Doch da! Sturm zieht auf. „Ich nehme den Flyer nicht! Ich bin ein Annen-Fan!“, pöbelt ein Besucher lautstark.&lt;br /&gt;Feindesland ahoi, denn von „Yes, we can!“ ist die SPD in Eimsbüttel weit entfernt. Rund um das Glücksrad schleudern sich Jusos taxierende Blicke wie Blitze entgegen. Die Stimmung ist deutlich unterkühlt und im Nachhinein möchte nicht mehr jeder Genosse namentlich erwähnt oder zitiert werden. Nach außen ist man um Einigkeit bemüht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_K-43ddzTI00/SiTf5zYKqlI/AAAAAAAAA_g/YQNIVWn5NSA/s1600-h/P1060418+Kopie.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 300px; height: 400px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_K-43ddzTI00/SiTf5zYKqlI/AAAAAAAAA_g/YQNIVWn5NSA/s400/P1060418+Kopie.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5342641242105358930" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Grund der Spannungen: Danial Ilkhanipour wird vorgeworfen, die Direktkandidatur für die Bundestagswahl 2009 aufgrund unkorrekten Verhaltens im Vorfeld der Wahl gewonnen zu haben. Johannes Kahrs, Sprecher des Seeheimer Kreises, soll ihn dabei unterstützt haben. Damit wird Ilkhanipours Gegner Niels Annen, stellvertretender Sprecher der Parlamentarischen Linken, in der nächsten Legislaturperiode nicht im Bundestag vertreten sein. Die Wellen schlagen hoch, denn Hamburg-Eimsbüttel ist nicht irgendein Wahlkreis. Viele Prominente und Künstler wohnen hier und die Direktkandidatin der Grünen heißt Krista Sager. Zeitweise mischte sich daher auch Franz Müntefering in die Eimsbütteler Flügelkämpfe ein.&lt;br /&gt;„Gestern“, berichtet Ilkhanipour bei einer Pause unter dem SPD-Sonnenschirm „haben meine politischen Gegner sogar ein Fernseh-Team vom Satiremagazin ‚Extra3’ hierher bestellt und einen riesigen Klamauk veranstaltet, um mir zu schaden“.&lt;br /&gt;Eine schwierige Gemengelage für einen jungen Politiker, der quasi über Nacht ins kalte Haifischbecken geworfen wurde. Doch das Alter findet bei dem Sohn einer iranischen Einwandererfamilie nur auf dem Papier statt. Ilkhanipour zeigt sich nicht impulsiv und spontan, sondern besonnen, aufmerksam und geduldig. Dabei wirkt er hölzern.&lt;br /&gt;„Fehler kann ich mir nicht mehr erlauben“, reflektiert er. Immer alles unter Kontrolle. 110%. Die perfekte Wahlkampfshow perfektioniert der  Jurist durch gekonnte Koketterie mit menschlichen Schwächen. „Achtung! Der Kandidat ernährt sich ungesund“, witzelt Ilkhanipour beim Kauf eines Burgers und erntet einen Lacher.&lt;br /&gt;Eine politische Etage tiefer hat der Druck die Natürlichkeit noch nicht gefressen. Tobias Claßen (23) ist FDP-Direktkandidat für die schleswig-holsteinische Landtagswahl im Mai 2010. Doch jetzt ist Europawahl und Wahlkampf für den Politikstudenten dreckige Handarbeit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_K-43ddzTI00/SiTf6RuJbHI/AAAAAAAAA_4/k2lp9O-pH_U/s1600-h/P1060400+Kopie.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 300px; height: 400px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_K-43ddzTI00/SiTf6RuJbHI/AAAAAAAAA_4/k2lp9O-pH_U/s400/P1060400+Kopie.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5342641250250615922" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Dutzende von Aufstellern hat er zusammen mit seinem Bruder in einer verschlafenen Siedlung seines Wahlkreises plakatiert und plaudert dabei locker über Diätpläne: „So dick wie jetzt kann ich nicht auf mein eigenes Wahlplakat!“.&lt;br /&gt;Und auch der 25jährige CDU-Bezirksabgeordnete Dennis Thering erzählt ungezwungen vom Politikgeschäft: „Am schwierigsten war es, sich innerparteilich Mehrheiten zu beschaffen, ohne dass es andere merken. Bei einem Bierchen zum Beispiel“.&lt;br /&gt;Nach einer halben Stunde hat Danial Ilkhanipour seinen Burger noch nicht einmal halb gegessen. Er kommt nicht dazu. „Ich weiß gar nicht, wann der noch schläft“, sagt ein langjähriger Parteifreund. Die Wahlkampfmaschine steht nie still und in einem System aus Medien, Macht und Ränkespielen hat ein 27jähriger seine Jugendlichkeit für eine professionelle Fassade verraten. So einen wie Obama kann es wohl nur einmal geben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_K-43ddzTI00/SiTf5y5sX4I/AAAAAAAAA_o/tJYFCPrWXDw/s1600-h/P1060412+Kopie.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 400px; height: 300px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_K-43ddzTI00/SiTf5y5sX4I/AAAAAAAAA_o/tJYFCPrWXDw/s400/P1060412+Kopie.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5342641241977544578" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/25216035-8324274003752595409?l=deernaufreisen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/25216035/posts/default/8324274003752595409'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/25216035/posts/default/8324274003752595409'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://deernaufreisen.blogspot.com/2009/06/jung-oder-politiker.html' title='Jung oder Politiker'/><author><name>Sarah</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12306235937745845666</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_K-43ddzTI00/ShyHJLI9aJI/AAAAAAAAA_A/0J27FdAFUDI/S220/Unbenannt-1+Kopie.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_K-43ddzTI00/SiTf6MwOQTI/AAAAAAAAA_w/MwCdmpaUKt0/s72-c/P1060424+Kopie.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-25216035.post-4946989781403660096</id><published>2008-12-08T02:04:00.015+01:00</published><updated>2008-12-08T22:53:19.055+01:00</updated><title type='text'>Der Geisteswissenschaftler, das Mammut und die Keule</title><content type='html'>&lt;span style="color: rgb(102, 102, 102);font-size:85%;" &gt;&lt;span style="font-weight: bold; color: rgb(102, 102, 102);"&gt;Geschrieben am 12. April 2008 in Sehlendorf (Deutschland):&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-weight: bold;font-family:arial;font-size:85%;"  &gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Auch die „Generation Praktikum“ wird irgendwann erwachsen. Und dann?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Bis an die Zähne mit Magister-Titel und einem vor Praktika heiß gelaufenen Lebenslauf bewaffnet ziehen wir Geisteswissenschaftler nun also los, um das Mammut der Postmoderne zu erlegen, den heiligen Gral unser eigen nennen zu können, unsere einzige Sehnsucht endlich zu erfüllen: Es, das sagenumwobene Volontariat!&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Jeder kennt jemanden, der – angeblich - eines absolviert, aber mit eigenen Augen und in freier Wildbahn hat es noch niemand lebend gesehen...&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div  style="text-align: justify;font-family:georgia;"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;"Ich hätte auch Mathematik studieren sollen!“, steuere ich zu einer Runde Bier und kollektiven Gejammers über die Zukunftschancen für junge, engagierte, hoch motivierte und qualifizierte Geistes- und Sozialwissenschaftler bei.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;„Und“, kommt der übliche Einwand „was würdest Du dann damit machen?“&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;„Versicherung!“, antworte ich wie aus der Pistole geschossen.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Allgemeine Heiterkeit.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Ich kann den Anlass für diese gesteigerte Ausgelassenheit nicht verstehen. Immerhin hätte ich in einer Versicherung ein gutes Einkommen und ein bequemes Leben mit Gleitzeit, voller betrieblicher Absicherung, bezahltem Urlaub, 13. Monatsgehalt. Vielleicht sogar Kinderbetreuung? Geschäftsreisen? Ich gerate ins Schwärmen.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;„Und dann willst &lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Du bis zur Rente also in einem Büro der Allianz sitzen und Kalkulationen anstellen?“, wird meinem unverständig fragenden Gesicht entgegen gehalten.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Ach so. Nee, natürlich nicht. Jetzt verstehe ich wo der Haken an der Sache ist und kann mir bei dem Gedanken da&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;ran, wie ich mit Rechnen oder gar Logik meinen Lebensunterhalt bestreiten soll, ein Grinsen auch nicht verkneifen. Mathe ist &lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;eh doof.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Und so bleibt auch mir nach dem erfolgreichen Abschluss eines geistes- und sozialwissenschaftlichen Studiums nichts weiter übrig, als mich ebenfalls auf Volontariatsjagd zu begeben. Die Konkurrenz schläft nicht und nur der Stä&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;rkste überlebt. Da heißt es also&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt; die Keule s&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;chwingen und sich mit Gebrüll ins Schlachtgetümmel werfen!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Auf der Leipziger Buchmesse schwingt meine Freundin Ann-Kathrin&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://bp3.blogger.com/_K-43ddzTI00/SAHDh7r1ptI/AAAAAAAAASQ/2WlmjrTEOSQ/s1600-h/Bild019.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer;" src="http://bp3.blogger.com/_K-43ddzTI00/SAHDh7r1ptI/AAAAAAAAASQ/2WlmjrTEOSQ/s200/Bild019.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5188643233432184530" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt; – ihres Zeichens &lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;junge und &lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;aufstrebende Geisteswissenschaftlerin – ihre Keule. Das literarische Schlachtengetümmel ist durchsetzt mit allerlei zivilen Raritäten: Herden an Schulklassen werden von &lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;euphorisierten Lehrern durch die Hallen getrieben, eine Spanisch-Dolmetscherin betreibt Zwei-Kanal-Kommunikation. Jungliteraten erotisieren den weiblichen Teil eines Deutsch-LKs aus der Provinz mit ihren Erzählungen aus dem hamburgischen Prekariatsmilieu. Gewalt, Tristesse, Drogen, soziale Abgründe, präpubertäre P&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;erversionen, gescheiterte Lebensläufe. Das ist so urban, so echt, so&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt; intensiv, so-!&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Eine Gruppe um die Satire-Zeitschrift „Eulenspiegel“ hat ein Kinderpappspielhaus aufgebaut und macht &lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://bp3.blogger.com/_K-43ddzTI00/SAHDR7r1psI/AAAAAAAAASI/gLeUJCgdsi0/s1600-h/Jungliteraten.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 0pt 10px 10px; float: right; cursor: pointer;" src="http://bp3.blogger.com/_K-43ddzTI00/SAHDR7r1psI/AAAAAAAAASI/gLeUJCgdsi0/s320/Jungliteraten.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5188642958554277570" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;– warum auch immer – einen Riesenwirbel darum. Pappdach auf, Punk rein. &lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Pappdach zu. Punk schaut aus dem Fenster. Pappdach auf, Punk raus. Laptop an. Pappdach zu. P&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;unk rein. &lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Ein Kamerateam der ARD filmt das Spektakel. Wahrscheinlich ist es lustig. Weiter hinten flanieren mit jeder Pore ihres Daseins Aufmerksamkeit einfordernd Manga-Fans in befremdlichen (werde ich etwa alt?) Kostümierungen: „Ich möchte Teil einer Jugendbewegung sein!“.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Und zwischen all diesen Gestalten, das Mammut klar anvisiert,&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt; schwingt Ann-Kathrin nun ihre Keule. Gemeine Zungen würden sagen, sie ginge Klinken putzen. Mit der Geisteswissenschaftlern eigenen Beharrlichkeit und Unerschrockenheit, denn man&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://bp1.blogger.com/_K-43ddzTI00/SAHDBbr1prI/AAAAAAAAASA/K6P8TNQtm0c/s1600-h/Ann-kathrinmerge.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer;" src="http://bp1.blogger.com/_K-43ddzTI00/SAHDBbr1prI/AAAAAAAAASA/K6P8TNQtm0c/s320/Ann-kathrinmerge.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5188642675086436018" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt; ist es gewohnt, dass es e&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;igentlich niemand ernsthaft interessiert, was man da betreibt, spult Ann-Kathrin den immer gleichen Spruch ab,&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt; der mit wissenschaftlicher Zuverlässigkeit in immer dem selben Dialog mündet:&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;„Guten Tag, mein Name ist Ann-Kathrin Schröder, ich bin Studentin. Nach dem Examen möchte ich gerne ein Volontariat in einem Verlag absolvieren und wollte mal fragen, ob das bei Ihnen möglich ist und ab wann &lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Sie wieder &lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Plätze frei hätten.“&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;„Ja, das geht. In welcher Sparte möchten Sie das Volontariat denn absolvieren?“&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://bp0.blogger.com/_K-43ddzTI00/SAHBmLr1pqI/AAAAAAAAAR4/aM05q9YHYGs/s1600-h/Bild021.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 0pt 10px 10px; float: right; cursor: pointer;" src="http://bp0.blogger.com/_K-43ddzTI00/SAHBmLr1pqI/AAAAAAAAAR4/aM05q9YHYGs/s200/Bild021.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5188641107423372962" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;„Im Lektorat.“&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;„Ah ja, Lektorat… &lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Ja, aber da sind alle Plätze bis Sommer 2024 vergeben.“&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;So oder so ähnlich. &lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Dann gibt es &lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;meistens noch eine Visitenkarte mit dem Namen einer Ansprechpartnerin in die Hand gedrückt, dazu einen Bonsche, einen Button oder einen Aufkleber. Danke schön und &lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;auf Wiedersehen, während ich in bester Sherlock-Holmes-Manier auf das Namensschild des Verlagsmitarbeiters schiele und für Ann-Kathrin die Referenzpersonalien aufnehme.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;„… und beim NDR würde ich aber zwischen 1300 und 1400 Euro verdienen“, referiere ich über die Vor- und Nachteile der einzelnen Volontariate. NDR, das ist zwar bei mehreren hundert Bewerbungen auf 18 Volontariatsstellen jährlich ein wenig größenwahnsinnig, aber irgendwer muss diese Plätze ja bekommen, warum also nicht ich? Noch bin ich optimistisch.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;„Oh! Naja, das ist natürlich wenig. Aber danach verdient man dann ja &lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;ziemlich gut, oder?“, Stefan – Phillips, Gleitzeit, dreizehntes Monatsgehalt, bezahlter Urlaub, volle betriebliche Absicherung - hat irgendwas von diesen Techniksachen studiert, die ich mir nie merken, geschweige denn auseinander halten kann. Irgendetwas was von mir – wahrscheinlich fälschlich – in die Schublade mit der Aufschrift „Ingenieur“ gesteckt wurde. Und Stefan hat da was falsch verstanden. Einstein lässt grüßen.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;1300 bis 1400 Euro für ein Volontariat war kein Nachteil, sondern ein absoluter Vorteil, denn das hieße, dass ich mich allein von der Vollzeitausbildung finanzieren könnte und nicht noch abends oder an den Wochenenden jobben müsste. Volontariate, bei denen man 500 oder 600 Euro monatlich verdient, sind auch bei namhaften Verlagen und Sendern keine Seltenheit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Noch eher zaghaft schwinge nun auch ich meine Keule. Ich und mein erstes Assessment-Center, der rbb, der NDR Berlin-Brandenburgs, hatte geladen!&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt; Unter ebenfalls hunderten Bewerbern habe ich mich gemeinsam mit 31 überwiegend Mitstreiterinnen, für die letzte Runde im Kampf um den Mammutstoßzahn durchsetzten können.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Diesen Erfolg habe ich nicht etwa meinem Fleiß, meinem Talent oder meinen journalistischen Vorkenntnissen zu verdanken, sondern einzig und allein dem bedingungslosen Einsatz meiner Würde und meiner körperlichen Unversehrtheit. Für die Vorrunde musste unter anderem eine Reportage über Extremsport geschrieben werden. Und als echte angehende Reporterin habe ich das Angebot der beiden Parkoursportler, doch einfach gleich mitzumachen, direkt angenommen, ohne vorher an meine physische Prädisposition gedacht zu haben. Wenn schon, denn schon! Ergebnis des Experiments war ein spaßiger und ereignisreicher Nachmittag, den ich gekonnt mit einem Krankenhausbesuch wegen eines geprellten Fußes zu krönen wusste. Das Mammut forderte seinen Tribut!&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Doch zurück nach Potsdam. Zwe&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;i Tage lang versuchten ich und meine Mitbewerber &lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://bp0.blogger.com/_K-43ddzTI00/SAHBALr1ppI/AAAAAAAAARw/9z91Ab-vkwU/s1600-h/Bild002.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer;" src="http://bp0.blogger.com/_K-43ddzTI00/SAHBALr1ppI/AAAAAAAAARw/9z91Ab-vkwU/s200/Bild002.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5188640454588343954" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;das Mammut zu bezwingen. Wie die Liliputaner Gulliver bekämpften, präsentierten, formulierten, schnitten, recherchierten und diskutierten wir auf das Gulliver-Mammut ein. Der Umgang war trotz der Konkurrenzsituation entspannt. Keiner wollte sich als unsoziales, karrieregeiles Ellenbogenarschloch outen. Und es gab nicht nur viele schöne Streicheleinheiten für das Ego, sondern ich habe dort auch die peinlichsten 45 Minuten meines Lebens durchlitten. Es war ein Ringen um Leben und Tod. Das Mammut oder ich. Hinterrücks hatte ich schon den Kopf des Mammuts erklommen und befand mich in einer einmaligen Ausgangsposition. Jetzt, mitten auf die Zwölf! Doch wo hatte ich nur meine Keule gelassen?&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Gut, dies war meine erste Mammutjagd. Ich habe es zwar nicht erlegen können, aber ich war kurz davor. Mit anderen Worten: Nachrückerplatz und keiner der 16 tapfersten Krieger hat abgesagt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Aber das nächste Mammut, das wird bestimmt meins!&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/25216035-4946989781403660096?l=deernaufreisen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/25216035/posts/default/4946989781403660096'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/25216035/posts/default/4946989781403660096'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://deernaufreisen.blogspot.com/2008/12/der-geisteswissenschaftler-das-mammut.html' title='Der Geisteswissenschaftler, das Mammut und die Keule'/><author><name>Sarah</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12306235937745845666</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_K-43ddzTI00/ShyHJLI9aJI/AAAAAAAAA_A/0J27FdAFUDI/S220/Unbenannt-1+Kopie.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://bp3.blogger.com/_K-43ddzTI00/SAHDh7r1ptI/AAAAAAAAASQ/2WlmjrTEOSQ/s72-c/Bild019.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-25216035.post-4414352803565148147</id><published>2008-07-11T23:34:00.027+02:00</published><updated>2008-12-08T14:29:19.187+01:00</updated><title type='text'>Holidaylandia</title><content type='html'>&lt;span style="color: rgb(102, 102, 102); font-weight: bold;font-size:85%;" &gt;Geschrieben am 11. Juli 2008 in Hamburg (Deutschland):&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;meta name="Generator" content="Microsoft Word 11"&gt;&lt;meta name="Originator" content="Microsoft Word 11"&gt;&lt;link rel="File-List" href="file:///C:%5CUsers%5CSarita%5CAppData%5CLocal%5CTemp%5Cmsohtml1%5C01%5Cclip_filelist.xml"&gt;&lt;!--[if gte mso 9]&gt;&lt;xml&gt;  &lt;w:worddocument&gt;   &lt;w:view&gt;Normal&lt;/w:View&gt;   &lt;w:zoom&gt;0&lt;/w:Zoom&gt;   &lt;w:hyphenationzone&gt;21&lt;/w:HyphenationZone&gt;   &lt;w:punctuationkerning/&gt;   &lt;w:validateagainstschemas/&gt;   &lt;w:saveifxmlinvalid&gt;false&lt;/w:SaveIfXMLInvalid&gt;   &lt;w:ignoremixedcontent&gt;false&lt;/w:IgnoreMixedContent&gt;   &lt;w:alwaysshowplaceholdertext&gt;false&lt;/w:AlwaysShowPlaceholderText&gt;   &lt;w:compatibility&gt;    &lt;w:breakwrappedtables/&gt;    &lt;w:snaptogridincell/&gt;    &lt;w:wraptextwithpunct/&gt;    &lt;w:useasianbreakrules/&gt;    &lt;w:dontgrowautofit/&gt;   &lt;/w:Compatibility&gt;   &lt;w:browserlevel&gt;MicrosoftInternetExplorer4&lt;/w:BrowserLevel&gt;  &lt;/w:WordDocument&gt; &lt;/xml&gt;&lt;![endif]--&gt;&lt;!--[if gte mso 9]&gt;&lt;xml&gt;  &lt;w:latentstyles deflockedstate="false" latentstylecount="156"&gt;  &lt;/w:LatentStyles&gt; &lt;/xml&gt;&lt;![endif]--&gt;&lt;style&gt; &lt;!--  /* Style Definitions */  p.MsoNormal, li.MsoNormal, div.MsoNormal 	{mso-style-parent:""; 	margin:0cm; 	margin-bottom:.0001pt; 	mso-pagination:widow-orphan; 	font-size:12.0pt; 	font-family:"Times New Roman"; 	mso-fareast-font-family:"Times New Roman";} @page Section1 	{size:612.0pt 792.0pt; 	margin:70.85pt 70.85pt 2.0cm 70.85pt; 	mso-header-margin:36.0pt; 	mso-footer-margin:36.0pt; 	mso-paper-source:0;} div.Section1 	{page:Section1;} --&gt; &lt;/style&gt;&lt;!--[if gte mso 10]&gt; &lt;style&gt;  /* Style Definitions */  table.MsoNormalTable 	{mso-style-name:"Tabla normal"; 	mso-tstyle-rowband-size:0; 	mso-tstyle-colband-size:0; 	mso-style-noshow:yes; 	mso-style-parent:""; 	mso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt; 	mso-para-margin:0cm; 	mso-para-margin-bottom:.0001pt; 	mso-pagination:widow-orphan; 	font-size:10.0pt; 	font-family:"Times New Roman"; 	mso-ansi-language:#0400; 	mso-fareast-language:#0400; 	mso-bidi-language:#0400;} &lt;/style&gt; &lt;![endif]--&gt;  &lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Künstlich bescheint das Neonlicht die Inneneinrichtung des Nagelstudios nebst neongelb gekleideter Nageldesignerin. Ich bin in der Türkei.&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://bp1.blogger.com/_K-43ddzTI00/SHfWYlFmjwI/AAAAAAAAAdk/PCezWkTx0j0/s1600-h/Kuaf%C3%B6r-Merge.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://bp1.blogger.com/_K-43ddzTI00/SHfWYlFmjwI/AAAAAAAAAdk/PCezWkTx0j0/s400/Kuaf%C3%B6r-Merge.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5221878010720194306" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Was mache ich hier eigentlich? Keine Ahnung. Das türkische Radio lässt eine gefühlvolle Coverversion von Come As You Are durch den abendlichen Salon erschallen:„…and I swear that I don´t have a gun…“. Das Lied passt nicht hier her und ich auch nicht.&lt;br /&gt;Doch der Ort, an den ich nie gehen würde, muss erst noch erfunden werden und so sind meine alte Schulfreundin Larissa und ich den rudicarellesken Rufen unserer niederländischen Hotelgenossin gefolgt:&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://bp0.blogger.com/_K-43ddzTI00/SHfW6mtFu8I/AAAAAAAAAd0/y6yKreY8hxY/s1600-h/Bild039.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://bp0.blogger.com/_K-43ddzTI00/SHfW6mtFu8I/AAAAAAAAAd0/y6yKreY8hxY/s400/Bild039.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5221878595269802946" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;„Schaut määl meine neue Näigel. Soho schönn uund güünstich!“&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Neue Nägel… warum nicht?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://bp1.blogger.com/_K-43ddzTI00/SHfWr2fNDDI/AAAAAAAAAds/pfIcXk4xGvI/s1600-h/N%C3%A4gel-Merge.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://bp1.blogger.com/_K-43ddzTI00/SHfWr2fNDDI/AAAAAAAAAds/pfIcXk4xGvI/s400/N%C3%A4gel-Merge.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5221878341808491570" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;meta equiv="Content-Type" content="text/html; charset=utf-8"&gt;&lt;meta name="ProgId" content="Word.Document"&gt;&lt;meta name="Generator" content="Microsoft Word 11"&gt;&lt;meta name="Originator" content="Microsoft Word 11"&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;link rel="File-List" href="file:///C:%5CUsers%5CSarita%5CAppData%5CLocal%5CTemp%5Cmsohtml1%5C01%5Cclip_filelist.xml"&gt;&lt;!--[if gte mso 9]&gt;&lt;xml&gt;  &lt;w:worddocument&gt;   &lt;w:view&gt;Normal&lt;/w:View&gt;   &lt;w:zoom&gt;0&lt;/w:Zoom&gt;   &lt;w:hyphenationzone&gt;21&lt;/w:HyphenationZone&gt;   &lt;w:punctuationkerning/&gt;   &lt;w:validateagainstschemas/&gt;   &lt;w:saveifxmlinvalid&gt;false&lt;/w:SaveIfXMLInvalid&gt;   &lt;w:ignoremixedcontent&gt;false&lt;/w:IgnoreMixedContent&gt;   &lt;w:alwaysshowplaceholdertext&gt;false&lt;/w:AlwaysShowPlaceholderText&gt;   &lt;w:compatibility&gt;    &lt;w:breakwrappedtables/&gt;    &lt;w:snaptogridincell/&gt;    &lt;w:wraptextwithpunct/&gt;    &lt;w:useasianbreakrules/&gt;    &lt;w:dontgrowautofit/&gt;   &lt;/w:Compatibility&gt;   &lt;w:browserlevel&gt;MicrosoftInternetExplorer4&lt;/w:BrowserLevel&gt;  &lt;/w:WordDocument&gt; &lt;/xml&gt;&lt;![endif]--&gt;&lt;!--[if gte mso 9]&gt;&lt;xml&gt;  &lt;w:latentstyles deflockedstate="false" latentstylecount="156"&gt;  &lt;/w:LatentStyles&gt; &lt;/xml&gt;&lt;![endif]--&gt;&lt;style&gt; &lt;!--  /* Style Definitions */  p.MsoNormal, li.MsoNormal, div.MsoNormal 	{mso-style-parent:""; 	margin:0cm; 	margin-bottom:.0001pt; 	mso-pagination:widow-orphan; 	font-size:12.0pt; 	font-family:"Times New Roman"; 	mso-fareast-font-family:"Times New Roman";} @page Section1 	{size:612.0pt 792.0pt; 	margin:70.85pt 70.85pt 2.0cm 70.85pt; 	mso-header-margin:36.0pt; 	mso-footer-margin:36.0pt; 	mso-paper-source:0;} div.Section1 	{page:Section1;} --&gt; &lt;/style&gt;&lt;!--[if gte mso 10]&gt; &lt;style&gt;  /* Style Definitions */  table.MsoNormalTable 	{mso-style-name:"Tabla normal"; 	mso-tstyle-rowband-size:0; 	mso-tstyle-colband-size:0; 	mso-style-noshow:yes; 	mso-style-parent:""; 	mso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt; 	mso-para-margin:0cm; 	mso-para-margin-bottom:.0001pt; 	mso-pagination:widow-orphan; 	font-size:10.0pt; 	font-family:"Times New Roman"; 	mso-ansi-language:#0400; 	mso-fareast-language:#0400; 	mso-bidi-language:#0400;} &lt;/style&gt; &lt;![endif]--&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;  &lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Extreme Lebenssituationen erfordern extreme Maßnahmen. So – und nur so – ist es zu erklären und zu rechtfertigen, dass ich mich eines Morgens in einer Ferienkonserve der TUI Fly wieder fand.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://bp2.blogger.com/_K-43ddzTI00/SHfYr8SOpqI/AAAAAAAAAeE/6C16fZvk3Ew/s1600-h/B%C3%BCchse.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://bp2.blogger.com/_K-43ddzTI00/SHfYr8SOpqI/AAAAAAAAAeE/6C16fZvk3Ew/s400/B%C3%BCchse.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5221880542387938978" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Mittwochmittag erkannt, dass nur ein spontaner Kurztrip in die Sonne meine missliche Lage retten kann und schon vierzehn Stunden später machten Larissa und ich uns auf den Weg zum Flughafen. Alles besser als zu Hause bleiben. Und wohin verschlägt es den kleinen Pauschaltouristen, wenn er die Koordinaten Schnell + Sonne + Günstig + Alles-andere-egal verbindet? Nach Alanya, dem orientalischen Schwippschwager El Arenals!&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://bp3.blogger.com/_K-43ddzTI00/SHfZs9OD3NI/AAAAAAAAAeM/CGy_iulFqck/s1600-h/Bild013.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://bp3.blogger.com/_K-43ddzTI00/SHfZs9OD3NI/AAAAAAAAAeM/CGy_iulFqck/s400/Bild013.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5221881659330387154" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;meta equiv="Content-Type" content="text/html; charset=utf-8"&gt;&lt;meta name="ProgId" content="Word.Document"&gt;&lt;meta name="Generator" content="Microsoft Word 11"&gt;&lt;meta name="Originator" content="Microsoft Word 11"&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;link rel="File-List" href="file:///C:%5CUsers%5CSarita%5CAppData%5CLocal%5CTemp%5Cmsohtml1%5C01%5Cclip_filelist.xml"&gt;&lt;!--[if gte mso 9]&gt;&lt;xml&gt;  &lt;w:worddocument&gt;   &lt;w:view&gt;Normal&lt;/w:View&gt;   &lt;w:zoom&gt;0&lt;/w:Zoom&gt;   &lt;w:hyphenationzone&gt;21&lt;/w:HyphenationZone&gt;   &lt;w:punctuationkerning/&gt;   &lt;w:validateagainstschemas/&gt;   &lt;w:saveifxmlinvalid&gt;false&lt;/w:SaveIfXMLInvalid&gt;   &lt;w:ignoremixedcontent&gt;false&lt;/w:IgnoreMixedContent&gt;   &lt;w:alwaysshowplaceholdertext&gt;false&lt;/w:AlwaysShowPlaceholderText&gt;   &lt;w:compatibility&gt;    &lt;w:breakwrappedtables/&gt;    &lt;w:snaptogridincell/&gt;    &lt;w:wraptextwithpunct/&gt;    &lt;w:useasianbreakrules/&gt;    &lt;w:dontgrowautofit/&gt;   &lt;/w:Compatibility&gt;   &lt;w:browserlevel&gt;MicrosoftInternetExplorer4&lt;/w:BrowserLevel&gt;  &lt;/w:WordDocument&gt; &lt;/xml&gt;&lt;![endif]--&gt;&lt;!--[if gte mso 9]&gt;&lt;xml&gt;  &lt;w:latentstyles deflockedstate="false" latentstylecount="156"&gt;  &lt;/w:LatentStyles&gt; &lt;/xml&gt;&lt;![endif]--&gt;&lt;style&gt; &lt;!--  /* Style Definitions */  p.MsoNormal, li.MsoNormal, div.MsoNormal 	{mso-style-parent:""; 	margin:0cm; 	margin-bottom:.0001pt; 	mso-pagination:widow-orphan; 	font-size:12.0pt; 	font-family:"Times New Roman"; 	mso-fareast-font-family:"Times New Roman";} @page Section1 	{size:612.0pt 792.0pt; 	margin:70.85pt 70.85pt 2.0cm 70.85pt; 	mso-header-margin:36.0pt; 	mso-footer-margin:36.0pt; 	mso-paper-source:0;} div.Section1 	{page:Section1;} --&gt; &lt;/style&gt;&lt;!--[if gte mso 10]&gt; &lt;style&gt;  /* Style Definitions */  table.MsoNormalTable 	{mso-style-name:"Tabla normal"; 	mso-tstyle-rowband-size:0; 	mso-tstyle-colband-size:0; 	mso-style-noshow:yes; 	mso-style-parent:""; 	mso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt; 	mso-para-margin:0cm; 	mso-para-margin-bottom:.0001pt; 	mso-pagination:widow-orphan; 	font-size:10.0pt; 	font-family:"Times New Roman"; 	mso-ansi-language:#0400; 	mso-fareast-language:#0400; 	mso-bidi-language:#0400;} &lt;/style&gt; &lt;![endif]--&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;  &lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Alanya. Was soll ich sagen? Alanya ist kein kleiner malerischer Küstenort, wie der Beiname der Region „türkische Riviera“ fälschlicherweise vermuten lassen könnte, sondern eine Stadt mit knapp 400.000 Einwohnern. Eigentlich kein besonderer Ort, hätte nicht ein Stadtteil eine Art touristische Eigendynamik entwickelt, die kurz und knapp wie folgt charakterisiert werden kann: Erstens, man spricht Deutsch. Zweitens, es gibt von Gucci über Adidas bis hin zu Jack Wolfskin keine Marke die nicht gefälscht und in Alanyas Tourighetto feilgeboten würde. Und drittens, wer als Tourist in türkischer Lira statt in Euro zahlt, fällt auf.&lt;br /&gt;Entsprechend, das Publikum. Gerade noch dem ALG II entflohen, verwirklichen sich Uschi, Kalle, Kevin und Chantalle einen Urlaubstraum mit internationalem Flair.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://bp2.blogger.com/_K-43ddzTI00/SHfeqxziI3I/AAAAAAAAAec/RBncXP48eS4/s1600-h/Bild097.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://bp2.blogger.com/_K-43ddzTI00/SHfeqxziI3I/AAAAAAAAAec/RBncXP48eS4/s400/Bild097.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5221887119464735602" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style=";font-family:arial;font-size:100%;"  &gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Quasi Jetset. Denn auf Türkei, da ist man wer! Da ist der stolze Euro so gefragt, dass man sich allen Luxus leisten kann. Wunschlos glücklich quasi: hier eine Handtasche von Prada, dort die Gucci-Brille und ein wenig später dann vielleicht noch einen neuen Puma-Dress.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style=";font-family:arial;font-size:100%;"  &gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://bp3.blogger.com/_K-43ddzTI00/SHfc4tr8oTI/AAAAAAAAAeU/30ydDo4Cybs/s1600-h/Paris-Merge.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://bp3.blogger.com/_K-43ddzTI00/SHfc4tr8oTI/AAAAAAAAAeU/30ydDo4Cybs/s400/Paris-Merge.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5221885159854088498" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style=";font-family:arial;font-size:100%;"  &gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Alles kein Problem! Und so sieht man auf den Straßen von Alanyas Holidaylandia mehr als einen Castrop-Rauxeler Paris-Hilton-Verschnitt durch die tristen Bettenburgenschluchten flanieren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt; &lt;!--  /* Style Definitions */  p.MsoNormal, li.MsoNormal, div.MsoNormal 	{mso-style-parent:""; 	margin:0cm; 	margin-bottom:.0001pt; 	mso-pagination:widow-orphan; 	font-size:12.0pt; 	font-family:"Times New Roman"; 	mso-fareast-font-family:"Times New Roman";} @page Section1 	{size:595.3pt 841.9pt; 	margin:70.85pt 70.85pt 2.0cm 70.85pt; 	mso-header-margin:35.45pt; 	mso-footer-margin:35.45pt; 	mso-paper-source:0;} div.Section1 	{page:Section1;} --&gt;   Doch wir finden auch ein anderes, türkisches Alanya: „Zu Fuß zur Burg hinauf laufen?“, man schaut uns an, als hätten wir gefragt, ob der Papst zum Islam konvertiert wäre. Nein, das sei viel zu weit. Zu weit? Können wir nicht finden und so stapfen wir los. In Flipflops durch die kleine Altstadt, den Hang hinauf zur Burg.&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style=";font-family:arial;font-size:100%;"  &gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://bp0.blogger.com/_K-43ddzTI00/SHfh-sklgCI/AAAAAAAAAek/9WorjO_Rdi0/s1600-h/sch%C3%B6ne+merge.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://bp0.blogger.com/_K-43ddzTI00/SHfh-sklgCI/AAAAAAAAAek/9WorjO_Rdi0/s400/sch%C3%B6ne+merge.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5221890760192131106" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style=";font-family:arial;font-size:100%;"  &gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Der Weg ist nicht weit, sondern lohnenswert. Hierher kommen keine Touristen. Immer ein wundervoller Blick über die Bucht, alte windschiefe Häuser, die über den Klippen zu schweben scheinen. Ursprüngliche Idylle.&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style=";font-family:arial;font-size:100%;"  &gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://bp3.blogger.com/_K-43ddzTI00/SHfiliX0IcI/AAAAAAAAAes/PAB2-YHe-ds/s1600-h/noch+ne+sch%C3%B6ne+merge.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://bp3.blogger.com/_K-43ddzTI00/SHfiliX0IcI/AAAAAAAAAes/PAB2-YHe-ds/s400/noch+ne+sch%C3%B6ne+merge.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5221891427469107650" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style=";font-family:arial;font-size:100%;"  &gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Ein leicht verrückter Belgier mit Migrationshintergrund befreit den steinigen Vorgarten seines Sommerhauses von Unkraut. Wir lernen Hamide kennen, die in ihrer Küche steht und kocht, Bauarbeiter und eine kurdische Familie, die ein Ausflugslokal für die einheimischen Familien betreibt. Der siebenjährige Sohn ist genant und fürchtet sich vor den beiden Fremden ohne Kopftuch.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Am Abend nimmt uns eine größere Gruppe von Angestellten unseres Hotels mit in eine schummerige Bar. Larissa und ich sind die einzigen Nichttürken dort. Eine Sängerin im kleinsten, hautengen Schwarzen singt, begleitet von einer kleinen Band, türkische Schlager.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style=";font-family:arial;font-size:100%;"  &gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://bp1.blogger.com/_K-43ddzTI00/SHfjNgb6c5I/AAAAAAAAAe0/g4XvL_3lIE4/s1600-h/Bild054.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://bp1.blogger.com/_K-43ddzTI00/SHfjNgb6c5I/AAAAAAAAAe0/g4XvL_3lIE4/s400/Bild054.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5221892114144195474" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Sie handeln von der Liebe, dem Meer oder Istanbul, wie uns unsere Rezeptionistin übersetzt. Alle singen mit, nur die beiden Christinnen nicht. Ich mag türkischen Schlager.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;„Whoppa! Whoppa! Party-Hopper!“, erschlägt uns der grellbunte Diskotheken-Ballermann, als wir später aus der Bar wieder ins Freie treten und holt uns unsanft in die Realität zurück. Fast hätte ich gedacht, ich sei im Urlaub: „Whoppa, whoppa!“ und auf dem Rückweg schnell noch ein Paar Manolo Blahniks geshoppt.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Und was hilft gegen diesen Instanturlaubswahnsinn? Nur die Flucht nach vorne, unten! Mit dem Boot hinaus aufs Meer, Tauschschein machen.&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://bp1.blogger.com/_K-43ddzTI00/SHfj3tF-WgI/AAAAAAAAAe8/PolMl-avGZo/s1600-h/Bild079.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://bp1.blogger.com/_K-43ddzTI00/SHfj3tF-WgI/AAAAAAAAAe8/PolMl-avGZo/s400/Bild079.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5221892839096343042" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Grandios! Ich habe ein neues Hobby und doch noch eine lohnenswerte Reise gemacht.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Und auf dem Meeresgrund, da liegen ein paar künstliche Fingernägel.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style=";font-family:arial;font-size:100%;"  &gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://bp1.blogger.com/_K-43ddzTI00/SHflLem_mgI/AAAAAAAAAfM/oA7FOqJdwMI/s1600-h/DSC01461.JPG"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://bp1.blogger.com/_K-43ddzTI00/SHflLem_mgI/AAAAAAAAAfM/oA7FOqJdwMI/s400/DSC01461.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5221894278317316610" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/25216035-4414352803565148147?l=deernaufreisen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/25216035/posts/default/4414352803565148147'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/25216035/posts/default/4414352803565148147'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://deernaufreisen.blogspot.com/2008/07/holidaylandia.html' title='Holidaylandia'/><author><name>Sarah</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12306235937745845666</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_K-43ddzTI00/ShyHJLI9aJI/AAAAAAAAA_A/0J27FdAFUDI/S220/Unbenannt-1+Kopie.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://bp1.blogger.com/_K-43ddzTI00/SHfWYlFmjwI/AAAAAAAAAdk/PCezWkTx0j0/s72-c/Kuaf%C3%B6r-Merge.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-25216035.post-2730836136792710901</id><published>2008-03-24T20:31:00.006+01:00</published><updated>2008-12-08T13:00:05.467+01:00</updated><title type='text'>Generationenkonflikt</title><content type='html'>&lt;span style="color: rgb(153, 51, 153);"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="color: rgb(102, 51, 102);"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-weight: bold; color: rgb(102, 102, 102);font-size:85%;" &gt;Fertiggestellt am 24. März 2008 in Hamburg (Deutschland):&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(153, 51, 153);"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(51, 102, 102);font-size:100%;" &gt;Zum Vergrößern auf die Bilder klicken&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(153, 51, 153);"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="color: rgb(51, 102, 102);"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_K-43ddzTI00/R-gFXbmRf5I/AAAAAAAAAOw/6E7ORaqLQRA/s1600-h/1+Fertig.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://1.bp.blogspot.com/_K-43ddzTI00/R-gFXbmRf5I/AAAAAAAAAOw/6E7ORaqLQRA/s400/1+Fertig.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5181397271393173394" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_K-43ddzTI00/R-gFXbmRf4I/AAAAAAAAAOo/iliGd67dwYg/s1600-h/2+Fertig+Kopie.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://1.bp.blogspot.com/_K-43ddzTI00/R-gFXbmRf4I/AAAAAAAAAOo/iliGd67dwYg/s400/2+Fertig+Kopie.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5181397271393173378" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="color: rgb(153, 51, 153);"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="color: rgb(51, 102, 102);"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/25216035-2730836136792710901?l=deernaufreisen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/25216035/posts/default/2730836136792710901'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/25216035/posts/default/2730836136792710901'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://deernaufreisen.blogspot.com/2008/03/generationenkonflikt.html' title='Generationenkonflikt'/><author><name>Sarah</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12306235937745845666</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_K-43ddzTI00/ShyHJLI9aJI/AAAAAAAAA_A/0J27FdAFUDI/S220/Unbenannt-1+Kopie.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_K-43ddzTI00/R-gFXbmRf5I/AAAAAAAAAOw/6E7ORaqLQRA/s72-c/1+Fertig.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-25216035.post-3231885857421715306</id><published>2008-01-31T00:04:00.012+01:00</published><updated>2008-12-08T13:03:01.775+01:00</updated><title type='text'>Perspektivenwechsel</title><content type='html'>&lt;p style="text-align: justify;font-family:verdana;" class="MsoNormal" &gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="color: rgb(102, 51, 102); font-weight: bold;font-family:arial;" &gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span style="color: rgb(102, 102, 102);font-size:85%;" &gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Geschrieben im Januar 2008 in Hamburg (Deutschland):&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Wie lange stirbt ein Mensch? Ein Perspektivenwechsel aus der Agonie.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Plötzlich heult die Sirene laut auf. Zweimal. Feuer!&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Doch noch im Klassenzimmer höre ich durch den Lärm, wie jemand den Schlüssel im Schloss herumdreht. In der Ferne fällt eine Tür zu und Schritte kommen durch den Korridor näher. Wir sind eingeschlossen. Ich verkrieche mich unter dem nächsten Tisch, presse die Hände vor die Augen und warte. Es wird still. Nach einer Weile berührt jemand vorsichtig meine Hand.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;„Guten Morgen… guten Morgen, Frau Kuhn“, sagt eine leise Stimme zieht dabei das O ein wenig.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Kuhn, Kuhn, wer war denn noch mal Frau Kuhn? Kuhn. War das nicht dieser… der Tanztee im Frühling… die Pause… und am Abend… ich wollte sehen, was sie tun würden… das K.O.-Kriterium, ich hatte verloren… aber, das war doch… woanders… nein, später?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Ich blinzele. Schemenhaft flackert das Bild einer jungen Frau vor mir auf.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;„Guten Morgen“, wiederholt die Stimme.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Guten Morgen. Ich öffne die Augen und blicke in ein Gesicht, das sich über mich beugt. Das Gesicht habe ich schon einmal gesehen. Seine Augen lächeln freundlich, fast liebevoll und ein wenig belustigt. Ich bin aufgewacht.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;„Na, Frau Kuhn, haben Sie noch geschlafen?“, fragt mich die Deern, zu der das Gesicht gehört. Oh, ich habe geschlafen. Geträumt? Nein, aufgewacht. Ich liege im Bett und schaue mich um. Dies ist das Wohnzimmer meiner Eltern. Dort in der Ecke pocht die alte Standuhr. Warum wache ich im Wohnzimmer meiner Eltern auf? Von meinem Bett aus schaue ich direkt in den Garten. Das ist schön. So friedlich. Eine Krähe landet im Wipfel einer der Ulmen. Nach dem Frühstück werde ich Vater fragen, ob ich im Garten spielen darf. Ich will zu meinem Versteck gehen, am Abhang hinter der Laube: ein grüner Smaragd, Tannenzapfen, ein Klumpen Gold, der Farntunnel und eine Nachttischlampe neben dem Bett.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Das Bett ist ein Fremdkörper. Es passt nicht ins Wohnzimmer. Es ist neu, aus hellem, lackiertem Holz und steht mitten im Raum. Ich schwebe höher als gewöhnlich über dem Erdboden und nur die Gitterstäbe an den Bettkanten links und rechts von mir retten mich vor einem Sturz in die Tiefe. Mir wird schwindelig. Ich falle. Und falle immer weiter. Das Blut rauscht in meinen Ohren. Ich lasse los. Jetzt. Gleich geschafft. Gleich. Hinter mir höre ich das Knacken eines Kugelschreibers, mein Flug endet jetzt, ich höre auf zu fallen, auf zu fliegen und spüre wieder, wie mein Körper schwer auf der Matratze aufliegt.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Die Matratze. Sie lebt. In regelmäßigen Abständen schnaubt und knackt sie. Kurz darauf regt sie sich unter mir und eine kaum wahrnehmbare Welle, vom Fußende des Bettes kommend, fährt meine Beine, den Rücken und die Schultern hinauf bis zu meinem Kopf. Pffft, macht die Matratze. Knack, knack, pfffft. Ein Monstrum. Knack, knack pfffft.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Ich bin so müde. Trotzdem öffne ich wieder die Augen. Hier im Zimmer ist es ruhig. Sehr ruhig. Nur die Standuhr, dak, dak, dak, dak und das Knackknackpffft der Matratze. Regelmäßig. Ruhig. Ich bin schwach, mein Herz schlägt kaum mehr wahrnehmbar. Fast ist es, als sei mein Pulsschlag in halbem Tempo an das Schwingen der Zeit gekoppelt. Dak -- dak -- dak --&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;„So, Frau Kuhn, denn wüllt wi man.“&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Die Deern. Ihr Tatendrang schlägt eine Schneise in das dichte, schwere Schweigen des Raumes, in dem ich bin. Um uns herum, auf dem Tisch neben dem Bett und am Fußende hat sie eine Menge Utensilien aufgebaut: Zwei Schüsseln, daneben je ein Handtuch, ein Müllbeutel, leer und bereits weit geöffnet, eine Rolle Klopapier, eine Box mit feuchtem Toilettenpapier, eine Tube mit Creme, eine riesige Windel, bereits auseinander gefaltet, eine weiße Stoffunterlage. Die Deern trägt dünne gelbliche Handschuhe.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;„Ich nehme dann mal die Decke beiseite“, sagt sie und legt meine Zudecke auf den Sessel neben dem Bett. Es wird kalt und eine fäkale Geruchswoge entsteigt der flüchtigen Bettwärme.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;„Nein!“, rufe ich und versuche das trügerische Gefühl der Decke auf meinen Beinen zu erreichen und greife ins Leere. Es stinkt.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;„Das ist nicht angenehm, ich weiß, aber das muss jetzt kurz sein. Dauert auch nicht lange. Nur einmal sauber machen und dann ist dafür wieder alles schön frisch“, die Deern klingt ein wenig gequält, aber bestimmt.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Waschen. Richtig. Jeden Morgen kommen sie und waschen mich. Ich erinnere mich. Jeden Morgen. Krankenhaus? Nein, dies ist nicht das Krankenhaus. Meine Schwester. Dies ist das Haus meiner Schwester. Gleich wird sie die Treppe hinunter kommen, das Baby auf dem Arm. Sie legt die Lütte in den Kinderwagen und setzt sich zu mir auf die Terrasse. Es ist warm und wir reden. Wir drei. Dort. Sie ist nicht meine Freundin. Es hat nur den Anschein. Keinen Mucks. Sie nicht reizen, ihren Jagdinstinkt nicht wecken. Sie ist aus Marmor: hart, kalt, herzlos und von verführerisch blendender Oberflächlichkeit. Das Baby gluckst und da, die Uhr unserer Eltern. Das Wohnzimmer.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Das Kopfteil meines Bettes ist ein wenig hochgestellt und so schaue ich an mir hinab. Unten staken ein Paar kraftloser, deformierter Beine aus einer fliederfarbenen Plastikwindel. Meine Beine? Meine Windel? Alte Beine und Windel. Urin und Kot. Es stinkt. Ich, meine Beine, meine Windel, mein Urin, mein Kot. Ich liege im Bett. Ich bin alt, nass und zu müde um mich zu rühren. Ich bin nicht Herr meines Körpers. Aber der Wille ist da. Ich bin da.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Die Deern hat die Bettgittergrenze zwischen ihr und mir hinab gelassen. Jetzt nimmt sie die Fernbedienung, die an der Bettkante hängt, und kündigt mir an, das Bett nach oben und das Kopfteil nach unten zu fahren. Das surrende Geräusch des Motors. Ich liege nun flach auf dem Rücken und throne hoch oben im Nirgendwo zwischen Fußboden und Decke.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Die Deern schaut mich an und sucht mit ihrem Blick mein Einverständnis. Ich gebe es ihr wortlos. Sie sagt: „Ich mache jetzt die Hose auf.“&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Sie zieht die vier Klebestreifen an der Windel ab. Sie stellt mir die Beine ein wenig breitbeinig auf, zieht die Windel von meinem Bauch und legt den oberen Teil zwischen meinen Beinen auf das Bett ab. Der Geruch meines Kots erfüllt den Raum. Ich kann mich nicht bewegen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;„Gut Frau Kuhn, dann einmal auf die Seite drehen“, ihre Stimme ist ruhig und sachlich.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Routine. Mit dem linken Arm ergreife ich das rechte Bettgitter, während mich ihre Latexhände an Knien und Hüfte erfassend auf die rechte Seite drehen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;„Sehr schön, das klappt ja prima“, sagt sie beinahe emotionslos.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Mit dem Gesicht zur Wand, das Bettgitter immer noch umklammert, lasse ich die morgendliche Prozedur über mich ergehen, deren Handgriffe durch die Stimme der Deern angekündigt werden: Sie nimmt die Windel und legt die beschmutzten Seiten aufeinander. Dann gibt es einen kleinen Ruck und sie zieht den Rest der Windel unter meiner rechten Hüfte heraus. Feines Plastik knistert und der Gestank beginnt sich zu legen. Klopapier wird abgerissen, einige Male. Klopapier wischt an meinem Gesäß und der Gesäßfalte, einige Male. Feines Plastik knistert, einige Male. Wasser plätschert in einer Schüssel, ein Waschlappen wird ausgewrungen. Warm, feucht und nach Waschlotion duftend fährt der Lappen über mein Gesäß und die Gesäßfalte. Dann abtrocknen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;„Gleich geschafft, Frau Kuhn“, sagt die Person hinter mir.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Gleich geschafft. Wer spricht? Wie lange noch? Noch Tage? Stunden? Monate? Wann werde ich es geschafft haben? Wie lange liege ich hier schon? Monate, Jahre, Wochen, Tage? Und wohin dann? Jetzt bin nicht mehr ich es, die sich in der Zeit bewegt, sondern die Zeit bewegt mich. Ich werde loslassen, wenn die Zeit mich loslässt.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Morgens waschen, die Deern. Nun schmiert sie kalte Creme auf meinen Steiß und reibt sie ein. Watte und Plastik rascheln und ein kühler Wulst wird unter meine rechte Seite geschoben. Die Deern kündigt an, mich wieder auf den Rücken zu drehen. Ich lasse das rechte Bettgitter los, rolle zurück und komme auf der wattierten Oberfläche einer neuen Windel zu liegen. Schon habe ich einen dampfenden Waschlappen in der Hand und wasche wie jeden Morgen meinen Intimbereich selbst. Selbstbestimmtes Handeln, wie klein mein Radius ist. Waschlappen und Handtuch tauschen ihre Plätze. Danach fasst mich die Deern unter meine rechte Hüfte, dreht mich kurz einige Zentimeter zu sich hin und zieht den fehlenden Teil der Windel unter mir hervor. Sie legt die obere Hälfte der Windel auf meinen Bauch und vier Klebestreifen beenden eine weitere Runde des immer gleichen Ablaufes.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;„So“, die Deern klingt erfreut. „Jetzt nur noch oben herum waschen.“&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Die Deern und ich halten uns an den Schultern fassend umschlungen. Sie lehnt sich zurück und zieht meinen Oberkörper durch ihr eigenes Gewicht in eine sitzende Position. Mit einer Hand hält sie mich aufrecht, während sie mir mit der anderen Hand das Nachthemd über den Kopf zieht. Dann lässt sie mich wieder auf die Matratze zurücksinken. Anstrengend. Jetzt wäscht sie mich, ich wasche mein Gesicht, sie cremt mich ein, ich kämme meine Haare. Eigenständig handeln. Was noch geht. Ein frisches Nachthemd. Wieder werde ich angehoben, mir das Nachthemd über den Kopf gezogen. Hinlegen. Liegen. Kopfteil hoch-, Bett runterfahren. Die Deern läuft geschäftig hin und her und räumt auf. Nun erfüllt der beißende Geruch von Desinfektionsmittel den Raum. Ich, ein Infekt.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Gleich wird die Deern mit dem Frühstück kommen: eine Scheibe Rosinenstuten mit Butter, ohne Rinde und in kleine Stücke geschnitten, ein Becher dünner Kaffee mit Milch und Zucker und ein Glas Wasser in einem Schnabelbecher. Sie wird es auf dem kleinen Rolltisch über meinem Bett aufbauen, sich mir gegenüber setzen und mir mehrfach von allem anbieten. Ich werde ablehnen. Alles. Auch das Wasser. Ich bin müde.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Jetzt sitzt mir die Deern gegenüber, den Rücken zum Fenster. Zwischen uns das Frühstück. Ich habe es abgelehnt, auch das Wasser. Die Deern kann nichts mehr für mich tun. Aber sie bleibt. Sie schweigt und sitzt und atmet und trägt meinen Atem. Sie ist ein Widerstand im Raum, der mich reflektiert und so spüre ich, dass ich existiere. Ich atme und die Deern schweigt und sitzt mir gegenüber und atmet und trägt meinen Atem. Jetzt könnte ich loslassen. Jetzt bin ich und die Deern trägt meinen Atem. Ich würde meinen Atem loslassen und gehen und es würde nichts ausmachen, denn die Deern ist da und trägt meinen Atem einfach weiter. Jetzt könnte ich loslassen. Jetzt. Jetzt werde ich…&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;„Ich werde jetzt gehen, Frau Kuhn“, sagt die Deern, steht auf und gibt mir meinen Atem zurück. „Bis morgen dann.“&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;p style="text-align: justify;font-family:verdana;" class="MsoNormal" &gt;&lt;span style=";font-family:arial;font-size:130%;"  &gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/25216035-3231885857421715306?l=deernaufreisen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/25216035/posts/default/3231885857421715306'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/25216035/posts/default/3231885857421715306'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://deernaufreisen.blogspot.com/2008/01/perspektivenwechsel.html' title='Perspektivenwechsel'/><author><name>Sarah</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12306235937745845666</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_K-43ddzTI00/ShyHJLI9aJI/AAAAAAAAA_A/0J27FdAFUDI/S220/Unbenannt-1+Kopie.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-25216035.post-1795884259840893566</id><published>2008-01-06T18:29:00.001+01:00</published><updated>2008-12-08T13:04:37.564+01:00</updated><title type='text'>Pflanzen an die Macht!</title><content type='html'>&lt;div align="left"&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style="color: rgb(102, 51, 102);"&gt;Folgendes Gesprächsprotokoll fand ich heute nachmittag auf der Innenseite einer Packung "Sweet Chai - Ayurvedische Gewürzteemischung" der Marke "YogiTee": &lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="left"&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style="color: rgb(102, 51, 102);"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;p align="left"&gt;&lt;/p&gt;&lt;p align="left"&gt;&lt;/p&gt;&lt;strong&gt;&lt;/strong&gt;&lt;div align="left"&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style="color: rgb(102, 51, 102);"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center"&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style="color: rgb(102, 102, 0);font-size:130%;" &gt;"Gespräch mit Frucht-Devas &lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center"&gt;&lt;span style="color: rgb(102, 102, 0);font-size:85%;" &gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center"&gt;&lt;span style="color: rgb(102, 102, 0);font-size:85%;" &gt;vom 1. Februar 1964&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="center"&gt;&lt;span style="color: rgb(102, 102, 0);font-size:85%;" &gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="color: rgb(102, 102, 0);"&gt;'Glücklichsein ist grundlegend wichtig - ein Geheimnis, das dem Menschen fremd wird, wenn sie ihrer Gier nach Besitz und Macht folgen. Wir wünschen, jedes menschliche Wesen würde uns zuhören und verstehen, dass nichts wert ist, getan zu werden, was nicht mit Freude getan wird, dass bei jeder Tat die Strahlungen der Motive, die nicht aus Liebe und Freude kommen, die Ergebnisse verderben. Könnt ihr euch eine Blume vorstellen, die aus Pflicht entstand, die dann die Herzen der Betrachter beglückte? Nein, sie würde nicht die richtige Aura haben. So tanzen wir durchs Leben und schaffen, immer schöpferisch, und hoffen auf eure Mitarbeit.'&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="color: rgb(102, 102, 0);"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;em&gt;&lt;span style="color: rgb(102, 102, 0);"&gt;Dorothy Maclean, Mitbegründerin der Findhorn Gemeinschaft, erlernte die Fähigkeit, mit Pflanzen Devas zu kommunizieren und dokumentierte diese Gespräche. (Heyne 9722)"&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;em&gt;&lt;span style="color: rgb(102, 102, 0);font-size:85%;" &gt;&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="color: rgb(102, 51, 102);"&gt;&lt;strong&gt;Was für eine tiefgründige Frucht-Devas! Ich versuche seitdem Kontakt zu meinem Drachenbaum aufzunehmen, um herauszufinden, ob er die philosophischen Ansichten der Frucht-Devas teilt. Bislang leider ohne nennswerte Resultate... &lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style="color: rgb(102, 51, 102);font-size:85%;" &gt;&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style="color: rgb(102, 51, 102);font-size:85%;" &gt;&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5152420379536514466" style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center;" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/_K-43ddzTI00/R4ETCVfB3aI/AAAAAAAAAGA/eYgD2EgMVK4/s400/Coroico+-+Bl%C3%BCte.JPG" border="0" /&gt; &lt;strong&gt;&lt;span style="color: rgb(102, 51, 102);"&gt;In diesem Sinne!&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/25216035-1795884259840893566?l=deernaufreisen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/25216035/posts/default/1795884259840893566'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/25216035/posts/default/1795884259840893566'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://deernaufreisen.blogspot.com/2008/01/pflanzen-die-macht.html' title='Pflanzen an die Macht!'/><author><name>Sarah</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12306235937745845666</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_K-43ddzTI00/ShyHJLI9aJI/AAAAAAAAA_A/0J27FdAFUDI/S220/Unbenannt-1+Kopie.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_K-43ddzTI00/R4ETCVfB3aI/AAAAAAAAAGA/eYgD2EgMVK4/s72-c/Coroico+-+Bl%C3%BCte.JPG' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-25216035.post-7565077431081796555</id><published>2008-01-05T12:56:00.001+01:00</published><updated>2008-12-08T13:06:36.351+01:00</updated><title type='text'>Entschuldigen Sie, wo bitte geht es hier zu mir selbst?</title><content type='html'>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style="color: rgb(102, 51, 102);font-size:78%;" &gt;&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;span style="font-weight: bold; color: rgb(102, 102, 102);font-size:85%;" &gt;Geschrieben am 7. Juli 2005 in Hamburg (Deutschland)&lt;/span&gt;:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;strong&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-weight: bold;" align="justify"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;"Ich habe gehört, du fährst bald auf so einen Selbstfindungstrip?“ wurde ich neulich begrüßt. Selbstfindungstrip?! Ich war peinlich berührt... &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;strong&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;strong&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;strong&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;strong&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;strong&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;strong&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;strong&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;strong&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt; &lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;...und fühlte mich irgendwie - ertappt! "Nun ja“, stammele ich und murmele etwas von „zehn Monate…Lima…La Paz…Santiago…Feuerland…Lebenstraum…Buenos Aires…lange gespart und so."Mit Trip bin ich soweit also einverstanden. Aber Selbstfindung? Das klingt nach Männergruppe („Klaus-Dieter, ich glaube du unterdrückst das innere Kind in dir.“) oder diskurstheoretischer Vaginalkunst. Und überhaupt: Heißt Selbstfindung nicht auch, dass ich mich selbst verloren habe oder schlimmer: noch nie gefunden? Schwang da etwa der Vorwurf mit, ich sei in der Postpubertät versackt und erst eine lange Reise in ferne Lande würde mir die nötige Reife verleihen, gemäß der Gleichung: Finden = Wissen = Gewissheit = Bewusstsein, also Selbstfindung = Selbstbewusstsein? Jemand der sich selbst gefunden hat, der ist zielstrebig, der kennt seine Stärken und Schwächen, den plagen keine Zweifel und sicherlich ist er oder sie der ganz große Checker. Ich selbst kann trotz meiner 25 Lenze nicht behaupten, diese Kardinalstugenden des 21. Jahrhunderts in mir vereint zu haben. Ich zweifle ständig an allem und jedem, fünf Jahre diffuser Uni-Wust haben mein Lebensziel bislang nicht zu Tage fördern können, ich staune immer wieder über mich selbst und wo der Frosch die Locken haben soll, bleibt mir bis heute verborgen. Wäre da nicht dieser Versagensängste hervorrufende Beigeschmack, würde ich sagen, dass mir ein wenig Selbstfindung gar nicht schaden könnte. Und, ja klar will ich auf meiner Tour was erleben und beabsichtige, mein Selbst davon nicht auszuschließen. Bleibt die Frage, was genau ein erfolgreicher Selbstfindungstrip beinhalten muss: Werde ich orangefarbene Kutten tragen und wird mir von Zeit zu Zeit ein „Hare Krishna“ entfahren? Werde ich mich gegrilltes Meerschweinchen essend in einem Fass die Iguazú-Fälle hinabstürzen oder mich nackt im Urwald aussetzen lassen, um das Balzverhalten der Argusfasane zu erforschen? Ist „Selbstfindungstrip“ eigentlich eine Beleidigung? Hoffentlich werde ich mich beim Anblick meiner selbst nicht erschrecken! Und dann? Ende gut, alles gut? Oder sollte ich mich gar trotz Trip nicht finden? Ich bekomme Magenschmerzen. &lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5151961101503683986" style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center;" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/_K-43ddzTI00/R39xU1fB3ZI/AAAAAAAAAF4/WlwLSn-Km60/s400/S4300083.JPG" border="0" /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;„Ja, weißt du“, schwafelt mein gleichaltriges Gegenüber weiter, „seit meiner Hochzeit bin ich selbst viel gefestigter! Das hat mir auch im Büro noch einmal ein ganz anderes Auftreten verschafft. Fehlen nur noch die Kinder…“. Ich stutze: Hochzeit und Büro? Kinder?! Plötzlich finde ich es gar nicht mehr so übel, mit 25 Jahren noch auf der Suche zu sein. In Wahrheit will ich einfach nur eine gute Zeit haben!&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/25216035-7565077431081796555?l=deernaufreisen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/25216035/posts/default/7565077431081796555'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/25216035/posts/default/7565077431081796555'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://deernaufreisen.blogspot.com/2008/01/entschuldigen-sie-wo-bitte-geht-es-hier.html' title='Entschuldigen Sie, wo bitte geht es hier zu mir selbst?'/><author><name>Sarah</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12306235937745845666</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_K-43ddzTI00/ShyHJLI9aJI/AAAAAAAAA_A/0J27FdAFUDI/S220/Unbenannt-1+Kopie.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_K-43ddzTI00/R39xU1fB3ZI/AAAAAAAAAF4/WlwLSn-Km60/s72-c/S4300083.JPG' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-25216035.post-530603773214109471</id><published>2007-11-25T18:13:00.001+01:00</published><updated>2008-12-08T13:10:27.755+01:00</updated><title type='text'>Parkour oder Extremsport liegt im Auge des Betrachters</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;&lt;strong&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="color: rgb(102, 102, 102);" align="justify"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Geschrieben am 25. November 2007 in Hamburg (Deutschland):&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style="color: rgb(102, 51, 102);font-size:78%;" &gt;&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style="color: rgb(102, 51, 102);font-size:78%;" &gt;&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style="color: rgb(102, 51, 102);font-size:78%;" &gt;&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style="color: rgb(102, 51, 102);font-size:78%;" &gt;&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style="color: rgb(102, 51, 102);font-size:78%;" &gt;&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style="color: rgb(102, 51, 102);font-size:78%;" &gt;&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style="color: rgb(102, 51, 102);font-size:78%;" &gt;&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;strong&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;strong&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;strong&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;strong&gt;&lt;/strong&gt;&lt;span style="font-weight: bold;font-size:85%;" &gt;Spätestens seit „Casino Royale“ ist Parkour in aller Munde. Die grazile wie kraftvolle Bewegungsform fasziniert mit spektakulären Sprüngen über Hochhausdächer und fluchtartigen Szenen durch die surrealistischen Kulissen der Pariser Banlieue. Mary Poppins „Dachfirsttanz“ trifft Spiderman. Doch was steckt wirklich hinter Parkour? Ein Bericht von der Basis. &lt;/span&gt;&lt;strong&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="center"&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;&lt;span style="color: rgb(51, 153, 153);"&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style="color: rgb(51, 153, 153);"&gt;Bild&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;: Keno Roskam; Traceur in der &lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(51, 153, 153);"&gt;Speicherstadt&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(51, 153, 153);"&gt; &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5137115758365903570" style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center;" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/_K-43ddzTI00/R0qzkIt2CtI/AAAAAAAAACU/ZvR_sgsQrdE/s320/Br%C3%BCcke+gegenl.jpg" border="0" /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;St. Pauli Landungsbrücken – Barkassen, Löschkräne und die Docks von Blohm &amp;amp; Voss liegen friedlich im nachmittäglichen Schmuddelwetter. Möwen kreischen. Inmitten dieser Hafenidylle ziehen zwei Jogger an den wenigen Touristen, die auf der Promenade oberhalb der Fähranleger spazieren gehen, vorbei. Die Läufer erreichen das Ende des Weges, eine Gitterbalustrade, die die Passanten vor einem Sturz auf den etwa eineinhalb Meter tiefer gelegenen Weg schützen soll. Doch anstatt umzukehren, überspringen die Jogger - diese Sackgasse urbaner Architektur ignorierend - behände das Gitter, fliegen für Sekunden, landen in gehockter Position sicher auf der Erde und setzten ohne inne zu halten ihren Weg fort.&lt;br /&gt;„Ehy! Pakuä!“, johlen von oben einige Halbstarke. „Das kann ich doch auch!“ Kannst Du?&lt;br /&gt;Parkour wurde in den 1980er Jahren von einer Gruppe Jugendlicher um den heute 34jährigen David Belle aus der von Georges Hébert Ende des 19. Jahrhunderts erfundenen „Méthode Naturelle“ weiterentwickelt. Dabei übertrugen die Pioniere des Parkours die auch von französischen Vietnamsoldaten genutzten Methoden einer effizienten Flucht auf die Betonwüsten der Pariser Vorstädte. &lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="right"&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;&lt;span style="color: rgb(51, 153, 153);"&gt;&lt;strong&gt;Bild:&lt;/strong&gt; Sarah Nitschke; Keno und Till am Hafen&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5137116913712106210" style="margin: 0px 0px 10px 10px; float: right;" alt="" src="http://4.bp.blogspot.com/_K-43ddzTI00/R0q0nYt2CuI/AAAAAAAAACc/DjsPwTpIxgs/s320/Doppel.jpg" border="0" /&gt;Keno und Till – die beiden „Jogger“ – trainieren Parkour seit etwas über einem Jahr. Sie haben das Warmlaufen beendet und sind an einem ihrer Trainingsorte angekommen. Die gerüstartigen Treppenkonstruktionen, die vom Hafen zur U-Bahnstation „Baumwall“ hinaufführen, geben den beiden Traceuren, wie Parkour-Sportler genannt werden, die Gelegenheit verschiedene Techniken zu üben: balancieren und vor allem Sprünge. Affengleich, athletisch und hochkonzentriert turnen der Medizinstudent und der Zivildienstleistende über, unter und durch den Treppenaufgang, darauf bedacht ihre Bewegungen zu optimieren: rasch, effizient, fließend und elegant wollen sie die Hindernisse des urbanen Lebensraumes überwinden. Die Stadt wird zum Sportgerät.&lt;br /&gt;Till springt auf eine über zwei Meter hohe Brüstung und verkürzt so seinen Weg um viele wertvolle Sekunden. Durch Parkour, so der 18jährige, teste und erweitere er die Grenzen seines Körpers und seiner Umwelt. Für ihn geht es bei Parkour um die Hindernisse, die ihm die Stadt stellt und die Art, wie er sie überwinden kann. &lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="color: rgb(51, 153, 153);"&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;&lt;strong&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="color: rgb(51, 153, 153);"&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;&lt;strong&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="color: rgb(51, 153, 153);"&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;&lt;strong&gt;Bild: &lt;/strong&gt;Keno Roskam;&lt;/span&gt; &lt;span style="font-size:78%;"&gt;"Passement" -&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(51, 153, 153);"&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;Überwindung des Hindernisses&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_K-43ddzTI00/R0mxe4t2CmI/AAAAAAAAABY/2SDo6QccUGA/s1600-h/Sprung+Mauer.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5136831994171624034" style="margin: 0px 10px 10px 0px; float: left;" alt="" src="http://1.bp.blogspot.com/_K-43ddzTI00/R0mxe4t2CmI/AAAAAAAAABY/2SDo6QccUGA/s200/Sprung+Mauer.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Die Sprünge der beiden, die alle drei Raumdimensionen ausschöpfen verkürzen Distanzen. Schnell sind die Bewegungen. So schnell, dass Details verschwimmen. Was bleibt ist das Bild eines Flüchtenden. „Durch Parkour erlerne ich natürliche Bewegungen, die für den Ernstfall, die Flucht, nützlich sind. Außerdem ist Parkour Freiheit pur! Ich bewege mich wie und wo immer es mir gefällt“, ergänzt Keno.&lt;br /&gt;Andere Traceure wie der ebenfalls 18jährige Bjarne sehen in Parkour auch eine Art des Protestes: „Parkour ist ein wenig Rebellion gegen Normen wie die Begrenzungen die uns die künstliche Umgebung vorschreibt und vor allem gegen gesellschaftliche Sichtweisen. ‚Das ist gefährlich!’ oder ‚Mach nichts kaputt!’ sind Einschränkungen, die sind verständlich aber ‚Das macht man nicht’ ist zum Beispiel ein Satz, den ich nicht abkann.“ Dennoch gehört zu den Grundsätzen von Parkour auch, dass die Sportler ihren Mitmenschen und ihrer Umwelt mit Respekt und Achtsamkeit begegnen. Und so kommentieren die Passanten unaufgeregt und interessiert das Training von Till und Keno: „Guck mal, wie die klettern können!“, sagt ein Mann um die sechzig zu dem Kind, das er an der Hand halt. Kein Schimpfen, keine Empörung, keine Polizei. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="right"&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;&lt;span style="color: rgb(51, 153, 153);"&gt;&lt;strong&gt;Bild:&lt;/strong&gt; Sarah Nitschke; &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="right"&gt;&lt;span style="color: rgb(51, 153, 153);font-size:78%;" &gt;Keno beim "Passement Mureille"&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_K-43ddzTI00/R0mw2It2ClI/AAAAAAAAABQ/h2_ae_95APY/s1600-h/Keno+Passe+Mureille.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5136831294091954770" style="margin: 0px 0px 10px 10px; float: right;" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/_K-43ddzTI00/R0mw2It2ClI/AAAAAAAAABQ/h2_ae_95APY/s320/Keno+Passe+Mureille.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Unterhalb einer 3,2 Meter hohen Mauer atmet Till tief durch, visiert sein Ziel an, nimmt Anlauf, stoppt abrupt, geht zur Ausgangsposition zurück. An den verschiedenen Mauern unterhalb des Michels trainieren Till und Keno den „Passe Mureille“, eine Grundbewegung zur Überwindung einer Mauer. Till lockert sich, konzentriert sich und nimmt erneut Anlauf. Dann der Absprung gegen die Mauer, doch die Hand schon auf der Kante, rutscht er wieder ab.&lt;br /&gt;„Parkour ist wie ein Spiegel immer hart und unverfälscht zu Dir“, reflektiert Steven Käser, Schweizer Parkour-Profi und Mitbegründer der deutschsprachigen Parkour-Plattform ParkourONE. „Es konfrontiert Dich mit Dir selbst im Prozess des Überwindens eines Hindernisses: Wie hast Du das Hindernis gemeistert? Wieso hast Du es erst umgangen? Warum hattest Du Angst? Wie hast Du diese Angst bekämpft? Parkour kann Dir einen Weg zu dir selbst zeigen, wenn Du bereit bist zuzuhören. Wenn ich Parkour ausübe, dann spüre ich, dass ich lebendig bin und spüre die Welt um mich herum intensiver.“ &lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;&lt;span style="color: rgb(51, 153, 153);"&gt;&lt;strong&gt;Bild&lt;/strong&gt;: Sarah Nitschke;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="color: rgb(51, 153, 153);"&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;Till beim Balancieren&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_K-43ddzTI00/R0myKot2CoI/AAAAAAAAABo/yk5wRsWLOZQ/s1600-h/Parkour+-+gel%C3%A4nder+Baumwall+%C3%BCberarbeitet.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5136832745790900866" style="margin: 0px 10px 10px 0px; float: left;" alt="" src="http://4.bp.blogspot.com/_K-43ddzTI00/R0myKot2CoI/AAAAAAAAABo/yk5wRsWLOZQ/s200/Parkour+-+gel%C3%A4nder+Baumwall+%C3%BCberarbeitet.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Ruhig und ganz bei sich steht Keno auf einer kleineren Mauer, ungefähr einen Meter über dem Asphalt. Der 24jährige geht in die Knie, stößt sich ab und landet mit einem Schlusssprung auf einer höher gelegeneren Mauer. „Saut de précision“ – Präzisionssprung heißt diese Bewegung, mit der er in einem Satz je einen guten Meter Breite und Höhe überwunden hat.&lt;br /&gt;„Adrenalin? Nein, Adrenalin“, sagt Keno, „spielt keine Rolle. Es stört nur die Feinmotorik. Ständig unter Adrenalin könnte ich Parkour nicht ausüben. Wichtiger ist, sich nie zu überfordern und immer sicher z&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5136832445143190130" style="margin: 0px 0px 10px 10px; float: right;" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/_K-43ddzTI00/R0mx5It2CnI/AAAAAAAAABg/WfXoejXiyhY/s200/Parkour+-+Garage+Kopie.jpg" border="0" /&gt;u sein. Nur die besten Traceure trainieren in großen Höhen. Es geht nicht um spektakuläre Stunts, Angeberei oder darum, wer der Beste ist. Daher finde ich nicht, dass Parkour eine Extremsportart ist. Ich halte mich damit fit. Nicht mehr und nicht weniger.“ &lt;/div&gt;&lt;div align="right"&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;&lt;span style="color: rgb(51, 153, 153);"&gt;&lt;strong&gt;Bild:&lt;/strong&gt; Sarah Nitschke;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="right"&gt;&lt;span style="color: rgb(51, 153, 153);font-size:78%;" &gt;Keno an der Garage&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;br /&gt;Bereits auf dem Heimweg vom Training fällt Tills Blick auf eine Garage in einer Häuserschlucht, wie es sie zuhauf gibt: „Da müssten wir auch mal rüber!“.&lt;br /&gt;Gesehen, getan. Denn Parkour ist mehr als eine weitere Trendsportart. Parkour ist ein Blickwinkel, ein Stück Straßenkultur und der Dialog zwischen Sportler und Stadt.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/25216035-530603773214109471?l=deernaufreisen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/25216035/posts/default/530603773214109471'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/25216035/posts/default/530603773214109471'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://deernaufreisen.blogspot.com/2007/11/parkour-oder-extremsport-liegt-im-auge.html' title='Parkour oder Extremsport liegt im Auge des Betrachters'/><author><name>Sarah</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12306235937745845666</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_K-43ddzTI00/ShyHJLI9aJI/AAAAAAAAA_A/0J27FdAFUDI/S220/Unbenannt-1+Kopie.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_K-43ddzTI00/R0qzkIt2CtI/AAAAAAAAACU/ZvR_sgsQrdE/s72-c/Br%C3%BCcke+gegenl.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-25216035.post-4019519922264108424</id><published>2007-07-08T18:48:00.001+02:00</published><updated>2008-12-08T13:12:35.511+01:00</updated><title type='text'>Die Moral von der Geschicht´</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style="color: rgb(102, 51, 102);font-size:78%;" &gt;&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="color: rgb(102, 102, 102); font-weight: bold;"&gt;Geschrieben am 8. Juli 2007 in Hamburg (Deutschland):&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;Nun bin seit bereits unglaublichen 10 Monaten wieder in Deutschland. Wo ist nur die Zeit geblieben? Einen Umzug, eine Magisterarbeit, drei Mitbewohner, einen Geburtstag und einen deutschen Winter später ist aus gegebenem Anlass nun der Augenblick, mein Jahr in Lateinamerika zu resümieren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was soll ich sagen? Deutschland hat wirklich seine Vorteile. Gut, das Wetter gehört nicht dazu, aber der Alltag ist grüner, die Stadtluft sauberer, die Familie näher, das Essen leckerer, die Armut geringer und die Dinge, die ich brauche, einfacherer zugänglich. Trotzdem kann ich nicht leugnen, dass mich das Heim- oder Fernweh (das kommt auf den Blickwinkel an) doch dann und wann packt, und dann sehne ich mich meistens nach den Menschen, die uns Nordeuropäern in zumindest vier Dingen einiges voraus habe: Gelassenheit, Lebensfreude, Herzlichkeit und Offenheit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_K-43ddzTI00/RpEWEOLgLYI/AAAAAAAAAAM/592fwHrnzCM/s1600-h/gelassenheit+2.JPG"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5084869716059630978" style="margin: 0px 10px 10px 0px; float: left;" alt="" src="http://4.bp.blogspot.com/_K-43ddzTI00/RpEWEOLgLYI/AAAAAAAAAAM/592fwHrnzCM/s320/gelassenheit+2.JPG" width="209" border="0" height="275" /&gt;&lt;/a&gt;Die beinahe schon sprichwörtliche Gelassenheit der Latinos („Mañana!“) hat wohl schon so manchen Gringo zur Verzweiflung gebracht. Doch man muss sich einlassen auf das veränderte Tempo, nicht umsonst sind hierzulande Ratgeber, die „Entschleunigung“ predigen ein Verkaufsrenner. Denn siehe da, auch wenn nicht immer alles sofort und 100%ig funktioniert, so geht die Welt davon nicht unter. Wenn der Busfahrer auf einer 14-stündigen Busfahrt durch einen Ort kommt, in dem einer seiner Kumpel eine Party schmeißt, dann bleibt er dort ein Stündchen und alle kommen eben etwas später an. Na und? Zeit ist nicht Geld, sondern Lebensqualität. Brechen die Holzkähne, die als Fähre über einen Flussarm dienen, beinahe zusammen, dann werden eben die Passagiere auf ein sichereres Bötchen geladen und getrennt vom Bus übergesetzt. Wo ist das Problem? Das Leben läuft auch jenseits von sklavischen Zeitplänen und TÜV-Bestimmungen. Das Loslassen von europäischen Maßstäben hat einen entschiedenen Vorteil: die Erwartungen sinken auf ein Minimum und das erhöht die Zufriedenheit. Wer nichts erwartet kann auch nicht enttäuscht werden. Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass die Deutschen ein Volk der Meckerer, Beschwerer und Nörgler sind. Warum eigentlich? Ich finde nicht, dass wir großartig Grund haben, uns zu beschweren.&lt;br /&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_K-43ddzTI00/RpEXh-LgLaI/AAAAAAAAAAc/pW-5_P2ZsD4/s1600-h/lebensfreude.JPG"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5084871326672367010" style="margin: 0px 0px 10px 10px; float: right;" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/_K-43ddzTI00/RpEXh-LgLaI/AAAAAAAAAAc/pW-5_P2ZsD4/s320/lebensfreude.JPG" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Obwohl – Geld macht nicht glücklich, das ist bekannt. An materiellem mangelt es uns nicht, aber vielleicht etwas an Lebensfreude. Mich hat es immer wieder fasziniert, wie selbst diejenigen, die in meinen europäischen Augen aufgrund ihrer Armut sehr unglücklich sein müssten, so viel Lebensfreude ausstrahlen konnten. Ich denke, dass wer nicht viel hat, versucht aus dem, was ihm bleibt das Beste herauszuholen. Wer sich keine Gedanken machen braucht, welches Navigationsgerät er sich anschafft, der hat Zeit, um vielleicht einen Plausch mit seinem Nachbarn zu halten. Und da Materielles nicht glücklich macht, ist der Klöner vielleicht zufriedener als der Autofahrer. Wer hart arbeitet und kaum Freizeit hat, der genießt diese vielleicht intensiver. Vielleicht ist der Tänzer zufriedener als der Shopper. Müssten wir weniger besitzen, um glücklicher zu sein?&lt;br /&gt;Ebenfalls beeindruckt hat mich die offene Herzlichkeit, mit der man mir immer wieder begegnet ist. Sicher kann ich nicht immer unterscheiden, inwieweit die mir entgegengebrachte Sympathie mir oder meiner Kaufkraft galt. Hinzu kommt auch, dass ich als Weiße und Europäerin eine Exotin war, der man oft mit einer freundlichen Neugier begegnet ist, die man für eine Landsmännin verständlicherweise nicht erübrigt hätte. Gepaart war die Neugier mit einigen Vorurteilen, die mir immer wieder begegneten, wie zum Beispiel dem, dass ich superreich wäre. &lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_K-43ddzTI00/RpEYYuLgLcI/AAAAAAAAAAs/akb53LsU3bk/s1600-h/herzlichkeit.JPG"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5084872267270204866" style="margin: 0px 10px 10px 0px; float: left;" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/_K-43ddzTI00/RpEYYuLgLcI/AAAAAAAAAAs/akb53LsU3bk/s320/herzlichkeit.JPG" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Für viele Menschen war die Tatsache, dass ich es mir leisten konnte in einem Restaurant zu essen gleichbedeutend damit, dass ich mir auch ohne weiteres für 500 Dollar einen Flug auf die Osterinseln leisten könnte. Dennoch – ich meine auch beobachtet zu haben, dass insgesamt die Menschen in Lateinamerika auch untereinander herzlicher miteinander umgehen. Dies merkt man insbesondere im Familiären. Die Familie hat dort – so wie ich es oft empfunden habe – einen für uns manchmal kaum noch nachzuempfindenden Stellenwert. Familienmitglieder kommen immer an erster Stelle und die Sorge um sie kommt oft einer Selbstaufgabe gleich. Kinder und Mütter werden uneingeschränkt geliebt und gelobt. Ich glaube, persönliche Kritik an den eigenen Kindern oder der eigenen Mutter, die über erzieherische Ermahnungen wie Tischmanieren etc. hinausgehen sind weitestgehend unbekannt. Einerseits habe ich diesen sehr liebevollen Umgang miteinander als sehr schön empfunden, allerdings war er mir an anderen Stellen auch oft zu unreflektiert und unkritisch. Und auch ich als Fremde kam mehr als einmal in den Genuss einfach aufgenommen zu werden und für eine begrenzte Zeit einfach dazu zugehören, ohne dass ich irgendetwas leisten oder mich sonst wie beweisen musste. &lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_K-43ddzTI00/RpEXiuLgLbI/AAAAAAAAAAk/7yDfZOmvRkA/s1600-h/Offenheit+2.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5084871339557268914" style="margin: 0px 0px 10px 10px; float: right;" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/_K-43ddzTI00/RpEXiuLgLbI/AAAAAAAAAAk/7yDfZOmvRkA/s320/Offenheit+2.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Wahrscheinlich habe ich mich wegen dieser akzeptierenden Herzlichkeit in dem ganzen Jahr kaum einsam gefühlt.&lt;br /&gt;Mit jemandem ins Gespräch zu kommen war nie schwer. Mir erscheinen „die Latinos“ wesentlich offener als wir Nordeuropäer. Wo man zusammen kommt, sei es in der Kneipe oder im Wartesaal eines Busbahnhofes, unterhält man sich wesentlich schneller mit Fremden, als hier zu Lande. Mehrfach wurde ich Zeugin, wie sich aus einfachen Small Talks erhitzte Diskussionen entfachten, in die sich immer mehr und mehr bis dahin unbeteiligte Fremde einmischten. Die Dynamiken waren überwältigend und für mich gänzlich neu.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie schön wäre es ein wenig mehr Gelassenheit, Lebensfreude, Herzlichkeit und Offenheit nach Europa tragen zu können. Aber letztlich bin ich auch „nur“ eine distanzierte, verhaltene aber auch zuverlässige und treue europäische Seele, die geprägt wird, durch das was sie gerade umgibt. So ist das wohl.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Tja, und nun habe ich ihn doch noch geschrieben, den Artikel über die generalisierenden Vergleiche, gegen den ich mich immer gewehrt habe. &lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/25216035-4019519922264108424?l=deernaufreisen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/25216035/posts/default/4019519922264108424'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/25216035/posts/default/4019519922264108424'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://deernaufreisen.blogspot.com/2007/07/die-moral-von-der-geschicht.html' title='Die Moral von der Geschicht´'/><author><name>Sarah</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12306235937745845666</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_K-43ddzTI00/ShyHJLI9aJI/AAAAAAAAA_A/0J27FdAFUDI/S220/Unbenannt-1+Kopie.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_K-43ddzTI00/RpEWEOLgLYI/AAAAAAAAAAM/592fwHrnzCM/s72-c/gelassenheit+2.JPG' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-25216035.post-115584536811626882</id><published>2006-08-17T22:06:00.002+02:00</published><updated>2008-12-08T13:15:05.105+01:00</updated><title type='text'>Herbergseltern und Menschen in Bussen</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="color: rgb(102, 51, 102);"&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(102, 102, 102);font-size:85%;" &gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Geschrieben am 14. August 2006 in Santiago (Chile):&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Herbergseltern und Busnachbarn waren auf meiner Reise ebenso interessante wie selbstverständliche Bekanntschaften. So selbstverständlich, dass ich von diesen Menschen eigentlich nie Fotos gemacht habe. Sie waren einfach da. Und dann fuhr ich weiter. Eine herzliche Verabschiedung, gute Wünsche werden mit auf den Weg gegeben, ein letztes Mal gewunken und das war´s dann. Augenscheinlich. Doch genau diese flüchtigen, beiläufigen Begegnungen waren am aufschlussreichsten. Die Wahrheit liegt wohl im Detail.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf einer Busfahrt in Bolivien beispielsweise, hatte ich einige Stunden eine Bolivianerin als Sitznachbarin, die nicht viel älter als 50 Jahre zu sein schien. Aber Indígenas hatten für mein ungeschultes, europäisches Auge zumeist ohnehin nur drei Alter: Kind, Erwachsener und Greis. Meine Sitznachbarin, in ihrer traditionellen und sehr einfachen Kleidung, erzählte nun also klar und munter von ihrer Familie: acht Kinder, 26 Enkel und sogar einen Urenkel gäbe es bereits. Und alle seien mehr oder weniger wohl geraten, sicherlich, der eine oder andere mache mal Sorgen, aber im Großen und Ganzen ginge es schon einigermaßen. Glück hätten ihre Kinder gehabt. Alle hätten gut geheiratet, keiner der Männer würde über das Maß trinken oder prügeln, die Ehefrauen seien alle sehr sittsam und sauber. Eine gute Familie. Arm ja, aber eine anständige Familie! Nun sei sie auf dem Weg nach Oruro, um ihren Sohn und seine Familie zu besuchen, die sie seit acht Jahren nicht gesehen hätte, des Geldes wegen. Das kleine Stückchen Land in den Bergen werfe eben nur das Nötigste ab und manchmal noch nicht einmal das. Ich drücke mein Bedauern darüber aus, dass sie aufgrund finanzieller Schwierigkeiten ihre Familie so wenig sehen kann. Nun bin ich an der Reihe und erzähle von meiner Familie und meinem Leben in Deutschland: dass ich keine Geschwister habe, dass meine Eltern sich getrennt haben und dass beide wieder geheiratet haben. Für mich, ist dies eine Familiengeschichte von vielen, nichts besonderes, für mein Gegenüber jedoch, ein Anlass zu herzlicher Anteilnahme: „Du Arme!“, ruft sie bestürzt. „Da möchte ich aber nicht mit Dir tauschen!“&lt;br /&gt;Es entstand eine Pause, während der ich dachte, dass ich auch nicht mit ihr tauschen möchte. Und einvernehmlich schweigend freuten wir uns unseres bescheidenen Glücks.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In Puerto Wiliams wohnten Susann und ich – äußerst gemütlich – in einem kleinen Zimmer mit Bad und Kaminofen, das uns ein chilenisches Ehepaar vermietete. Im ersten Stock des Hauses, betrieben die beiden ein „Restaurant“ mit Meerblick, das ich eher als einen Aufenthaltsraum mit eingeschränkter Bewirtung bezeichnet hätte. Spezialität des Hauses: Bieber (etwas knochig und mit leichtem Wildgeschmack). Der Mann war früher beim Militär und nun, nach der Pensionierung, versuchen sie sich durch den Tourismus über Wasser zu halten. In den siebziger Jahren, so erzählte er, hätte er sieben Monate bei der Bundeswehr in Kiel zu Fortbildungszwecken verbracht. Unser rauer, aber sehr herzlicher Vermieter, der uns morgens im täglichen Wechsel mit seiner Frau ganz rührend fürsorglich das Frühstück servierte, konnte noch genau einen deutschen Satz, der in jeder Lebenslage hilfreich sein muss. Er lautete: „Sing!, mein Freund!“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Die Vermieter des Praktikantenhauses in La Paz, waren so arm, dass sie monatelang in ihrem Ferienhaus in den subtropischen Yungas verbringen mussten. Verständlich, dass sie mit uns um jeden Boliviano feilschen mussten, uns die Mietpreise falsch berechneten, Wechselgeld nicht wiedergaben und gerne mal am Samstagmorgen um 8Uhr wild gegen die Zimmertüren hämmerten, um die Miete einzutreiben. Johnny, der Junge, der als „Mädchen für alles“ gnädigerweise in einer Art Loch unter unserem Trakt wohnen durfte, wurde eigentlich mehr wie ein Sklave gehalten. Unsere Vermieterin beschwerte sich gerne darüber, wie undankbar er doch sei, nach allem, was sie für ihn getan hätte! Auch kleineren Reklamationen unsererseits, dass es zum Beispiel nicht ein brauchbares Messer gäbe, wurden erst nach Drohungen mit kollektiven Auszug Beachtung geschenkt und die Messer mit dem Aufsehen eines Staatsaktes zum Schleifen gebracht. Doch eines schönen Sonntags, den wir alle außerhalb La Paz´ verbracht hatten, wendete sich das Blatt. Als wir ins Haus zurückkamen, fanden wir alle unsere Zimmer frisch gestrichen vor. Auf Abdeckplanen oder ein Ausräumen unserer Sachen hatte man jedoch verzichtet und dankenswerter Weise die Türen zu den Zimmern, in denen sich Pässe, Laptops und Kreditkarten befanden offen gelassen, damit die Dämpfe der Lackfarbe ausdünsten könnten. Unsere Empörung über diese Überrumpelungsaktion stieß auf Unverständnis. Anlaß der Verschönerungsaktionen war die Mitarbeiterin der deutschen Handelskammer, die sich zur jährlichen Inspektion angekündigt hatte. Im Rahmen der Konstruktion dieses potemkinschen Dorfes wurden wir auch alle acht zum Essen bei den Señores in ihrem feinen Repräsentierzimmer eingeladen. Das Essen selbst viel dafür dann umso bescheidener aus. Und dort saßen wir dann und speisten, tauschten Liebeswürdigkeiten aus und heuchelten Interesse. Doch diese Farce gab auch Gelegenheit unsere Vermieter ein wenig näher kennenzulernen, zum Beispiel, dass sie fünf Kinder haben, von denen zwei in den USA leben und dass alle ihre in Bolivien verbliebenen Enkelkinder auf eine deutsche Privatschule gehen. Als Florian und ich von unserem Aymarakurs erzählten berichteten sie, dass sie 15 Jahre lang eine Aymara als Haushälterin gehabt hätten. Eine echte Perle!&lt;br /&gt;„Und?“ fragten wir nach. „Haben sie noch einige Wörter Aymara in Erinnerung?“&lt;br /&gt;„Behalten?“ ist die ungläubige Reaktion. „Wir haben sie nie nach ihrer Sprache gefragt!“&lt;br /&gt;Immerhin sind Aymara und zwei weitere indigene Sprachen neben Spanisch gleichberechtigte Amtssprachen in Bolivien und es gibt auch Bolivianer, die kein Spanisch sprechen.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5137120474239994610" style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center;" alt="" src="http://bp0.blogger.com/_K-43ddzTI00/R0q32ot2CvI/AAAAAAAAACk/kOPueVpZ56E/s320/S4300001.JPG" border="0" /&gt;Diese und noch viele weitere Begegnungen dieser Art bereicherten meine Reise und ließen mich Länder und Leute mehr und mehr verstehen. Doch sie alle hier aufzuzählen, würde eindeutig den Rahmen sprengen. Zum Schluss muss an dieser Stelle aber selbstverständlich noch einmal Gaby erwähnt werden, die Mutter aller Herbergsmütter, der am besten ein eigenes Buch gewidmet werden sollte. Doch für dieses Mal will ich es bei einem Bild von ihr, stellvertretend für alle guten Seelen, die meinen Weg kreuzten, belassen.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/25216035-115584536811626882?l=deernaufreisen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/25216035/posts/default/115584536811626882'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/25216035/posts/default/115584536811626882'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://deernaufreisen.blogspot.com/2006/08/herbergseltern-und-menschen-in-bussen_17.html' title='Herbergseltern und Menschen in Bussen'/><author><name>Sarah</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12306235937745845666</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_K-43ddzTI00/ShyHJLI9aJI/AAAAAAAAA_A/0J27FdAFUDI/S220/Unbenannt-1+Kopie.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://bp0.blogger.com/_K-43ddzTI00/R0q32ot2CvI/AAAAAAAAACk/kOPueVpZ56E/s72-c/S4300001.JPG' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-25216035.post-115238299415000214</id><published>2006-07-08T20:09:00.001+02:00</published><updated>2008-12-08T13:18:01.786+01:00</updated><title type='text'>Hurra, hurra...!</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="color: rgb(102, 102, 102); font-weight: bold;"&gt;Geschrieben am 07. Juli 2006 in Santiago (Chile)&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;&lt;span style="color: rgb(102, 51, 102);"&gt;&lt;strong&gt;:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt; &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Die Kinder rennen gehetzt durch die Straßen Santiagos. Aus der Vogelperspektive sehen sie aus, wie eine dunkelblaue gallertartige Masse, die sich durch die beinahe menschen- und autoleere Innenstadt schiebt. Vorne aus dem Schwarm hört man Rufe und Arme staken hervor und fuchteln wild. Der Einzeller verändert seine Form und Richtung. Hinter ihm her jagt das kleine, mächtige Grün: Stiefel, Helme, Schlagstöcke, Schilde, Pistolen und Gasmasken. Es liegt nicht nur Panik in der Luft und die Stadt hält den Atem an.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bis ins ferne, kleine Deutschland sind die Nachrichten von den Protesten der chilenischen Pinguine, wie hier die Schüler aufgrund ihrer Schuluniformen genannt werden, gedrungen. Und in der Tat war vor allem die Disziplin und Besonnenheit, mit der Schülern ihre Proteste organisierten, erstaunlich: Mehrere Wochen lang &lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/1600/Toma.1.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px 10px 10px 0px; float: left;" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/320/Toma.0.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;hielten die Pinguine ihre Schulen besetzt, die sie mit Stühlen und Tischen nach außen hin verbarrikadiert hatten. Jeder Schüler, der seine Schule betreten wollte musste sich ausweisen und wurde registriert. Alles, vom Koch- über den Putzdienst bis hin zur einheitlichen politischen Linie war bis ins kleinste Detail geregelt. Wurden Schulsprecher von Journalisten um Statements gebeten, so wiederholten die Jugendlichen durch die Bank weg die aktuellen Positionen der gewählten, nationalen Schülersprecher. Die Forderungen drehten um eine bessere Ausstattung der Schulen, kostenlose Fahrten in öffentlichen Verkehrsmitteln für Schüler und die Abschaffung der Gebühr für die obligatorischen Aufnahmetests der Universitäten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit den Demonstrationen in den Straßen jedoch kamen die Steinewerfer und mit den Steinewerfern die Eskalation. Schon in den Außenbezirken Santiagos hinderten die &lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/1600/Demo.4.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px 0px 10px 10px; float: right;" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/320/Demo.3.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Carabineros Schüler gewaltsam daran, ins Zentrum zu gelangen. Chilenische Polizisten sind alles andere als zimperlich und der Einsatz von Tränengas war massiv. Atmen, das ist in Santiago ja ohnehin so eine Sache. Doch während der Wochen der Demonstrationen wurden die täglichen Gänge zu einem regelrechten Großangriff auf die Atemwege und die entfesselte Riesenzwiebel verbrüderte sich mit der Käseglocke aus Staub und Abgasen über der Metropole. Die Augen tränen, die Nase juckt und auf der Haut brennt es wie Feuer. Taschentücher und Schirme waren der Verkaufsschlager der ambulanten Händler. In der unterirdischen Metro wurde gar per Lautsprecherdurchsage gebeten, die Fenster der Wagons zu schließen und noch nachts, wenn sich die Straßenschlachten schon längst gelegt hatten, blieb die Luft Gas geschwängert und hie und da tat das eine oder andere Pfützchen aus Kondensat sein Übriges. Wie erst mag es sein, wenn man direkt mit Tränengas beschossen wird? Wasserwerfer, Gas, schreiende Schüler, aggressive Polizisten und kein Durchkommen gehörten dieser Tage zu meinem Alltag, doch in den spannendsten Momenten hatte ich nie meine Kamera dabei.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Chiles Schüler lernen gerade „Demokratie“, eine gute und wichtige Unterrichtseinheit der Jugend einer Gesellschaft, von der sich noch vor 17 Jahren - bei freien Wahlen - unglaubliche 48% für das Regime Pinochets ausgesprochen haben. Wie in Bolivien auch, so ist die ungerechte Verteilung der Einkommen eines der Hauptprobleme. Chile belegt Rang zwölf auf der Hitliste der Länder mit ungleicher Einkommensverteilung &lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/1600/Wasserwerfer.2.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px 10px 10px 0px; float: left;" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/320/Wasserwerfer.0.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;(am ungerechtesten werden die Einkommen in Namibia [Platz 1] und am gleichmäßigsten in Dänemark [Platz 124] verteilt; Deutschland belegt Platz 110). Chiles Schüler wehren sich nicht nur gegen die gesellschaftlichen Probleme, die daraus resultieren (die Universitäten in Chile sind bis auf eine alle privat), sondern auch gegen das konstitutionelle Erbe der Militärregierung. Kurz bevor General Augusto Pinochet sein Amt niederlegte, erließ er ein Gesetz, das besagt, dass jede Änderung des Bildungssystems eine Verfassungsänderung darstellt. Und so ist es bis heute, soll beispielsweise beschlossen werden, dass der offizielle Unterrichtsbeginn eine halbe Stunde später sein soll, so muss dafür die chilenische Verfassung geändert werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Immerhin haben die Schüler einiges erreicht: Es wurde eine Kommission zur Reform des Bildungssystems eingesetzt, der Staat gibt mehr Stipendien für die Uni-Aufnahmetests aus und die Gültigkeit des Schüler-Tickets ist auch ausgeweitet worden. Die Schulen sind ordnungsgemäß übergeben worden, der Unterricht läuft weiter und das Leben in Santiago geht wieder seinen ungeregelten Gang.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/25216035-115238299415000214?l=deernaufreisen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/25216035/posts/default/115238299415000214'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/25216035/posts/default/115238299415000214'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://deernaufreisen.blogspot.com/2006/07/hurra-hurra_08.html' title='Hurra, hurra...!'/><author><name>Sarah</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12306235937745845666</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_K-43ddzTI00/ShyHJLI9aJI/AAAAAAAAA_A/0J27FdAFUDI/S220/Unbenannt-1+Kopie.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-25216035.post-115155160159621879</id><published>2006-06-29T05:05:00.001+02:00</published><updated>2008-12-08T13:16:37.558+01:00</updated><title type='text'>Atmen - muss man machen... kann man aber nicht!</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="color: rgb(102, 102, 102); font-weight: bold;"&gt;Geschrieben am 29. Juni 2006 in Santiago (Chile)&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;&lt;span style="color: rgb(102, 51, 102);"&gt;:&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(0, 0, 0);"&gt;Dies ist der Cerro San Cristóbal, aufgenommen von der Plaza Italia, im Herzen Santiagos, an einem wolkenlosen (!) Morgen mit außergewöhnlicher Smoggbelastung:&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;p align="justify"&gt;&lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/1600/Santiago%20-%20gute%20Sicht%203.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center;" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/320/Santiago%20-%20gute%20Sicht%203.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und dies ist Cerro San Cristóbal, aufgenommen von der Plaza Italia, im Herzen Santiagos, an einem wolkenlosen Morgen mit durchschnittlicher Smoggbelastung:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/1600/P1000804.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center;" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/320/P1000804.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;&lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/1600/P1000806.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px 0px 10px 10px; float: right;" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/320/P1000806.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Auch das Gelbe in dem Einschnitt zwischen den Bäumen ist keine Wolke, sondern die Inkarnation der zweitdreckigsten Luft der Welt (nach der von Mexiko Stadt). Zur Plaza Italia laufe ich von meiner Wohnung aus keine fünf Minuten und mit der Zuverlässigkeit der telefonischen Zeitansage ereilt mich an der Plaza Italia stets der erste Hustenanfall. Ein Gedanke, den ich bei diesen Gelegenheiten mit Vorliebe verdränge ist der, dass ich, wenn ich dort drüben auf dem Hügel stehe und auf die Plaza Italia sehe, sich unter mir ja dieselbe gelbe Suppe ausbreitet... Und überhaupt muss der Smogg für alle Wehwehchen herhalten: der ewige Husten, die verklebten Atemwege, das sich nie lösende Sputum, die schlechte, brennende Haut, die andauernde Abgeschlagenheit, die täglichen Kopfschmerzen, die tägliche Müdigkeit, die Gliederschmerzen, die Beinbrüche, die Tennisarme und das gesamte Unglück dieser Welt!&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Allerdings muss ich die Chilenen, auch wenn der Umweltschutz in diesem Land noch in den Kinderschuhen steckt, diesmal in den Schutz nehmen. Die Autos haben zwar nur in der Ausnahme einen Katalysator, dennoch produzieren fünf Millionen Santiaguinos sicherlich nicht so viel Dreck wie beispeilsweise 20 Millionen Buenairesensis. Und doch hat Buenos Aires (wie der Name schon sagt) kein erhebliches Smoggproblem. Santiago liegt unglücklicherweise, wie Mexiko Stadt auch, in einem Talkessel und außerdem ist die Landschaft an sich schon staubig und das Klima extrem trocken. Und wer hat Schuld an dem Ganzen? Ein spanischer Eroberer (natürlich!): Im 16. Jhd. fühlte sich Pedro de Valdivia an diesem Fleckchen Erde zwischen den Hügeln und den zwei Flüssen so sehr an seine Heimat in der Extremadura erinnert, dass er befand, dies sei der rechte Ort, um eine Siedlung zu gründen, soweit die Legende. In Wahrheit befand sich wohl ein Mapuchedorf in der Nähe und Santiago wurde als Bastion zur Eroberung des Landes gegründet. Der Smogg von heute könnte sicherlich verringert werden, wenn die Regierung dementsprechend handeln würde und die Industrie beispielsweise zum Einbau von Filtern verpflichten würde. &lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Doch auch ohne Frischluft habe ich meinen Spaß!&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/25216035-115155160159621879?l=deernaufreisen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/25216035/posts/default/115155160159621879'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/25216035/posts/default/115155160159621879'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://deernaufreisen.blogspot.com/2006/06/atmen-muss-man-machen-kann-man-aber.html' title='Atmen - muss man machen... kann man aber nicht!'/><author><name>Sarah</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12306235937745845666</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_K-43ddzTI00/ShyHJLI9aJI/AAAAAAAAA_A/0J27FdAFUDI/S220/Unbenannt-1+Kopie.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-25216035.post-114895694284478924</id><published>2006-05-30T04:17:00.001+02:00</published><updated>2008-12-08T13:20:25.427+01:00</updated><title type='text'>Chile ist Weltmeister!!</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="color: rgb(102, 102, 102);font-size:85%;" &gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Geschrieben am 29. Mai 2006 in Santiago (Chile)&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(102, 51, 102);font-size:78%;" &gt;&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;"Aber Chile hat sich doch gar nicht qualifiziert!", werden sich jetzt die Fußball-Kenner echaufieren. Aber ich rede ja auch nicht von der Fussi-WM, sondern von der Tischfußball-WM (Taca Taca, wie es auf Chilenisch so schön lautmalerisch heißt), hier im Goethe-Institut. An drei hochkonzentrierten, bierlastigen Wettkampftagen spielten so illustre Teams wie "Botschaft des Vatikans", "Botschaft der USA", "Los Húsares de la muerte" (zu dt.: "Die Husaren des Todes") oder "Los Individualistas" um den Titel des Taca-Taca-Weltmeisters:&lt;/div&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center;" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/320/P1000711%20Kopie.jpg" border="0" /&gt;&lt;br /&gt;"Los Practicantes" bei ihrer legänderen Niederlage (7:99) gegen die Filmstudenten von "Arcis Team No. 3":&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center;" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/320/P1000655%20Kopie.jpg" border="0" /&gt;&lt;br /&gt;Mein Chef mit Spielern:&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center;" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/320/P1000754%20Kopie.jpg" border="0" /&gt;&lt;br /&gt;Und der Freßkorb mit deutschen Produkten geht an... Team "Chile"!&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center;" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/320/P1000786%20Kopie.jpg" border="0" /&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/25216035-114895694284478924?l=deernaufreisen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/25216035/posts/default/114895694284478924'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/25216035/posts/default/114895694284478924'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://deernaufreisen.blogspot.com/2006/05/chile-ist-weltmeister.html' title='Chile ist Weltmeister!!'/><author><name>Sarah</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12306235937745845666</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_K-43ddzTI00/ShyHJLI9aJI/AAAAAAAAA_A/0J27FdAFUDI/S220/Unbenannt-1+Kopie.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-25216035.post-114895044162135873</id><published>2006-05-30T02:35:00.001+02:00</published><updated>2008-12-08T13:22:51.248+01:00</updated><title type='text'>„Es ist alles in Ordnung, solange ich nicht krank werde.“</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="color: rgb(102, 102, 102); font-weight: bold;"&gt;Geschrieben am 29. Mai 2006 in Santiago (Chile)&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(102, 51, 102);"&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;„Es ist alles in Ordnung solange ich nicht kranke werde“, mein Mitbewohner Rodrigo redet über seine finanzielle Situation. „Wenn ich ernsthaft krank würde, wäre das mein Ruin“. Rodrigo ist 32 Jahre alt, hat studiert, arbeitet volltags in einer Softwarefirma mit guter Auftragslage und ist zum Glück gesund.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit 40,3Grad Körpertemperatur betrete ich das städtische Krankenhaus des chilenischen Küstenortes Pichilemu. Das Gebäude ist weder alt noch neu, ein verwinkelter Bungalow, der für mein Verständnis von "Krankenhaus" zu klein ist. Schon von außen dringt der Verfall aus jeder Ritze. Die Glastür zur Rezeption hat einen großen Sprung. Sie scheppert und wackelt verdächtig, der Linoleumboden quietscht unter meinen Turnschuhen. Die Schwester hinter dem Fensterchen mit dem viel zu kleinen Sprechloch ist nett und gibt sich sichtlich Mühe meine vom Fieber verwaschenen, auf Spanischen gestammelten Erklärungen über meinen Gesundheitszustand zu verstehen. Ich bin allein. Vom Fensterrahmen plättert der Lack ab. Da es schon kurz nach Mitternacht ist, muß ich nicht lange warten, bis ich in das Behandlungszimmer gebeten werde. &lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/1600/Bild155.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px 10px 10px 0px; float: left;" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/200/Bild155.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Ich trete durch eine Tür, die aussieht wie die Tür zu meinem ersten Klassenzimmer und befinde mich in einem OP-Saal aus der Zeit des zweiten Weltkrieges. Auf der Bahre liegt ein bärtiger Offizier, Kopfschuß, alles ist voller Blut und es riecht nach Penner und billigem Fusel. Die Schwester schiebt mich an dem Verwundeten vorbei, durch einen Vorhang in das dahinterliegende, kleine Behandlungszimmer. Ohne ein Wort zu verlieren macht sie sich an meinem Kragen zu schaffen und schiebt mir ein Fieberthermometer unter die Achsel. „Ay!“, ruft sie aus, als sie es abliest. Das hätte ich ihr auch gleich sagen können. Ich zeige ihr die 10cm messende Schwellung an meinem Oberschenkel. Ein Mückenstich hat sich, wohl aufgrund der massiven Gabe von Antibiotika, die mir wegen meiner Zahnoperation in Bolivien zu Teil wurde, entzündet. &lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/1600/Pichilemu%20-%20Kanuele%201.1.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px 0px 10px 10px; float: right;" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/200/Pichilemu%20-%20Kanuele%201.1.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Ich werde örtlich betäubt und der Arzt schneidet die Beule auf, um den Eiter herauszulassen. Zum Abschluß bekomme ich eine Kanüle gelegt, durch die mir 240ml Wasser-Antibiotika-Lösung injiziert werden und man weist mich an, morgens um sechs zur nächsten Behandlung wiederzukommen. Mehr als geschafft gehe ich zurück ins Hostal, das zum Glück gleich um die Ecke liegt.&lt;br /&gt;Fünf Tage lang werde ich mich alle sechs Stunden – morgens um sechs, mittags um zwölf, abends um sechs und nachts um zwölf – im Krankenhaus von Pichilemu einfinden. Bei jedem Besuch werden mir 240ml Wasser-Antibiotika-Lösung in die Vene gejagt. Einmal täglich drückt mir eine hoffnungslos überarbeitete Schwester unter meinen Schmerzensschreien die Wunde aus wie einen überdimensionalen Pickel und reinigt sie. Nach einigen Tagen, als der Stich fast nicht mehr eitert, hat sich unter der Haut ein Hohlraum gebildet, in den sich locker zwei Tupfer schieben lassen. Die Schwestern arbeiten mit flinker, geübter Hand und vorbildlich steril. Dennoch muß ich jedes Mal mit Ekel- und Beklemmungsgefühlen kämpfen. Die weißen Laken auf den Behandlungsliegen sind &lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/1600/Bild154.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px 10px 10px 0px; float: left;" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/200/Bild154.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;gewaschen und gestärkt, aber alte, nun gelbliche Blutflecken sind dennoch zu sehen. Ein Laken hat einen großen Riss. Die metallenen Liegen, Tische, Stühle und Infusionsständer rosten. Eine Deckenplatte löst sich, die Wände sind fleckig und das Neonlicht flackert. Es ist nicht dreckig, es wird nicht geschlampt, es ist nur alles abgenutzt, verfallen. Tagsüber stapeln sich auf den Gängen die Menschen: Vor den Behandlungstüren wartet eine Schwangerschaft neben Zahnschmerzen, ein Beinbruch neben einer Diabetis, ein Durchfall neben einem Surfunfall, eine Routineuntersuchung neben einem entzündeten Mückenstich. Wenn die Tür ins Allerheiligste einmal passiert ist, heißt dies nicht, dass das Warten dann ein Ende hat. In den drei durch Vorhänge getrennten Behandlungszimmer stehen vier Liegen, die immer besetzt sind. Hinter dem Behandlungszimmer befindet sich ein weiterer Flur, auf dem weitere Kranke auf weiteren Liegen warten. Einmal, es war kein Platz &lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/1600/Bild152.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px 10px 10px 0px; float: left;" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/200/Bild152.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;mehr für mich, setzt man mich kurz entschlossen in den privaten Rollstuhl einer alten Dame. Manchmal spiele ich mit dem Gedanken, mir morgens beim Sechs-Uhr-Termin einfach eine der Liegen mit einem Handtuch zu reservieren. Die kurze Zeit zwischen den Behandlungen verbringe ich alleine im Hostalzimmer, liegend, damit sich die Entzündung nicht im Körper verteilt. Aus ist der Surfspaß!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das chilenische Gesundheitssystem besteht aus einem privaten und einem öffentlichen Sektor. Die öffentliche Krankenversicherung teilt seine Mitglieder in fünf verschiedene Gruppen anhand ihres Einkommens ein. Wer gar nichts hat, der muß auch weder Beiträge noch Eigenleistungen zahlen. „Aber warum, wenn doch die Gesundheitsversorgung für die Armen gratis ist“, frage ich meinen Tandem-Partner, der Arzt ist, „haben so viele von Susanns und Claudias Patienten keine Krücken, keine Rollstühle, keine Pflegebetten, keine Windeln, obwohl sie sie doch so offensichtlich bräuchten?“.&lt;br /&gt;„Der Staat hat eben zu wenig Geld“, so die einfache Antwort.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/1600/Santiago%20-%20Patienten%206.4.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px 0px 10px 10px; float: right;" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/200/Santiago%20-%20Patienten%206.4.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Susann und Claudia arbeiten bei der deutschen Stiftung „Cristo Vive“ in einer Armensiedlung als Krankenschwester/Ergotherapeutin und Physiotherapeutin. Nach einem halben Jahr ebenso konsequenter wie belastender Arbeit, machen ihre Patienten gute Fortschritte: Ein Mann mit Schlaganfall könnte jetzt wieder gehen, aber er wird nicht gehen, da es von der öffentlichen Krankenversicherung keinen adäquaten Gehstock für ihn gibt. Seine Angehörigen müssten wieder und wieder zum Amt fahren und um diesen Stock betteln. Und selbst wenn die Familie, die in der ärmlichsten Hütte lebt, die ich in diesem Land je gesehen habe, das &lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/1600/Stock%202.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px 10px 10px 0px; float: left;" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/200/Stock%202.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Geld für die Busfahrten hätte (ca. 50Cent pro Fahrt), wäre es nicht sicher, dass sie auch einen Stock bekämen. In einer ähnlichen Situation befindet sich noch ein weiterer Schlaganfallpatient, der nun durch die kontinuierlich trainierten Übungen wieder sitzen kann. Eine Fähigkeit, die ihm ohne Rollstuhl aber nur bedingt hilfreich ist. „Cristo Vive“, die keine staatliche Unterstützung erhält und sich ausschließlich durch Spenden finanziert, kann ebenfalls weder einen Rollstuhl noch Krücke erübrigen. Als meine Mutter, die Chile nicht nur erfüllt mit Bildern von bewegenden Landschaften, sondern auch erfüllt mit Bildern von Armut, verlassen &lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/1600/Santiago%20-%20Don%20Manuel%202%20Kopie.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px 0px 10px 10px; float: right;" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/200/Santiago%20-%20Don%20Manuel%202%20Kopie.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;hat, von der Situation der beiden Schlaganfallpatienten erfährt, erklärt sie sich bereit den Rollstuhl und den Vierpunktstock zu spenden. In einem kleinen Santitätshaus im feinen Stadtteil Las Condes erstehen Claudia und ich einen Stock (30 Euro) und einen Rollstuhl in einfachster Ausführung (165 Euro), die wir mit öffentlichen Verkehrmitteln einmal durch die Stadt zu ihren neuen Besitzern transportieren. Mit vereinten Kräften träufelen wir so einen Tropfen auf den heißen Stein der öffentlichen Gesundheitsversorgung in Chile.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Rodrigo ist privatversichert. „Gesundheit“ ist der zweitertragreichste Wirtschaftszweig im neoliberalen Chile. Letzten Monat hat er einen Brief von seiner Krankenversicherung bekommen, in dem ihm mitgeteilt wurde, dass man ihm für seinen jetzigen Beitrag leider nicht mehr dieselben Leistungen anbieten könne, man lade ihn jedoch ein, sich über Alternativen zu informieren. Im Krankheitsfall müsste er immer auch einen Eigenanteil leisten. Hinzu kommt, dass „Lohnfortzahlung im Krankheitsfall“ in Chile ein Arbeitnehmertraum ist. Eine ernsthafte Krankheit wäre Rodrigos finanzieller Ruin.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jetzt wo ich wieder in Santiago bin, habe ich keine Sorgen mehr krank zu werden. Meine private Auslandskrankenversicherung, die mich als Studentin 35Euro monatlich kostet, übernimmt 100% der Behandlungskosten und das selbst in den besten Privatkliniken, in denen Ambientalmusik durch die marmorbefließten Flure schallt.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/25216035-114895044162135873?l=deernaufreisen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/25216035/posts/default/114895044162135873'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/25216035/posts/default/114895044162135873'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://deernaufreisen.blogspot.com/2006/05/es-ist-alles-in-ordnung-solange-ich.html' title='„Es ist alles in Ordnung, solange ich nicht krank werde.“'/><author><name>Sarah</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12306235937745845666</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_K-43ddzTI00/ShyHJLI9aJI/AAAAAAAAA_A/0J27FdAFUDI/S220/Unbenannt-1+Kopie.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-25216035.post-114603447625653740</id><published>2006-04-26T08:06:00.009+02:00</published><updated>2008-12-08T13:45:25.652+01:00</updated><title type='text'>Fast die Arche</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="color: rgb(102, 102, 102); font-weight: bold;"&gt;Geschrieben am 24. April 2006 in Santiago (Chile)&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(102, 51, 102);"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;:&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/1600/Alpaca.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px 10px 10px 0px; float: left;" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/200/Alpaca.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/1600/Affe.jpg"&gt;&lt;/a&gt;&lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/1600/Affe.1.jpg"&gt;&lt;/a&gt;&lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/1600/Affe.2.jpg"&gt;&lt;/a&gt;Dieser Eintrag ist eine kleine Reminiszenz an all die Tiere, die ich mich aufmachte zu sehen und nicht sah und eine kleine nachträgliche Rechtfertigung für die Mühen, die ich dafür auf mich nahm. Stellvertretend für die Schwänzer des Touristenprogramms, zeige ich &lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/1600/Affe.0.jpg"&gt;&lt;/a&gt;hier einige Bilder derjenigen Tiere, die sich - mal mehr, mal weniger pflichtbewusst - für ein Foto zur Verfügung hielten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/1600/K??he.0.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px 10px 10px 0px; float: left;" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/200/K%3F%3Fhe.0.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Von so seltenen und manchmal auch gleichzeitig scheuen oder gar nachtaktiven Gesellen, wie den Maras, einer putzigen Mischung aus Reh und Hase, den Pudús, dem kleinsten Wild der Welt, dem fast ausgestorbenen Huemul oder dem berüchtigten Puma, will ich ja gar nicht erst anfangen. Die folgenden Geschichten gelten derjenigen Fauna, die „normalerweise“ zu sehen ist, doch das Glück ihr zu begegnen mir einfach nicht vergönnt war.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/1600/Aligator.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px 0px 10px 10px; float: right;" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/200/Aligator.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Die erste Erfahrung dieser Art ereignete sich im bolivianischen Dschungel. Höhepunkt der organisierten dreitägigen Tour durch die dichte Pampa zwischen den zahlreichen Seitenarmen des Amazonas sollte, sie sein, die Anakonda! Sie ist eine der größten Würgeschlangen der Welt und kann bis zu neun Meter lang und 150 Kilo schwer werden. Ihre Beute, Säugetiere und Vögel, erdrückt oder zerquetscht sie mit ihrem Körperchen so zu appetitlichen Häppchen. Sie zu finden zogen &lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/1600/Papagei.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px 10px 10px 0px; float: left;" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/200/Papagei.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;wir also begleitet von einem bolivianischen Führer los. Über 30 Grad, strömender Regen und eine nicht allzu atmungsaktive Regenbekleidung machten den über zweistündigen Marsch durch mannshohes Gras, überschwemmte Wiesen und Sumpflandschaften nicht weniger abenteuerlich. Irgendwann, schon unzählige Male hätte ich meine Gummistiefel um ein Haar nicht &lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/1600/Warikari.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px 0px 10px 10px; float: right;" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/200/Warikari.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;mehr aus dem Morast ziehen können, erreichten wir eine Lagune, die die ultimative Heimstätte der Anakonda sein sollte. Schon auf dem Weg stach unser Guide mit seinem riesigen Wanderstock eifrig in die üppige Vegetation, um Anakonda aufzustöbern. Aber, so erklärte er uns, bei Regen verkröche sie sich. Dennoch ließ er&lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/1600/Pferd.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px 10px 10px 0px; float: left;" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/200/Pferd.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt; uns am Ufer der Lagune zurück und verschwand mitsamt seiner Kleidung in selbiger, um Anakoda abzuholen. Wir warteten und warteten, eine halbe Stunde verstrich, eine Stunde wurde voll und wir warteten. Langsam begann ich mich ein wenig zu langweilen und verließ unseren Rastplatz, um zur Abwechslung einen Blick hinter die &lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/1600/Kolibri.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px 0px 10px 10px; float: right;" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/200/Kolibri.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Büsche, die uns umgaben, zu werfen. Doch was mich dort erwartete ließ mir den Atem stocken: Alligatorhäute und –gerippe, daneben eine menschliche Hose und Schuhe. Alligatorfrühstück? Menschenfrühstück? Aus einer gewissen Distanz vom Boot aus, konnte ich mit unseren sauropsiden Freunden ja ganz gut, aber so unmittelbar… und was, wenn jetzt einer direkt vor mir auftauchen würde? Das wäre mir ganz sicher nicht recht gewesen! Rasch setzte ich die anderen über meinen &lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/1600/V??gelchen.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px 10px 10px 0px; float: left;" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/200/V%3F%3Fgelchen.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Fund in Kenntnis und eine gewisse Aufregung befiehl unsere ansonsten sehr entspannte, kleine Reisegruppe. Und wo blieb überhaupt der Guide? Mittlerweile waren schon zwei Stunden ohne ein Zeichen von ihm oder der Anakonda verstrichen. Tendenzen zur Meuterei zeigten sich; der Portugiese wollte den Rückweg alleine finden, wenn unser Führer in einer Viertelstunde nicht wieder auftauchen würde. Immerhin sei ja auch Zeit für das Mittagessen. Ich fand das gar keine gute Idee und zeigte mich entschlossen zu bleiben wo ich war, bis der Guide wieder &lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/1600/Flamingo.0.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px 10px 10px 0px; float: left;" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/200/Flamingo.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;auftauchen würde. Wahrscheinlich, so mutmaßte ich, ist er auf eine Chicha in einem Eingeborenendörfchen eingekehrt und macht mit dem Wirt gerade derbe Touristenwitze. Meine These fand allgemeinen Zuspruch und so warteten wir dann auch nicht mehr lange, bis der Bolivianer aus dem Dickicht, das den See umgab wieder auftauchte – ohne Anakonda versteht sich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zwar befand ich mich nicht auf Rachefeldzug für ein fehlendes Bein, aber sicherlich stand ich Kapitän&lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/1600/Pelikan.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px 0px 10px 10px; float: right;" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/200/Pelikan.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt; Ahab in Punkto „Eifer bei der Walsuche“ in nichts nach. Einen halben Tag lang stand ich beharrlich an der Steilküste der Peninsula Valdés im Süden Argentiniens und spähte und spähte. Neben mir befand sich sogar ein Posten, indem professionelle Walbeobachter jeden Tag den ganzen, lieben, langen Tag stehen und spähen und spähen. Denn immerhin war im März, als ich dort war, Hochsaison für Orkas. Am Unterstand der Professionellen war auf einer&lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/1600/Walsklett.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px 10px 10px 0px; float: left;" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/200/Walsklett.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt; Tafel verzeichnet, wann und in welcher Entfernung die Killerwale das letzte Mal gesichtet worden waren: Gestern, 8.15Uhr, sehr, sehr weit draußen. Ah ja. Der Tag war wunderbar, ein strahlender Himmel, unten am Strand sonnten sich die Seelöwen und –hunde, ein Piche (heißt das im Deutschen vielleicht Gürteltier? Bitte um Zuschriften!) lief ein wenig verwirrt &lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/1600/G??rteltier.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px 0px 10px 10px; float: right;" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/200/G%3F%3Frteltier.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;über den Parkplatz, Möwen kreischten, das Meer war von einem unfassbar intensiven Blau und eine leichte Briese wehte von Westen. Was hätten nur ein paar Orkas am Horizont, aber gerne auch dichter, die Szenerie vervollständigt! Voll Sehnsucht ließ ich Stunde um Stunde meinen Blick über das Meer schweifen, um nicht irgendwo eine Schwanzflosse oder &lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/1600/Seel??we.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px 10px 10px 0px; float: left;" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/200/Seel%3F%3Fwe.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;auch nur ein Fontänchen zu entdecken. Aber irgendwann hieß es dann doch „Abfahrt!“ und auch das Paar, das schon seit elf Tagen kam, um die Säuger zu sehen, musste wieder einmal unverrichteter Dinge mit dem Bus in die eine Stunde entfernte, einzige Siedlung der Halbinsel zurück fahren. Tja, das hat man nun davon: da entlässt &lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/1600/Pinguin.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px 0px 10px 10px; float: right;" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/200/Pinguin.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;man Willy und seine feinen Freunde einmal in die Freiheit und hast du nicht gesehen, hast du sie nicht mehr gesehen!&lt;br /&gt;Dejá-Vu in Chile: tapfer erklimmt eine andere kleine Reisegruppe die Steilküste auf der Insel Chiloé. So kurz vor Ostern ist der Wind herbstlich, die See rau und der Himmel trägt einheitsgrau. Unten am Strand wohnen ein&lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/1600/Nundus.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px 10px 10px 0px; float: left;" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/200/Nundus.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt; paar Fischer in Hütten. Sie leben hauptsächlich davon, nach Meeresfrüchten zu tauchen und verdienen sich etwas hinzu, indem sie Touristen in Nussschälchen zu einer nahe gelegenen Pinguinkolonie schippern. Auf Chiloé scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Als wir den ein wenig großspurig als „Aussichtspunkt“ titulierten Acker am Rande der Klippen erreicht hatten, begann wir zu spähen und zu spähen und zu spähen, mit &lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/1600/Kormorane.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px 10px 10px 0px; float: left;" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/200/Kormorane.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Fernglas, ohne Fernglas und dann wieder mit Fernglas. Nichts, während uns der Fischer mit Geschichten über die chilotische Mythologie und seinen Alltag unterhält und ich mir denke, dass die Wale wohl schlichtweg von Millalobo, dem Herrscher des Meeres in einen anderen Teil des Archipels befohlen worden sind, um die Wasserwelt gegen die mächtige Herrscherin des Landes Ténten-Vilu zu verteidigen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/1600/M??we.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px 10px 10px 0px; float: left;" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/200/M%3F%3Fwe.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Meister Bockert hingegen, der in Deutschland, gehegt, gepflegt und geschützt wird, gilt in anderen Teilen der Erde, wie der Insel Navarino, als Plage, die alle Vegetation kurz und klein nagt, die ihm zwischen seine aparten Schneidezähne kommt. Der aus Nordamerika „eingeschleppte“ Castor Canadensis fand auf den wasser- und baumreichen Inseln Feuerlands so etwas wie ein Schlaraffenland vor, das er nun großräumig und hemmungslos verwohnt. Wer denkt, dass es da nicht weiter schwer sein &lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/1600/Lachs.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px 0px 10px 10px; float: right;" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/200/Lachs.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;wird, einen dieser Gesellen aufzutreiben, der hat weit gefehlt! Durch einen ungewollten Zufall, kam es, dass ich mich allein in die insulare Wildnis aufmachte, um auf Bibersuche zu gehen. Und Wildnis, das meint am vermeintlichen Ende der Welt, eine echte, taubmachende Wildnis. Kein kultivierter Wald, kein Parkplatz, keine Spaziergänger und der vom Regen überschwemmte, teilweise unpassierbare Weg endete irgendwann im Nichts und das Nichts &lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/1600/Schwein.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px 10px 10px 0px; float: left;" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/200/Schwein.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;wurde undurchdringlich. Mir war unheimlich, denn wer weiß, was hier außer dem Biber nicht noch alles herum kraucht und dann bestünde da noch die Möglichkeit, dass sich der Biber in diesem Paradies unbemerkt wieder zu seinem bärgroßen, urzeitlichen Vorgänger zurück evolutioniert hat. Zudem regnete es in Strömen und das Pfützenwasser kroch mir die Hosenbeine hoch. Nur ab und zu erhellten einige Sonnenstrahlen, von Regenbögen begleitet, das grüne &lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/1600/Hund.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px 0px 10px 10px; float: right;" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/200/Hund.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Dickicht. Tröstlicherweise begleitete mich auf meiner Wanderung ein Hund der Militärstation, die ich am Ortsausgang von Puerto Williams passiert hatte. Ohne ihn hätte ich wohl schon nach einigen hundert Metern wieder Kehrt gemacht. Doch der Hund und ich, wir sprachen uns gegenseitig Mut zu und so drangen wir immer weiter gen Heimstätte des Nagers vor, ohne überhaupt zu wissen, wo diese Lagune genau lag. Nach gut anderthalb Stunden erreichte ich eine Anhöhe, &lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/1600/Delfin.0.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px 10px 10px 0px; float: left;" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/200/Delfin.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;von der aus ich sah, dass sich direkt unter mir ein Gewässer befand, das ich ohne Zweifel als Fluss identifizierte. Da mir weder das Erreichen des Ufers, noch das Überwinden des Flusses als ohne weiteres möglich erschien, schoss ich &lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/1600/Geier.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px 0px 10px 10px; float: right;" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/200/Geier.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;noch ein paar Fotos und machte mich auf den Rückweg. Meine Abenteuerlust war an dieser Stelle ohnehin schon voll und ganz befriedigt worden. Am Abend dann zeigte ich unserem Wirt die Fotos des Tages und er versicherte mir, dass mein „Fluss“ sehr wohl die Biberlagune gewesen sei, nicht ohne seine Verwunderung darüber zum Ausdruck zu bringen, dass ich bis dorthin alleine gegangen war. &lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/1600/Katz.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px 10px 10px 0px; float: left;" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/200/Katz.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Doch selbst wenn ich gewusst hätte, dass der „Fluss“ die Lagune gewesen war, so hätte ich es bestimmt nicht über mein Herz gebracht, an diesem verlassenen Ort auszuharren, um auf die Verwandtschaft von Ratten zu warten. Aber, auch ohne Biber hatte ich meinen Spaß!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bis zum heutigen Tage ungeklärt bleibt, ob ich einen Kondor gesehen habe oder „nur“ eine andere Geierart. &lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/1600/Kondor.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px 10px 10px 0px; float: left;" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/200/Kondor.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Ebenfalls offen bleibt die Albatrosfrage. Ich bin mir sicher einen Albatros gesehen zu haben, während Susann der Überzeugung ist, es hätte sich „nur“ um eine sehr, sehr große Möwe gehandelt. Auch das Argument, dass eine echte Deern auf Reisen wohl eine Möwe von einem Albatros unterscheiden kann, hat sie bislang noch nicht überzeugen können. Und dann wären da noch die Tiere, die ich zwar gesehen habe, aber die sich beim besten Willen nicht fotografieren lassen wollten. Doch das ist wieder eine andere Geschichte…&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/25216035-114603447625653740?l=deernaufreisen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/25216035/posts/default/114603447625653740'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/25216035/posts/default/114603447625653740'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://deernaufreisen.blogspot.com/2006/04/fast-die-arche.html' title='Fast die Arche'/><author><name>Sarah</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12306235937745845666</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_K-43ddzTI00/ShyHJLI9aJI/AAAAAAAAA_A/0J27FdAFUDI/S220/Unbenannt-1+Kopie.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-25216035.post-114531374427248555</id><published>2006-04-18T00:37:00.001+02:00</published><updated>2008-12-08T13:47:11.807+01:00</updated><title type='text'>Von einer die auszog...</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="color: rgb(102, 102, 102); font-weight: bold;"&gt;Geschrieben am 17. April 2006 in Santiago (Chile)&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(102, 51, 102);"&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;Die Frage „Was machst du eigentlich hier in Südamerika?“ oder „Was machst Du eigentlich da drüben in Südamerika?“ veranlasst mich, an dieser Stelle noch einmal die Rahmenhandlung zu erzählen:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/1600/Machu%20Picchu%20-%2005%20Kopie.1.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px 10px 10px 0px; float: left;" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/200/Machu%20Picchu%20-%2005%20Kopie.1.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Am 1. September 2005 stieg ich zusammen mit meinem ASA-Projektpartner Florian in Frankfurt in ein Flugzeug, das uns mit einem Zwischenstop in Atlanta nach Lima/Peru brachte. Die nächsten beiden Wochen reisten wir gemeinsam über Ayacucho, Cuzco, Machu Pichu und Puno am Titicacasee nach La Paz (s. Tagebucheinträge bis einschließlich „3,8 km dichter am Himmel“).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/1600/La%20Paz%20-%20AIS%20Gruppe.0.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px 0px 10px 10px; float: right;" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/200/La%20Paz%20-%20AIS%20Gruppe.0.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;In La Paz arbeiteten Florian und ich bei einer Nichtregierungsorganisation, die hauptsächlich politische Aufklärungsarbeit im Bereich Gesundheit und Menschenrechte leistet. Für dieses dreimonatige Projekt sind wir von der deutschen Organisation ASA ausgesucht worden und hatten uns auf den beiden je einwöchigen Vorbereitungsseminaren kennen gelernt. In La Paz entwickelten wir Informationsmaterial, organisierten und leiteten einen Workshop mit Jugendlichen und beteiligten uns an der laufenden Arbeit der bolivianischen Organisation. &lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/1600/La%20Paz%20-%20Dentista%20Kopie.0.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px 10px 10px 0px; float: left;" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/200/La%20Paz%20-%20Dentista%20Kopie.0.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Eine Zahnoperation mit vorhergegangener, wochenlanger Wurzelbehandlung ließ mich auch ganz persönliche Erfahrungen mit dem bolivianischen Gesundheitssystem sammeln. Allerdings gilt hier ebenso: mit Geld ist die beste Behandlung, die gleichzeitig die beste Zahnbehandlung war, die mir je zuteil kam, zu haben. Trotz Arbeit und Krankheit blieb mir noch ausreichend Zeit um Land und Leute zu erkunden (s. Einträge „Se busca departamento“, „Alltag“, „Bolivia“ und „Workshop“).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mitte Dezember dann, war meine Zeit in &lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/1600/Cuqui%20-%20Laster%202%20Kopie.0.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px 0px 10px 10px; float: right;" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/200/Cuqui%20-%20Laster%202%20Kopie.0.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Bolivien beendet und auch Florian flog zurück nach Deutschland. Über die Grenze mit Peru reiste ich nun, zunächst allein, nach Chile ein. Ein paar Tage verbrachte ich in Arica, um dann eine Woche lang in Iquique zum Surfen hängen zu bleiben. In Windeseile besuchte ich noch die Kupfermiene Cuquicamata und das Dörfchen San Pedro in der Atacamawüste, bevor mich eine 24-stündige Busfahrt kurz vor Weihnachten in die versmogte 5-Millionen-Stadt Santiago de Chile brachte. Hier wohnte ich insgesamt zwei Monate bei Susann und Claudia. Die beiden arbeiten ebenfalls in einem ASA-Projekt; als Physio- und Ergotherapeutinnen in einem Armenviertel, in dem wir auch lebten. Diese zwei Monate in der „Fünften Schönen“ waren unterbrochen von Sylvester in Valparaiso und meinem &lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/1600/Pichilemu%20-%20Rechter%20Unterarm%20Kopie.0.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px 10px 10px 0px; float: left;" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/200/Pichilemu%20-%20Rechter%20Unterarm%20Kopie.0.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Aufenthalt in dem Küstenort Pichilemu, wo ich aufgrund einer Entzündung im Oberschenkel, die ich mir nach einer knappen Woche zugezogen hatte, alle sechs Stunden im örtlichen Krankenhaus ambulant behandelt werden musste. Als ich nach beinahe drei Wochen immer noch medizinischer Betreuung bedürftig war (aber nicht mehr ganz so häufig) und klar war, dass ich zunächst meine Reise nicht würde fortsetzen können, kehrte ich zu Susann, Claudia und zu &lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/1600/Mutti.1.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px 0px 10px 10px; float: right;" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/200/Mutti.1.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;unserer chilenischen Vermieterin Gabi nach Santiago zurück. &lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/1600/Patagonien.jpg"&gt;&lt;/a&gt;&lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/1600/Mutti.0.jpg"&gt;&lt;/a&gt;Von dort aus brach ich am 10. Februar, gemeinsam mit Susann, zu unserer über vierwöchigen Reise nach Patagonien auf. Unsere Stationen: Puerto Montt, mit dem Schiff durch die chilenischen Fjorde nach Puerto Natales, Punta Arenas, Ushuaia, Puerto Williams, Calafate, Penisula Valdés, Esquel, Bariloche, Mendoza und zurück nach Santiago. Dort angekommen war und bin ich nach wie vor, sehr zufrieden damit, mich der Sesshaftigkeit hinzugeben, die die letzten zwei Wochen nur von einem Abstecher in die Seenregion mit meiner Mutter, unterbrochen wurde. &lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/1600/heim.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px 10px 10px 0px; float: left;" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/200/heim.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Jetzt lebe ich in einer sehr netten WG in einem guten und zentral gelegenen Viertel, zusammen mit einer finnischen Studentin und einem chilenischen Informatiker, der mir gemeinsam mit seinem Bruder, einem Architekten, geduldig alle meine Fragen zu Chile beantwortet (siehe alle übrigen und noch folgenden Einträge).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am 1. Mai dann, wird mein zweimonatiges Praktikum im Goethe-Institut beginnen. Dort werde ich sowohl in der Pressestelle, als auch in der Programmabteilung, die den Austausch von Künstlern organisiert, mitarbeiten. Am 10. Juli 2006 werde ich dann voraussichtlich wieder in Hamburg sein. So wie ich es jetzt beurteile, mit mindestens anderthalb weinenden Augen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;P.S.: Alle älteren Einträge sind über die Leiste "Previous Post" auf der rechten Seite zu erreichen. Um einen noch älteren Eintrag, als den letzten angezeigten zu sehen, einfach auf diesen letzten klicken und die vorangegangenen erscheinen. Da ich mit meiner Seite umgezogen bin, um das Layout zu wechseln, stimmt die zeitliche Einordnung im Archiv leider nicht mehr.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/25216035-114531374427248555?l=deernaufreisen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/25216035/posts/default/114531374427248555'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/25216035/posts/default/114531374427248555'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://deernaufreisen.blogspot.com/2006/04/von-einer-die-auszog.html' title='Von einer die auszog...'/><author><name>Sarah</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12306235937745845666</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_K-43ddzTI00/ShyHJLI9aJI/AAAAAAAAA_A/0J27FdAFUDI/S220/Unbenannt-1+Kopie.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-25216035.post-114416753991043341</id><published>2006-04-04T18:03:00.001+02:00</published><updated>2008-12-08T13:48:51.821+01:00</updated><title type='text'>Das Ende der Welt</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="color: rgb(102, 51, 102);font-family:arial;font-size:78%;"  &gt;&lt;strong&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="color: rgb(102, 102, 102); font-weight: bold;"&gt;Geschrieben am 20. März 2005 in Santiago (Chile)&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(102, 51, 102);font-size:78%;" &gt;:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;Das Ende der Welt, darüber ist man sich einig, das ist Kap Hoorn. &lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/1600/Party.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px 10px 10px 0px; float: left;" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/200/Party.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Die mystische Anziehungskraft der Insel ist so groß, dass auf einer Party inmitten der patagonischen Fjorde, &lt;a href="http://www.tagebuch-oase.de/uploads/sierra_P1040437-Kopie.jpg"&gt;&lt;/a&gt;als sich zu fortgeschrittener Stunde herumgesprochen hatte, dass es mein erklärtes Ziel sei dorthin zu gelangen, mit einmal alle den gleichen Plan hegten: Kap Hoorn, der Inselzipfel am Ende der Welt, auf ihm nichts weiter als ein Monument und ein Leuchtturm, bewohnt von einer dreiköpfigen Familie, in ihrem Heim ein Postämtchen, die Postkarte vom Ende der Welt, geheimnisumwobener Felsen und Schiffsfriedhof, Ringkampfarena der südlichen Ozeane, angefeuert von den Seelen zahlloser Seefahrer, die dort ihr Leben ließen, bis zum Südpol nichts als Meer und ewiges Eis, eines der großen Abenteuer dieser Erde und mein Traum! &lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/1600/sierra_Chicas.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px 0px 10px 10px; float: right;" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/200/sierra_Chicas.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Nun, am nächsten Morgen freilich, reduzierte sich die Zahl der abenteuerlustigen Seefahrer dann wieder auf drei Personen, nämlich Susann, Corinne die schweizerische Weltreisende, die sich uns anschloss und mich. &lt;a href="http://www.tagebuch-oase.de/uploads/sierra_Chicas.jpg"&gt;&lt;/a&gt;Aber – wie gelangt man eigentlich ans Ende der Welt? Sicher war nur, dass es keine Butterfahrt und auch kein gemächlicher Tagesausflug werden würde, denn in den meisten Reiseführern findet der Weg zum Kap keine Erwähnung und wenn doch, so liest man lediglich: „Ab Ushuaia gibt es die Möglichkeit eine Yacht zu chartern." Eine Yacht chartern? Das geht doch bestimmt auch günstiger, dachten wir uns und machten uns auf nach Ushuaia.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ushuaia ist ein luxuriöses, malerisches Touristenstädtchen, so etwas wie das Kampen Argentiniens, wo wir uns sogleich auf die Suche begaben, zunächst ins Reisebüro. Kap Hoorn? Ja sicher gäbe es da etwas. Eine viertägige Kreuzfahrt auf der „Stella Maris" zu einem ganz günstigen Lastminute-Preis. Unsere Gesichter strahlten hoffnungsfroh um die Wette, jedoch nur, um sogleich einzufrieren: umgerechnet nur 1000,- Euro pro Person. Tja, danke schön und auf Wiedersehen! Unserer nächster Versuch dann war die Hafenmole, an der einige größere und kleinere Ausflugsboote lagen. Kap Hoorn? Nein, bis dahin sei man ja mindestens drei Tage unterwegs! &lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/1600/sierra_Feminin.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px 10px 10px 0px; float: left;" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/200/sierra_Feminin.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Aber weiter unten am Yachthafen, dort könnten wir nachfragen. Also doch der Yachthafen, ich fühlte mich eindeutig underdressed, ordnete mein Haar und scherzte noch, dass ich für einen Besuch im Yachthafen aber erst mal meine sportlich-feminine Linie hervorzaubern müsste. &lt;a href="http://www.tagebuch-oase.de/uploads/sierra_Feminin.jpg"&gt;&lt;/a&gt;Wenn ich wüsste! Doch erst einmal es ging zum Yachthafen, wo wir auf einen netten Herren trafen, der ein paar Telefonate führte und uns dann freudestrahlend seinen Erfolg verkündete: für nur 1200,- Euro pro Person könnten wir bereits übermorgen auf einen einwöchigen Segeltörn nach Kap Hoorn gehen. Und gäbe es da auch noch eine günstigere Variante? Nein, davon wüsste er nichts, aber auf dem Steg dort sollten wir es doch mal probieren. Und tatsächlich, ein junger und ganz bodenständig wirkender Yachtbesitzer gab uns zwei Telefonnummern: &lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/1600/sierra_Lolo.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px 0px 10px 10px; float: right;" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/200/sierra_Lolo.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Lolo und Luis sollten wir anrufen, die würden in den nächsten Tagen zum Kap auslaufen. &lt;a href="http://www.tagebuch-oase.de/uploads/sierra_Lolo.jpg"&gt;&lt;/a&gt;Voll Euphorie rannten wir ins nächste Callcenter!Lolos Nummer gewählt, Lolo antwortet, Lolo unser Anliegen vorgetragen.&lt;br /&gt;„1500,- U.S. Dollar pro Person", sagte Lolo. Macht nichts, blieb ja immer noch Luis.&lt;br /&gt;Und was sagte der?&lt;br /&gt;„1500,- U.S.Dollar pro Person."&lt;br /&gt;„Unmöglich", sagte ich. „Wir sind doch Studenten, kennen Sie nicht noch eine günstigere Möglichkeit?"&lt;br /&gt;„Naja", erwiederte Luis. „In welchem Hotel wohnst Du denn, wir treffen uns dann dort."&lt;br /&gt;Ich verstehe nicht ganz: „Und dann wissen Sie mehr oder wie?"&lt;br /&gt;„Ja genau", schnurrte Luis. „Dann sehen wir mal welche günstigen Möglichkeiten es so gibt."&lt;br /&gt;Moment, stutzte ich, günstige Möglichkeit im Hotel? Nein danke! Abenteuerlust muss auch Grenzen haben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein wenig angewidert &lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/1600/sierra_Puerto-Williams.0.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px 0px 10px 10px; float: right;" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/200/sierra_Puerto-Williams.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;und &lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/1600/sierra_Puerto-Williams.jpg"&gt;&lt;/a&gt;ernüchtert verlassen wir am nächsten Morgen Ushuaia, um im benachbarten, chilenischen Puerto Williams noch einmal unser Glück zu suchen. Puerto Williams ist ein kleines, unschuldiges 2300 Seelen-Dörfchen auf der Insel Navarino, mit höchstwahrscheinlich nicht mehr als 15-20 Touristen. &lt;a href="http://www.tagebuch-oase.de/uploads/sierra_Puerto-Williams.jpg"&gt;&lt;/a&gt;Keine Reisebüros, keine Hafenmole, kein Yachthafen und außer ein paar Häuschen, die mit gemütlichen Holzöfen beheizt werden, &lt;a href="http://www.tagebuch-oase.de/uploads/sierra_Ofen.jpg"&gt;&lt;/a&gt;drei winzigen &lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/1600/sierra_Wildnis.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px 10px 10px 0px; float: left;" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/200/sierra_Wildnis.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Tante-Emma-Läden und einer Militärbasis nichts weiter als unberührter Natur: Berge, Wälder, Flüsse, Lagunen, Wasserfälle, der Bieber und eine gespenstische Stille. Jeder Spaziergang außerhalb des Örtchens gerät zum Abenteuer. &lt;a href="http://www.tagebuch-oase.de/uploads/sierra_Wildnis.jpg"&gt;&lt;/a&gt;Die Menschen sind offen und scheinen sich über jede Abwechslung zu freuen. Wer nicht beim Militär ist, der lebt hier vom Fischfang.&lt;a href="http://www.tagebuch-oase.de/uploads/sierra_Fischerboote.jpg"&gt;&lt;/a&gt; Fischerboote! &lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/1600/sierra_Fischerboote.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px 0px 10px 10px; float: right;" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/200/sierra_Fischerboote.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Die Erfüllung meines Traums vom romantischen Seemannsabenteuer zum Ende der Welt schien zum Greifen nah zu sein. Kap Hoorn…ja…im Januar, wenn sich das Fischen nicht lohnt, da würde man immer mal wieder einen Fischer finden, der bereit sei zum Kap zu fahren. Aber jetzt im Februar seien alle auf See, aussichtslos.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So ist für auf dieser Reise das Ende der Welt in Puerto Williams, der südlichsten Stadt der Welt, erreicht und diese Rolle hat es bestens erfüllt. Aber mein Traum vom Kap Hoorn, der bleibt!&lt;a href="http://www.tagebuch-oase.de/uploads/sierra_Kap-Hoorn.jpg"&gt;&lt;/a&gt; &lt;/div&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center;" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/320/sierra_Kap-Hoorn.jpg" border="0" /&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/25216035-114416753991043341?l=deernaufreisen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/25216035/posts/default/114416753991043341'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/25216035/posts/default/114416753991043341'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://deernaufreisen.blogspot.com/2006/04/das-ende-der-welt.html' title='Das Ende der Welt'/><author><name>Sarah</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12306235937745845666</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_K-43ddzTI00/ShyHJLI9aJI/AAAAAAAAA_A/0J27FdAFUDI/S220/Unbenannt-1+Kopie.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-25216035.post-114404595783422887</id><published>2006-04-03T08:24:00.002+02:00</published><updated>2008-12-08T13:51:23.625+01:00</updated><title type='text'>Eis</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="color: rgb(102, 102, 102); font-weight: bold;"&gt;Geschrieben am 9. März in Puerto Pirámides (Argentinien)&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(102, 51, 102);font-family:arial;font-size:78%;"  &gt;&lt;strong&gt;:&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(102, 51, 102);font-size:78%;" &gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/1600/sierra_Spalte.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px 10px 10px 0px; float: left;" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/200/sierra_Spalte.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Eis hat viele Farben, die innerhalb des Spektrums von strahlend weiß, das bei Sonne in den Augen sticht, bis hin zu dunkelblau variieren. Eis, in der Größenordnung und gewaltigen Schönheit der Gletscher des südpatagonischen Eisfeldes, das 350km lang ist, deren Oberfläche 13.000km² mißt und zusammen mit dem nordpatagonischen Eisfeld, nach der Antarktis und Grönland die drittgrößte Eismasse der Welt ist, ist faszinierend.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Wind bläßt scharf, der Himmel &lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/1600/sierra_Schiff.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px 10px 10px 0px; float: left;" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/200/sierra_Schiff.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;ist von einem bedrohlichen Grau und immer wieder regnet es, als die "Puerto Eden" auf ihrer Reise durch die chilenischen Fjorde eine Landzunge umschifft, die bis dahin den Blick auf den Gletscher Pio XI. verborgen hatte. Der Augenblick ist erhebend, mystisch, die Maschinen wurden abgestellt und in feierlicher Stille bestaunen alle das eiszeitliche Relikt, deren Zungenspitze sich vor uns erstreckt. Unser Schiff gibt immer wieder tutende Grußsalven von sich, die der Gletscher mit einem Echo aus dem Mark seiner Einsamkeit erwiedert. Nach einer Weile bahnen sich, einer &lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/1600/sierra_Gott.0.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px 0px 10px 10px; float: right;" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/320/sierra_Gott.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Gotteserfahrung gleich, einige Sonnenstrahlen ihren Weg durch die dicke Wolkendecke und Pio XI. wird zur Bühne eines majestätischen Schauspiels von Licht und Schatten. Zwischen den Bergen zu unserer Rechten steigt ein Regenbogen auf.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die riesigen Zacken des argentinischen Perito &lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/1600/sierra_Front.0.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px 10px 10px 0px; float: left;" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/320/sierra_Front.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Morenos &lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/1600/sierra_Front.jpg"&gt;&lt;/a&gt;dagegen heben sich scharf und kalt gegen den strahlend blauen Himmel oder die dunklen, bewaldeten Berge ab. Es ist warm, beinahe T-Shirt-Wetter, denn der Gletscher liegt auf nur 185m Höhe und es ist Sommer, der selbst in Patagonien sehr warm werden kann. Perito Morno ist gesund. &lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/1600/sierra_Eisbloecke.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px 0px 10px 10px; float: right;" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/200/sierra_Eisbloecke.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Tag für Tag wächst er einige Zentimeter, bis er, so scherzt unser Führer, die Erde umrundet haben wird. Seine Einzigartigkeit besteht darin, dass er 1947 den "Canal de los Tempanos", Teil des Sees "Argentino", überschritt und die Halbinsel "Magallanes" erreichte. So ist der Gletscher heute ein natürlicher Deich, der den See in zwei Hälften teilt und deren Wasserpegel Höhenunterschiede bis zu 20m erreichen. Alle drei bis vier Jahre entlädt sich dieser Druck, indem der Gletscher an dieser Stelle bricht. &lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/1600/sierra_Steigeisen.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px 10px 10px 0px; float: left;" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/200/sierra_Steigeisen.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Der Anblick des wachsenden Gletschers ist gigantisch: &lt;a href="http://www.tagebuch-oase.de/uploads/sierra_Front.jpg"&gt;&lt;/a&gt;Von der Halbinsel aus beobachten wir die 5km lange Front, von der immer wieder riesiege Eisblöcke, von einem ohrenbetäubenden Knall begleitet, abbrechen und bis zu 60m in die Tiefe stürzen, auf der Wasseroberfläche aufprallen und zur Eisscholle werden. &lt;a href="http://www.tagebuch-oase.de/uploads/sierra_Eisbloecke.jpg"&gt;&lt;/a&gt;&lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/1600/sierra_Sarita.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px 0px 10px 10px; float: right;" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/200/sierra_Sarita.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Bei diesem Spektakel ist es kaum zu glauben, dass wir auf dem gegenüberliegenden Naturwunder eine Wanderung unternehmen sollen. Doch tatsächlich bringt uns ein Boot entlang der nördlichen Gletscherseite ans andere Seeufer. Noch eine gute halbe Stunde wandern wir durch einen Wald, bis wir den Rand des Gletschers erreichen, wo uns Steigeisen und Handschuhe angezogen werden. &lt;a href="http://www.tagebuch-oase.de/uploads/sierra_Steigeisen.jpg"&gt;&lt;/a&gt;Über eine kleine Brücke, unter der das Schmelzwasser in Richtung See abfließt, steigen wir auf den Gletscher. &lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/1600/sierra_Whiskey.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px 10px 10px 0px; float: left;" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/200/sierra_Whiskey.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Die Führer geben uns noch eine kurze Lektion in "Gebrauch von Steigeisen und Sicherheit im Gletscher" und dann geht es auch schon hinein in das Gebirge aus messerscharfen Eisspitzen, deren Kanten Finger kappen können. Nach einer kurzen Gewöhnungsphase fühle ich mich mit den Steigeisen wie Spiderman: nie gerate ich ins Rutschen, wo auch ich auch hintrete! &lt;a href="http://www.tagebuch-oase.de/uploads/sierra_Sarita.jpg"&gt;&lt;/a&gt;Immer wieder passieren wir tiefe, mit Wasser &lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/1600/sierra_Formen-1.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px 0px 10px 10px; float: right;" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/200/sierra_Formen-1.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;gefüllte Gletscherspalten, deren Farbintensivität sich selbst der kreativste Designer nicht hätte erdenken können. &lt;a href="http://www.tagebuch-oase.de/uploads/sierra_Spalte.jpg"&gt;&lt;/a&gt;Berauscht von Form und Farbe &lt;a href="http://www.tagebuch-oase.de/uploads/sierra_Formen-1.jpg"&gt;&lt;/a&gt;durchlaufen wir in zwei Stunden einen Teil des Gletscher, der in etwa einem Schokostreusel auf einer großen Portion Zitroneneis entspricht oder einem einzigen Eiskristall auf dem frisch geschlagenen Eis in meinem Glas mit "Whiskey on the Rocks", &lt;a href="http://www.tagebuch-oase.de/uploads/sierra_Whiskey.jpg"&gt;&lt;/a&gt;der uns zur allgemeinen Überraschung mitten im Gletscher serviert wurde. So wurde Eis schlußendlich doch wieder zu dem relativiert, was es für mich bis dato immer bedeutet hatte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Nachtrag am 13.3.2006 in San Carlos de Bariloche:&lt;br /&gt;"Man kann nie wissen, wann der Deich brechen wird", erklaerte die Reiseleiterin. "Heute, morgen, naechsten Monat oder in einem Jahr.".&lt;br /&gt;Seit fuenf Stunden uebertraegt das argentinische Fernsehen live den Zusammenbruch des Gletscherdeichs. Was fuer ein Spektakel!&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/25216035-114404595783422887?l=deernaufreisen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/25216035/posts/default/114404595783422887'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/25216035/posts/default/114404595783422887'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://deernaufreisen.blogspot.com/2006/04/eis.html' title='Eis'/><author><name>Sarah</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12306235937745845666</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_K-43ddzTI00/ShyHJLI9aJI/AAAAAAAAA_A/0J27FdAFUDI/S220/Unbenannt-1+Kopie.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-25216035.post-114404543497209511</id><published>2006-04-03T08:17:00.005+02:00</published><updated>2008-12-08T13:56:43.034+01:00</updated><title type='text'>Perlusa</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="color: rgb(102, 51, 102);"&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;strong&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-weight: bold; color: rgb(102, 102, 102);"&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-weight: bold; color: rgb(102, 102, 102);"&gt;Geschrieben am 07. März 2006 in Puerto Pirámides (Argentinien):&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(102, 51, 102);font-size:78%;" &gt;&lt;span style="color: rgb(102, 102, 102);font-size:85%;" &gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;Wie zu erwarten war, wimmelt es auf meinem Weg vor Straßenhunden. Oder um ein Lehrerehepaar, das auf einer zwölfstuendigen Busreise einmal vor uns saß zu zitieren:&lt;br /&gt;"Ach! Hier gibt es ja also wirklich viele Hunde!"&lt;br /&gt;"Ja genau! Da könnte man doch glatt ein Hundebuch schreiben (mit verstellter Stimme): `Also ich gehe jetzt in die Stadt. Ist mir doch egal was die anderen machen…´".&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Susann und ich warten an der Hafenmole von Ushuaia auf unsere schweizer Mitreisende. &lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/1600/Ausblick.0.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px 0px 10px 10px; float: right;" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/320/Ausblick.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/1600/Ausblick.jpg"&gt;&lt;/a&gt;Als ich einen Apfel aus einer laut raschelnden Plastiktüte hole, steckt auch sofort eine Hundenase darin. Eigentlich füttere ich keine Hunde, aber da mir diese Schnauze doch so sympathisch und mir langweilig war, biete ich Apfel an. Nach kurzem Beschnuppern wird der Apfel, da wohl weniger appetitlich, links liegen gelassen. Mein guter Wille wird aber sofort mit der Hundeschnauze auf meinem Schoß und einem Blick, der Gletscher schmelzen könnte, gewürdigt. &lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/1600/Perlusa%20Sitz.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px 10px 10px 0px; float: left;" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/200/Perlusa%20Sitz.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Eine Familie setzt sich neben uns und beginnt nach einer Weile den Hund mit echten Leckereien (Wurstbrötchen!) zu versorgen. Zu meinem Erstaunen aber, wird die Kinderschar mit den Delikatessen in den Händen plötzlich uninteressant, als wir aufstehen und losgehen. Die Hundedame folgt, setzt sich brav, wenn wir stehenbleiben, um einen Augenblick lang die Aussicht &lt;a href="http://www.tagebuch-oase.de/uploads/sierra_Perlusa-Ausblick.jpg"&gt;&lt;/a&gt;zu genießen (angeberisch rufe ich dann: "Sitz!") &lt;a href="http://www.tagebuch-oase.de/uploads/sierra_Perlusa-Sitz.jpg"&gt;&lt;/a&gt;und wartet sogar – ganz wohlerzogener Hund – vor allen Geschäften auf uns.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ganz offensichtlich zeigt sich der Vierbeiner von seiner besten Seite. Sie sucht Anschluß. Und so süß! Gibt es nicht eine Möglichkeit sie mitzunehmen? Nein, Busfahren, Schifffahren, Hostals und all das, das geht nicht. "Wäre das jetzt schön, wenn wir herausfinden würden, dass sie einen Besitzer hat", wirft Susann in unsere Bemühungen ein, unser Herz nicht weiter den Hund zu verlieren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als zwei fesche Rüden unseren Weg kreuzen, waren diese dann doch attraktiver als wir Menschen und der junge Hüpfer macht uns den Abschied leicht und jagt davon.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach einem ereignisreichen Tag kehren wir in unser Hostal zurück. &lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/1600/Perlusa%20HAsu.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px 0px 10px 10px; float: right;" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/320/Perlusa%20HAsu.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;"Guck mal!", ruft Susann und, es ist kaum zu glauben, liegt dort nach einem ereignisreichen Tag zufrieden schlafend unsere Freundin im Flur! Es gibt ein großes Hallo: Ja, sie gehöre dem Rezeptionisten und heiße Perlusa. Na sicher wüßte der, dass Perlusa den ganzen Tag im Zentrum war. Das mache sie immer, liefe den Touristen hinterher. Ein wenig verrückt sei sie halt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am nächsten Morgen brechen wir auf. Perlusa leistet uns noch beim Frühstück Gesellschaft &lt;a href="http://www.tagebuch-oase.de/uploads/sierra_Perlusa-Fruehstueck.jpg"&gt;&lt;/a&gt;und geleitet uns bis zur Hafenmole, an der unser Schiff nach Puerto Navarino ablegen wird. &lt;a href="http://www.tagebuch-oase.de/uploads/sierra_Perlusa-Abschied.jpg"&gt;&lt;/a&gt;Dann kreuzen zwei fesche Rüden Perlusas Weg und sie jagt davon. &lt;/div&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center;" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/320/Abschied.jpg" border="0" /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ende gut, alles gut!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/25216035-114404543497209511?l=deernaufreisen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/25216035/posts/default/114404543497209511'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/25216035/posts/default/114404543497209511'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://deernaufreisen.blogspot.com/2006/04/perlusa.html' title='Perlusa'/><author><name>Sarah</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12306235937745845666</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_K-43ddzTI00/ShyHJLI9aJI/AAAAAAAAA_A/0J27FdAFUDI/S220/Unbenannt-1+Kopie.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-25216035.post-114404445051421049</id><published>2006-04-03T07:37:00.001+02:00</published><updated>2008-12-08T14:08:11.813+01:00</updated><title type='text'>Chile: Zu Wasser, an Land und in der Luft</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="color: rgb(102, 102, 102); font-weight: bold;"&gt;Geschrieben am 27. Februar 2006 in Puerto Williams (Chile)&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(102, 51, 102);"&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;:&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;Chile ist durchquert: Von der Wüste im Norden, über die kargen Weinberge in der Mitte des Landes und die Seenregion bis zu den patagonischen Eisfeldern, den Vorboten der chilenischen Antarktis, von Chiles nördlichster Stadt Arica über das stickige Santiago bis hin zu Chiles südlichster und damit auch der südlichsten Stadt der Welt, Puerto Williams, habe ich mich den Streifen am Rande des lateinamerikanischen Kontinents - mal schneller, mal langsamer - hinabgelassen. Ich habe Vulkane gesehen und mich von der Südsommersonne verbrennen lassen. Ich habe die ungewöhnlichsten Wolkenformationen gesehen, ich bin gegen pazifische Wellen angetreten und habe Gletscher bestaunt. Ich soll erlebt haben, wie die Erde bebte, habe unter Bäumen gepicknickt und Staub geschluckt. Ich habe die sauberste und die zweit verschmutzteste Luft der Welt geatmet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;***&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Behäbig schiebt sich das Passagierschiff "Puerto Eden" &lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/1600/Wolken.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px 10px 10px 0px; float: left;" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/320/Wolken.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;durch eine behäbige Landschaft. Zur linken und zur rechten der patagonischen Fjorde, durch die wir fahren, ragen beklemmend hohe, runde und bewaldete Hügel in die Höhe. Die bizarren Wolken sind regungslos und hängen tief. Manchmal, so befürchte ich, fehlt nicht viel, bis sie sich mit einem dumpfen Aufprall zischend im eiskalten Wasser auflösen würden. &lt;a href="http://www.tagebuch-oase.de/uploads/sierra_Wolken.jpg"&gt;&lt;/a&gt;Die Stille ist überwältigend. Um uns herum befindet sich in einem Radius von mehreren hundert&lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/1600/Delfin.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px 0px 10px 10px; float: right;" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/320/Delfin.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt; Kilometern nichts weiter als menschenleere Natur, die absolute Wildness: Urwälder, Eisfelder, der Puma, Lamas, Kondore. Von Zeit zu Zeit reißt ein Wasserfall seine Schneiße durch das dichte Grün der Berge. Alles ist groß. Auf einmal hallt ein Aufschrei von den Bergen wieder und Hektik breitet sich auf Deck aus: "Delfine!". Auch ich stürze an die Reling und tatsächlich, in einiger Entfernung springen Delfine aus dem Wasser. Sie bewegen sich immer weiter auf uns zu, bis sie den Buk erreicht haben. &lt;a href="http://www.tagebuch-oase.de/uploads/sierra_Delfin.jpg"&gt;&lt;/a&gt;Ich habe es immer für ein Gerücht, ein Einzelphänomen gehalten, aber die Delfine begleiten unser Schiff tatsächlich ein Stück des Wegs, indem sie im schönsten Gleichmaß ihre Bögen im und über Wasser ziehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Und hier willst du wirklich ins Wasser gehen?", fragt mich eine unbedarfte Stimme an meiner Seite. Der Himmel ist grau und es ist windig. &lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/1600/Strand.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px 10px 10px 0px; float: left;" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/320/Strand.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;In der Ferne spuckt der Pazifik meterhohe Wellen aus. &lt;a href="http://www.tagebuch-oase.de/uploads/sierra_Pichi-Strand.jpg"&gt;&lt;/a&gt;Sie brechen und laufen aus und laufen und überschlagen sich, bis sie sich entweder am schwarzen Sandstrand verlieren oder am Ende der Bucht von Pichilemu gegen die Felsen schlagen. Das Risiko ist kalkuliert und außerdem gehe ich ja auch nicht alleine ins Wasser. Sobald die Felsen passiert sind und das Wasser ein wenig mehr als knietief ist, lege ich mich bäuchlinks auf das Surfbrett. Den Oberkörper in der Luft und den restlichen Körper auf dem Brett balancierend, paddele ich gegen die Strömung weiters aufs Meer hinaus. Noch ein paar Surfstunden mehr und ich werde Oberarme wie Meister Propper haben. Die erste in etwa eineinhalb Meter messende Welle kommt auf mich zu und der Adrenalinpegel steigt. Ich paddele noch zwei kräftige Züge Richtung Welle, dann halte ich das Brett an den Kanten fest und verlagere das Gewicht nach hinten, indem ich meinen Oberkörper noch weiter hochstemme. Die Welle schlägt mir entgegen und ich stehe beinahe senkrecht in der Luft. Für einen Augenblick drohe ich nach hinten über zu kippen, doch dann hat sich Welle auch schon unter mir hindurch geschoben und ich stürze in die Tiefe, bis ich wieder auf der Wasseroberfläche lande. &lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/1600/Surfer.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px 0px 10px 10px; float: right;" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/320/Surfer.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Noch drei, vier solcher Wellen überquere ich und dann habe ich die Linie, an der die Wellen brechen, überwunden. &lt;a href="http://www.tagebuch-oase.de/uploads/sierra_Surfer.jpg"&gt;&lt;/a&gt;Meine Arme sind bereits jetzt schwer wie Blei. Alle verschnaufen einen Augenblick und bestaunen aus sicherer Entfernung das Spektakel der Naturgewalt Welle, das rings um uns herum tobt. Nach einer Weile kommt auch auf der Geraden, auf der wir uns befinden eine wogende Wassermasse auf uns zu. "Die Welle kommt. Wenden und paddeln!", ruft der Surflehrer. Ich drehe, die Spitze des Brettes zeigt zum Strand und ich schaue über die Schulter zu, wie die Welle mich einholt. Kurz bevor sie mich erreicht, bricht sie. Ich paddele stärker, der mächtige Schaum ergreift mich, schubst mich an und schiebt mich vor sich her. Noch ein paar Züge und das Brett hat sich in der vollen Fahrt stabilisiert. Ich versuche mich hinzustellen, lande wieder nur auf den Knien, verliere das Gleichgewicht und falle ins Wasser. Die Massen reißen mich fort und die Welle gibt mich nicht wieder frei. Als ich endlich auftauchen kann, ringe ich nach Luft, ziehe mich wieder auf das Brett und beginne von vorne: paddeln gegen die Strömung und über die Wellen hinweg hinter die Linie gelangen, an der sie brechen. Eine halbe Stunde später nehme ich die zweite Welle, die so kräftig ist, dass sie mich sofort vom Brett katapultiert. Die dritte Welle erwische ich optimal und donnere mit ohrenbetäubender, gischtspritzender Geschwindigkeit in Richtung Strand. Je schneller das Brett, desto stabiler liegt es auf der Wasseroberfläche auf. "Jetzt!", denke ich, "jetzt werde ich mich aufstellen!". Doch meine Arme gehorchen mir nicht. Das Raufen mit den Wellen der letzten Stunden hat ihnen das letzte bißchen Kraft geraubt. Sie können meinen Oberkörper nicht mehr hochdrücken und also kann ich auch den kleinen Sprung auf beide Füße nicht folgen lassen. Mir klingen die Worte eines Surfers im Ohr: "Surfen, das ist zu 90 Prozent Geduld und Beharrlichkeit.".&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;***&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit der lautlosen Eleganz eines Delfins unterbrechen die Pinguine ihren Tauchzug, um mit einem Sprung über die Wasseroberflaeche&lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/1600/Pingui.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px 10px 10px 0px; float: left;" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/320/Pingui.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt; auf sich aufmerksam zu machen. Eine kleine Flutwelle gleitet auf das Ufer der Straße von Magellan zu. Als sie es erreicht hat, tauchen aus ihr sieben oder acht Magellan-Pinguine auf. Noch in fischähnlich liegender Schwimmposition liegen sie in der sanften Brandung und es scheint, als würden sie einen Augenblick lang stutzen; als seien sie überrascht über den plötzlichen Verlust ihrer anmutigen Bewegungsfreiheit. Doch schon rappeln sie sich wieder auf und stapfen tapfer - nach Pinguinmanier im Watschelschritt und Gänsemarsch - &lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/1600/mensch.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px 0px 10px 10px; float: right;" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/320/mensch.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;den Strand hinauf. &lt;a href="http://www.tagebuch-oase.de/uploads/sierra_Pinguine.jpg"&gt;&lt;/a&gt;Jetzt im Februar beginnt für die Küken die Schwimmschule. Ein besonders nervöser Erstklässler wirft sich bei jeder Regung ängstlich auf den Boden und wartet bis die vermeintliche Gefahr vorüber ist, während Mutti und Vati gelassen weiter tapsen, jedoch immer darauf bedacht, alle Schäfchen beisammen zu halten. Von der Landseite her kommt eine wesentlich größere Schar Pinguine auf uns zu. Sie verließen die rasende Eleganz ihres Reisebuses, um nun - nach Pinguinmanier im Watschelschritt und Gänsemarsch - &lt;a href="http://www.tagebuch-oase.de/uploads/sierra_Menschen.jpg"&gt;&lt;/a&gt;das Ufer zu erreichen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im unterirdischen Metrosystem Santiagos ist es noch heißer &lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/1600/Sarah.0.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px 10px 10px 0px; float: left;" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/320/Sarah.0.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;und stickiger als in der hochsommerlichen Oberwelt. Allerding ist sie fein herausgeputzt, die Metro: die Wagons sind neu, von den Bahnsteigen könnte man essen und in jeder Station vertreibt ein Fernseher die recht kurze Wartezeit. Aus dem Schwarz des Tunnels ertönt ein Rattern, Scheinwerfer leuchten auf und die überfüllte Metro fährt in die Haltestelle ein. Schilder, deren Aufschrift darum bitten, erst aussteigen und dann einsteigen zu lassen, werden ignoriert. Es wird gedrängelt, geschubst und geschoben, bis die Metro wieder überfüllt ist, ein Signalton das Schließen der Türen ankündigt und der Zug davon rauscht. An der Station "Santa Lucía" quelle ich mit anderen Fahrgästen aus der Tür des Wagons und reihe mich in den Strom ein, der hinaus ins Freie will. Ebenso viele Seelen wie der Metroeingang im Begriff ist herauszuspucken, gelangen nun durch den Schlund in Richtung seiner Innereien; uns entgegen, auf Kollisionskurs. Es wird gerempelt, gedrängelt und geschubst. Wie die Kugel eines Flipperautomaten ziehe ich meine Bahn durch die Tunnel. Doch irgendwann geben Masse und Metro mich frei und ich finde mich an einer vierspurigen Straße wieder. &lt;a href="http://www.tagebuch-oase.de/uploads/sierra_Sarah-Santiago.jpg"&gt;&lt;/a&gt;&lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/1600/Nebel.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px 0px 10px 10px; float: right;" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/320/Nebel.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Es ist laut und insbesondere der rege Busverkehr macht eine Unterhaltung an der Straße unmöglich. Zum Glück ist nach nur ein paar Schritten das rettende Oäschen erreicht: der Cerro Santa Lucía ist ein zwischen 1872 und 1875 zum Park umgbauter Hügel, mitten in der Innenstadt. Sandwege und in Stein gehauene, grobe Stufen führen gemähchlich den Hügel hinauf, bis nach einer Weile das oberste Aussichtstürmchen erreicht ist. Unter mir erstrecken sich die unendlichen Weiten der Stadt, die sich gen Süden im Horizont verliert. Nach Norden, Osten und Westen wird Santiagos Wildwuchs durch die schneebedeckten Berge in Schach gehalten. Die Berge sind, obwohl nicht weit entfernt, aufgrund des Nebels nicht klar erkennbar. &lt;a href="http://www.tagebuch-oase.de/uploads/sierra_Nebel.jpg"&gt;&lt;/a&gt;Ich blicke hinauf in den Himmel. Er ist strahelnd blau, kein Wölkchen ist zu finden. Der Nebel ist kein Nebel.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;***&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In etwa 35m Höhe schwebe ich über urwüchsigen, kaltem Regenwald. &lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/1600/fluss.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px 10px 10px 0px; float: left;" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/320/fluss.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Der Wald sieht so aus, wie ich mir einen nordeuropäischen Wald vor 20.000 Jahren vorstellen würde: viele Bäume und Pflanzen haben ein vertrautes Äußeres, aber alles ist irgendwie größer, dichter, wilder! In die Krone eines Baumes wurde eine Plattform gebaut, auf der ich stehe. Ausgerüstet bin ich mit Sturzhelm und klobigen, ledernen Handschuhen. Mich sichert ein &lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/1600/canopy.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px 0px 10px 10px; float: right;" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/320/canopy.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Klettergurt, der mittels einer Seilrolle an einem dicken Stahlseil befestigt ist, das von dem Baum, an dem ich mich befinde, über eine Distanz von mehr als 200m zu einem zweiten Baum gepannt wurde. Auf ein Zeichen hin springe ich von der Plattform und rase in irsinniger Höhe und Geschindigkeit auf die Plattform des nächsten Baumes zu. Hinweg über den Urwald, Baumkronen, Felsen und Gebirgsbäche fliege ich wie Tarzan an seiner Liane durch die Lüfte.&lt;a href="http://www.tagebuch-oase.de/uploads/sierra_Bruecke.jpg"&gt;&lt;/a&gt;&lt;a href="http://www.tagebuch-oase.de/uploads/sierra_Canopy.jpg"&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist Nacht in der trockensten Wüste der Welt. &lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/1600/pedro.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px 10px 10px 0px; float: left;" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/320/pedro.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Ich befinde mich, etwa eine halbe Autostunde von San Pedro de Atacama entfernt, im Garten eines französischen Astronoms. Wie jede Nacht in der Wüste, so ist auch diese sternenklar und kalt. Das leuchtende Mondlicht läßt die Vulkankette am Ende der Ebene erkennen. Noch schwirren die Eindrücke des Tages durch die Luft: der staubige Boden, die roten Berge und Vulkane, die braunen Lehmhütten San Pedros, die Wüstensonne, die alles gelb erstrahlen lässt am Tage, orange, wenn sie über Stunden sinkt und schließlich rot, wenn sie untergeht. &lt;a href="http://www.tagebuch-oase.de/uploads/sierra_San-Pedro.jpg"&gt;&lt;/a&gt;Im Garten des Astronomen stehen fünf gewaltige Teleskope. Eifrig rennt der Franzose von Teleskop zu Teleskop und holt die Wunder des Himmels zu uns auf die Erde. Reihum bestaune ich die Himmelskörper in den Teleskopen. Bis zum Wahrnehmungsvermögen meiner Augen hinab ziehen die Linsen &lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/1600/mond.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px 0px 10px 10px; float: right;" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/320/mond.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;uralte Bilder durch das All, die Athmosphäre, die Luft: Nebel im Gürtel des Orions, die Milchstraße, Sirius, Sternenhaufen und Saturn. Der Raum verschwindet und der Mond ist plötzlich kein Trabant der Erde mehr, sondern eine große, grauleuchtende Kugel zwischen meinen Händen.&lt;a href="http://www.tagebuch-oase.de/uploads/sierra_Mond.jpg"&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/25216035-114404445051421049?l=deernaufreisen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/25216035/posts/default/114404445051421049'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/25216035/posts/default/114404445051421049'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://deernaufreisen.blogspot.com/2006/04/chile-zu-wasser-land-und-in-der-luft.html' title='Chile: Zu Wasser, an Land und in der Luft'/><author><name>Sarah</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12306235937745845666</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_K-43ddzTI00/ShyHJLI9aJI/AAAAAAAAA_A/0J27FdAFUDI/S220/Unbenannt-1+Kopie.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-25216035.post-114404208995212783</id><published>2006-04-03T07:16:00.001+02:00</published><updated>2008-12-08T14:11:05.347+01:00</updated><title type='text'>Die Fünfte Schöne</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="color: rgb(102, 102, 102); font-weight: bold;"&gt;Geschrieben am 18. Januar 2006 in Pichilemu (Chile)&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(102, 51, 102);"&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;:&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(102, 51, 102);font-size:78%;" &gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;Über Chiles landschaftlichen Reichtum vergisst es sich schnell, dass es in diesem Land auch Armut gibt. Aber – wie fühlt sie sich eigentlich an, diese Armut?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich bin nicht arm. Wenn ich zuvor an Armut dachte, habe ich mir immer vorgestellt, dass die Tragik darin liegt, kein Geld zu haben, jeden Peso dreimal umdrehen zu müssen und sich nichts leisten zu können. Sobald Nahrung und Unterkunft vorhanden sind, so dachte ich, könne man sich doch wenigstens einigermaβen im Leben einrichten. Mittlerweile glaube ich, dass es nicht unmittelbar der Mangel an Geld ist, der das Armsein so grausam macht. Schlimmer ist die physische und psychische Bedrängung, die mit der Armut einhergeht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Siedlung Quinta Bella (die „Fünfte Schöne") im Stadtteil Recoleta &lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/1600/Justicia.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px 10px 10px 0px; float: left;" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/320/Justicia.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;gehört nicht zu den ärmsten Vierteln Santiago de Chiles. Dennoch empfiehlt es sich nicht, nach Einbruch der Dunkelheit alleine durch die población zu spazieren. Ein Deutscher, der die Fünfte Schöne unbedarft betrachtet, würde wohl zu dem Schluss kommen, dass es sich hierbei um eine ausgebaute &lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/1600/Hausbau.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px 0px 10px 10px; float: right;" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/200/Hausbau.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Schrebergartenkolonie handelt: Kleine, flache Lauben aus Holz, mit teils liebevoll gepflegten Gärten, säumen bereits geteerte Straßen und kleinere Passagen. Auf den ersten Blick ist die Siedlung eine kleinbürgerliche, etwas herunter gekommene Schönheit. Dass die Häuser, die nach außen hin so wohnlich aussehen, aus Platten verschiedensten Materials der Marke „Eigenbau" zusammengesetzt sind, sieht man erst bei einem Blick hinter die Fassaden. &lt;a href="http://www.tagebuch-oase.de/uploads/sierra_Santiago-Hausbau-05-copia.jpg"&gt;&lt;/a&gt;Dann erscheinen die Lauben oft nicht besser, &lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/1600/Hinterhof.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px 10px 10px 0px; float: left;" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/200/Hinterhof.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;als die Hütten eines Bauspielplatzes. &lt;a href="http://www.tagebuch-oase.de/uploads/sierra_Santiago-Hausbau-12-copia.jpg"&gt;&lt;/a&gt;Die Wände der eng verschachtelten Behausungen sind so dünn und unisoliert, dass ich die ersten Nächte dachte, Fremde seien in unser Haus eingedrungen, dabei handelte es sich lediglich um unsere Nachbarn ringsherum. Unser Lieblingsnachbar nutzt seine Nächte übrigens dazu, sich nach Herzenslust auszurotzen und auszurülpsen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Haus von Gaby, in dem ich wohne, gehört zu den schönsten und größten der Siedlung, wie Gaby selbst berechtigterweise betont. &lt;a href="http://www.tagebuch-oase.de/uploads/sierra_Santiago-Tolten-1-copia.jpg"&gt;&lt;/a&gt;&lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/1600/Tolten.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px 0px 10px 10px; float: right;" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/320/Tolten.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Wir bewohnen augenblicklich zu sechst etwa 60m2, wobei der größte Raum, das Wohn- und Esszimmer, unbenutzt bleibt. Jetzt im Sommer spielt sich das Leben in der Küche, dem Hof, dem Bad, den beiden Schlafzimmern und dem Flur ab. Neben meinem steht noch ein weiteres Bett in jeweils einer Nische am Ende des Flurs. Dies bedeutet, dass ich außer dem viel frequentierten Klo keine Möglichkeit habe, mich in einen Raum mit Tür zurückzuziehen. Auch wenn ich mich einmal für einen Augenblick hinlege, dauert es zumeist keine fünf Minuten, bis irgendjemand – ohne anzuklopfen, wie auch! – angeschossen kommt: um mich etwas zu fragen, um mit mir zu reden oder um etwas aus dem Gemeinschaftsschrank zu holen, der sich ebenfalls in meiner Nische befindet. Die Flucht in einen inneren, vorübergehenden Autismus bleibt ebenfalls verwehrt, da die aufrichtig herzliche, liebenswerte und rührend fürsorgliche Gaby über einen nur allzu menschlichen Fehler verfügt: Sie redet vom Aufstehen bis zum Schlafengehen und das ohne Punkt und Komma. Ihre neuenjährige Enkelin Daniela, die während der Ferien bei ihrer abuelita wohnt, steht ihr da in nichts nach. Es ist schwierig, adäquat auf einen Wortschwall zu reagieren, von dem man zum einen, wegen des starken chilenischen Dialektes, nur die Hälfte verstanden hat und während man zum anderen sich gerade darauf konzentriert ein paar Sachen zusammenzupacken. Nicht selten ist es vorgekommen, dass bis zu drei Menschen gleichzeitig auf mich eingeredet haben, während ich eigentlich mit etwas ganz anderem beschäftigt war. Wo kann ich hier mal die Tür zu machen?! Die einzige Gelegenheit des Tages, ungestört zu sein, war während des Yogas. Denn eines hat Gaby verstanden: die komischen Verrenkungen, die ihre Mädchen dort im Hof machen, muß man in Stille absolvieren und streng ermahnt sie Daniela, uns nicht dabei zu stören! Die Nachbarschaft, von der Gaby bis auf Ausnahmen gar nichts hält („Diese Leute!"), denen sie dennoch mit furchtsamer, respektvoller Höflichkeit begegnet, kommentieren oft und gerne, was diese deutschen Gringas dort schon wieder hinter Señora Gabys Gartenzaun treiben. Peinlich genau achtet Gaby darauf, mit welchen Kindern ihre Enkelin spielt. Einige ältere Mädchen, Gangführerinnen, haben Daniela und ihre Großmutter beschimpft. Vor einigen Wochen ist ein Block weiter jemand erstochen worden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Hauptumschlagsplatz für Drogen in der Quinta Bella befindet auf dem kleinen Pfad, der an der rechten Seite unseres ca. 30m2 messenden Hofs entlang führt. &lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/1600/Kundschaft.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px 10px 10px 0px; float: left;" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/320/Kundschaft.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Mickrige, zittrige Gestalten warten dort auf den Kauf ihres nächsten Schußes, der oft direkt an Ort und Stelle verabreicht wird. Zu anderen Zeiten erwarten Dealer mit Markenklamotten und dicken Goldketten ihre Kundschaft. Am Wochenende fahren die reichen Kids in ihren blitzeblank polierten Jeeps und Pickups vor. Gaby hat Angst. Und wir beobachten durch die Gitterstäbe des Gartenzauns staunend das Spektakel, das uns dort geboten wird. Dann erscheint der Hof mit seinem Dach aus prallgefüllten Wein und seinen prächtigen Blumen wie eine unwirkliche Insel der sicheren Behaglichkeit im Ozean der Realität. Die Szenerie ist surrealistisch. Bis heute habe ich noch nicht herausgefunden, auf welcher Seite des Zauns sich eigentlich die Zootiere und auf welcher sich die Zoobesucher befanden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ab Einbruch der Dunkelheit, wenn sich die Hitze unter der Smoggglocke legt, bis tief in die Nacht hinein wird auf der Straße gesessen, gegessen, gelacht, gespielt, geredet, geschrien, gelebt. Drei verschiedene Basslinien, die aus drei verschiedenen Häusern dröhnen, kämpfen mit der Waffe der Lautstärke um die Vorherrschaft in der Fünften Schönen. &lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/1600/Aufzug.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px 0px 10px 10px; float: right;" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/200/Aufzug.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Der Geschenkrenner für die lieben Kleinen, die zugleich Quelle und Anlaß jeder Menge Gebrülls sind, war dieses Jahr ein laut ratterndes Mini-Elektroauto, das beim Fahren Melodien mit dem Charme monophoner Handyklingeltöne von sich gibt. Um ein Uhr liege ich dann endlich in meinem Bett. Gegen den Lärm, der von der Straße durch die ungedämpften Pappwände bis zu mir in meine Flurnische dringt, kommen auch Oropax nicht an. Meine Muskeln sind angespannt, alle meine Sinne aufmerksam und mein Geist hellwach. Die Geräusche sind unübersichtlich, unbekannt und ungleichmäßig. Mein Körper ist fluchtbereit; jeden Moment könnte das Mammut über die nicht vorhandene Türschwelle kommen und mich angreifen. Der Schlaf wird leicht, kurz und von wirren Träumen begleitet sein. Morgen wird sich der Tag voller Anspannungen wiederholen. Und übermorgen und überübermorgen und...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Weil ich nicht arm bin, habe ich die Wahl und verlasse die Fünfte Schöne, den Ort der ewigen Beklemmung. Ich bin erleichtert, dass sich meine Agressionen, für die sich kein Ventil finden ließ und die der Zustand des Gefangenseins auf dem Präsentierteller nach nur drei Wochen in mir hervorgerufen hat, bald legen werden. Zurück lasse ich Gaby und Daniela, die wohl liebevollsten Menschen, denen ich jemals begegnet bin. Mit meinem riesigen Rucksack, in dem sich mehr Werte befinden, als einige meiner ehemaligen Nachbarn je besitzen werden, durchschreite ich ein letztes Mal den Spießroutenlauf in meiner Straße der Quinta Bella. Sie heißt Justicia Social – „Soziale Gerechtigkeit".&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/25216035-114404208995212783?l=deernaufreisen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/25216035/posts/default/114404208995212783'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/25216035/posts/default/114404208995212783'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://deernaufreisen.blogspot.com/2006/04/die-fnfte-schne.html' title='Die Fünfte Schöne'/><author><name>Sarah</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12306235937745845666</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_K-43ddzTI00/ShyHJLI9aJI/AAAAAAAAA_A/0J27FdAFUDI/S220/Unbenannt-1+Kopie.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-25216035.post-114404118823208294</id><published>2006-04-03T06:41:00.003+02:00</published><updated>2008-12-08T14:16:15.567+01:00</updated><title type='text'>Wann ist eigentlich Weihnachten?</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="color: rgb(102, 102, 102); font-weight: bold;"&gt;Geschrieben am 02. Januar 2006 in Viña del Mar (Chile):&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(102, 51, 102);"&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/1600/Nikolaus.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px 10px 10px 0px; float: left;" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/200/Nikolaus.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Nachdem ich meinem neunjährigen Cousin Julian am Telefon auf Nachfrage („Also sag mal Sarah, bei Euch ist es ja noch nachmittags und hier ist schon Schlafenszeit. Wie machst Du das denn? Schläfst Du dann jetzt?") die Sache mit der Zeitverschiebung erklärt hatte, setze ich noch einen oben drauf: „Und weil Chile auf der Südhalbkugel liegt, ist hier Sommer und nicht Winter. Kannst Du Dir vorstellen, &lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/1600/Tannebaum.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px 0px 10px 10px; float: right;" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/200/Tannebaum.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;dass ich an Weihnachten bei über 30 Grad im Garten sitzen werde?"„Ach, dann ist bei Euch also gar nicht Weihnachten?"&lt;br /&gt;So unrecht hatte Julian gar nicht, denn irgendwie war wirklich nicht Weihnachten. Der Tag stimmte zwar, schon seit Wochen hing Weihnachtsschmuck zwischen den Palmen und die Santiagoer Innenstadt war genauso unerträglich wie die Mönckebergstraße kurz vorm Vierundzwanzigsten, aber die Hitze?&lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/1600/Grillen.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px 10px 10px 0px; float: left;" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/200/Grillen.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt; Und der unentwegte Sonnenschein? Das Vogelgezwitscher? Die Erdbeeren und die Blütenpracht? Von Weihnachtsstimmung konnte nicht die Rede sein und hätte unsere Vermieterin Gabi nicht einen schief-tönenden und nervraubenden &lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/1600/Gruppe.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px 0px 10px 10px; float: right;" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/200/Gruppe.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Weihnachtsbaum auf ihrer Terrasse stehen, so hätte ich Weihnachten fast vergessen können. Kein Plätzchenbacken, kein Plätzchenessen, keine Geschenke in letzter Minute kaufen, keine Familienfeiern, keine Arbeit beim Pflegedienst und wegen der deutschen und chilenischen Schneckenpost noch nicht einmal Geschenke zum selber Auspacken. &lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/1600/Kirchgang.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px 10px 10px 0px; float: left;" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/200/Kirchgang.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Und was macht man an Weihnachten im Sommer? Ganz klare Sache: &lt;a href="http://www.tagebuch-oase.de/uploads/sierra_Weihnachten_2005_-_Grillmaster_2_Kopie.jpg"&gt;&lt;/a&gt;Grillen natürlich, zusammen mit den deutschen Freiwilligen&lt;a href="http://www.tagebuch-oase.de/uploads/sierra_Weihnachten_2005_-_Weihnachtengruppenbild_2_Kopie.jpg"&gt;&lt;/a&gt;, die hier in der Gemeinde arbeiten, in der Messe „Oh Du fröhliche", „Stille Nacht, Heilige Nacht" und „Oh Tannebaum" vortragen, über die nächtliche Kinderparty auf der Straße staunen (Bescherung ist in Chile erst nach Mitternacht) - nein, das hier ist sie nicht! das Bild ist aucf dem Rueckweg von der Kirche aufgenommen worden - &lt;a href="http://www.tagebuch-oase.de/uploads/sierra_Weihnachten_2005_-_Kirchgang_2_Kopie.jpg"&gt;&lt;/a&gt;und den Ersten Feiertag zum Verdauen im Freibad verbringen!&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/25216035-114404118823208294?l=deernaufreisen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/25216035/posts/default/114404118823208294'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/25216035/posts/default/114404118823208294'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://deernaufreisen.blogspot.com/2006/04/wann-ist-eigentlich-weihnachten.html' title='Wann ist eigentlich Weihnachten?'/><author><name>Sarah</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12306235937745845666</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_K-43ddzTI00/ShyHJLI9aJI/AAAAAAAAA_A/0J27FdAFUDI/S220/Unbenannt-1+Kopie.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-25216035.post-114403884628337835</id><published>2006-04-03T06:25:00.001+02:00</published><updated>2008-12-08T14:17:38.069+01:00</updated><title type='text'>Workshop</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="color: rgb(102, 51, 102);"&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;strong&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="color: rgb(102, 102, 102); font-weight: bold;"&gt;Geschrieben am 27. Dezember 2005 in Santiago (Chile):&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(102, 51, 102);"&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;em&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Wegen einiger Schwierigkeiten beim Einstellen der Fotos nun noch ein kleiner Nachtrag zum La Pazer Projekt.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;a href="http://www.tagebuch-oase.de/uploads/sierra_Taller_-_Jubel_1.jpg"&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Zu guter Letzt hat er dann doch noch stattgefunden -&lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/1600/Kiddies.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px 10px 10px 0px; float: left;" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/200/Kiddies.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt; unser Workshop zu den Millenniumszielen (s. „Bolivia"). Austragungsort war das Jugendzentrum, in dem eine unserer Mitbewohnerinnen Kunst- und Capoeirakurse gibt. &lt;a href="http://www.tagebuch-oase.de/uploads/sierra_Taller-Kiddies.jpg"&gt;&lt;/a&gt;Dort oben beim Zentrum, am Rand des Talkessels, in dem La Paz liegt, ist der Ausblick zwar hervorragend &lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/1600/F&amp;amp;S.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px 0px 10px 10px; float: right;" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/200/F%26S.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;– entgegen der meisten Großstädte, bedeutet „Hanglage" in La Paz „arm"; wer reich ist wohnt unten – aber die Zukunftschancen für Jugendliche sind vernichtend.&lt;br /&gt;Für den Workshop hatten wir uns in bester ASA-Manier zwei Spiele ausgedacht: ein Rollenspiel, in dem die 12-20jährigen Jugendlichen eine UNO-Versammlung simulierten, um zu diskutieren, was man in der Welt ändern müsste, &lt;a href="http://www.tagebuch-oase.de/uploads/sierra_Taller_Florian_und_Sarah.jpg"&gt;&lt;/a&gt;damit alle Menschen glücklich leben können, und ein Quiz mit Multiple-Choice-Fragen über die Millenniumsziele. Ganz entgegen unserer Befürchtungen &lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/1600/Saar.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px 0px 10px 10px; float: right;" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/200/Saar.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;beteiligten sich die Jugendlichen mehr als rege und verfügten über ein wirklich erstaunliches Wissen. Die meisten deutschen Altersgenossen interessieren wohl diese politischen und wirtschaftlichen Zusammenhänge wesentlich weniger.&lt;br /&gt;Mir scheint, dass wir alle beim Workshop eine Menge Spaß hatten &lt;a href="http://www.tagebuch-oase.de/uploads/sierra_Taller_-_Jubel_1.jpg"&gt;&lt;/a&gt;&lt;a href="http://www.tagebuch-oase.de/uploads/sierra_Taller-Lachend2.jpg"&gt;&lt;/a&gt;und hoffentlich ist auch noch ein bisschen was hängen geblieben! &lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/1600/Jubel.0.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px 10px 10px 0px; float: left;" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/320/Jubel.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/25216035-114403884628337835?l=deernaufreisen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/25216035/posts/default/114403884628337835'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/25216035/posts/default/114403884628337835'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://deernaufreisen.blogspot.com/2006/04/workshop.html' title='Workshop'/><author><name>Sarah</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12306235937745845666</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_K-43ddzTI00/ShyHJLI9aJI/AAAAAAAAA_A/0J27FdAFUDI/S220/Unbenannt-1+Kopie.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-25216035.post-114403790166240825</id><published>2006-04-03T05:56:00.001+02:00</published><updated>2008-12-08T14:18:46.087+01:00</updated><title type='text'>Hasta muy pronto Bolivia, bien venido Chile!</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="color: rgb(102, 51, 102);"&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style=";font-family:arial;font-size:78%;"  &gt;&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(102, 102, 102);font-size:85%;" &gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Geschrieben am 18. Dezember 2005 in Iquique (Chile):&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(102, 51, 102);"&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;Tja, ja, scheiden tut weh. &lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/1600/Illampu.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px 0px 10px 10px; float: right;" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/320/Illampu.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Meine Zeit in Bolivien ist nun vorbei und der Abschied ist mir schon sehr schwer gefallen, denn das Fremde ist mir in den letzten drei Monaten ein zu Hause geworden, indem ich mich zudem sehr wohl gefühlt habe. In Bolivien kann man innerhalb von 18 Stunden mit dem Bus landschaftlich von der Schweiz nach Thailand reisen. In Bolivien ist es furchtbar heiß und furchtbar kalt. Bolivien ist arm und reich. Die Menschen sind herzlich und offen, aber auf eine gewisse Weise doch unnahbar. In Bolivien erhält alles einen anderen Wert. Bolivien ist unfassbar und doch so real. &lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/1600/Bolivien.0.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px 10px 10px 0px; float: left;" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/200/Bolivien.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Auch wenn das Projekt nicht so verlaufen ist, wie ich es mir gewünscht hätte, so habe ich doch viele wertvolle Erfahrungen gemacht und viele wertvolle Menschen kennen gelernt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und Chile? Chile ist anders.&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.tagebuch-oase.de/uploads/sierra_Arica_-_Chile_Flagge.jpg"&gt;&lt;/a&gt;Arica, der erste chilenische Ort, in dem ich war, verfügt &lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/1600/Chile.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px 0px 10px 10px; float: right;" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/200/Chile.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;über eine nach deutschen Maßstäben vollwertige Fußgängerzone: Sauber, mit netten Cafés, den chilenischen Äquivalenten von Karstadt und H&amp;amp;M und einem McDonalds. Dementsprechend nähern sich die chilenischen Preisen auch erschreckend dicht den deutschen an, insbesondere wenn man aus Bolivien kommt. Ich hatte einen Kulturschock und war „not amused"! &lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/1600/Telefonblick.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px 10px 10px 0px; float: left;" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/320/Telefonblick.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Mittlerweile befinde ich mich einige 100 Kilometer weiter südlich in Iquique und hier gefällt es mir gleich viel besser. Die Stadt wirkt weniger ordentlich, das Klima ist angenehm, die Landschaft großartig &lt;a href="http://www.tagebuch-oase.de/uploads/sierra_Iquique_-_Telefonblick.jpg"&gt;&lt;/a&gt;&lt;a href="http://www.tagebuch-oase.de/uploads/sierra_Lobo.jpg"&gt;&lt;/a&gt;und ich lerne endlich surfen. &lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/1600/Lobo.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px 0px 10px 10px; float: right;" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/200/Lobo.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Neben dem Hotel, in dem ich wohne (2 Minuten Fußweg bis zum Strand) ist eine Café und eine Tür weiter die Surfschule. Die Jungs vom Café und der Schule haben mich adoptiert, sodass auch die quasi Abwesenheit anderer Touristen in Iquique für mich mehr als zu verkraften ist. Für einen Augenblick war ich besorgt, dass ich mich langweilen könnte…&lt;br /&gt;&lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/1600/Kite.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px 10px 10px 0px; float: left;" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/200/Kite.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Heute hatte ich meine zweite Surfstunde und habe es immerhin mehrfach geschafft mich, die Welle reitend, aufs Brett zu knien. Da dieses Ereignis allerdings undokumentiert blieb, zum Schluss ein Foto von mir bei meinen ersten Trockenübungen zum Kitesurfen.&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.tagebuch-oase.de/uploads/sierra_Iquique_-_Kite_Sarah.jpg"&gt;&lt;/a&gt;Bien Venido, Chile!&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/25216035-114403790166240825?l=deernaufreisen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/25216035/posts/default/114403790166240825'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/25216035/posts/default/114403790166240825'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://deernaufreisen.blogspot.com/2006/04/hasta-muy-pronto-bolivia-bien-venido.html' title='Hasta muy pronto Bolivia, bien venido Chile!'/><author><name>Sarah</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12306235937745845666</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_K-43ddzTI00/ShyHJLI9aJI/AAAAAAAAA_A/0J27FdAFUDI/S220/Unbenannt-1+Kopie.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-25216035.post-114398550120073525</id><published>2006-04-02T15:03:00.001+02:00</published><updated>2008-12-08T14:19:53.959+01:00</updated><title type='text'>Bolivia</title><content type='html'>&lt;p align="justify"&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style="color: rgb(204, 153, 51);font-family:arial;font-size:78%;"  &gt;&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="color: rgb(102, 102, 102); font-weight: bold;"&gt;Geschrieben am 16. November 2005 in La Paz (Bolivien):&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Irgendwo im öden, aber für durchreisende Touristen wunderschönen und unwirklichen&lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/1600/Stra??e.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px 0px 10px 10px; float: right;" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/320/Stra%3F%3Fe.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt; Grenzland zu Chile treffe ich in der Kneipe eines scheinbar gottverlassenen Dorfes einen sturzbetrunkenen Bauern.&lt;a href="http://www.tagebuch-oase.de/uploads/sierra_Uyuni_-_Aldea_1_Kopie.jpg"&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;„Wovon lebst Du?", frage ich ihn, nachdem wir uns miteinander bekannt gemacht haben.&lt;br /&gt;„Quinua, was anderes wächst hier nicht", ist die erste einer Kette von ernüchternden Antworten.&lt;br /&gt;„Und das Vieh?" frage ich weiter.&lt;br /&gt;„Schwierig, schwierig. Im Sommer ist alles so trocken, dass es nichts zu Fressen findet und im Winter erfriert es."&lt;br /&gt;Ich schweige und nippe ein wenig an meinem Bier.&lt;br /&gt;„Wirst Du Evo wählen?", frage ich schließlich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/1600/MAS.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px 10px 10px 0px; float: left;" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/320/MAS.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Evo Morales und seiner Partei Movimiento Al Socialismo – MAS (Bewegung zum Sozialismus) &lt;a href="http://www.tagebuch-oase.de/uploads/sierra_MAS.jpg"&gt;&lt;/a&gt;werden für die im Dezember stattfindenden Wahlen gute Chancen prognostiziert. Evo Morales ist - wie Hugo Chávez – ein linker Populist. Am Kühlschrank unserer WG klebt ein Aufkleber, auf dem Evo grüßend mit roter Jacke und Barett abgebildet ist. Darüber prangt der Solgan: Venezuela no está sóla (Venezuela ist nicht allein), der mich immer an das kubanische Revolutionslied Cuba no está sóla denken lässt. Die Sozialismus-Rhetorik &lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/1600/Blockade.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px 10px 10px 0px; float: left;" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/320/Blockade.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;der MAS ist Wasser auf die erbosten Mühlen eines Großteils der Bolivianer: Nacionalizar gas – Expulsar las transnacionales (Gas nationalisieren – Transnationale (Firmen) rausschmeißen).&lt;a href="http://www.tagebuch-oase.de/uploads/sierra_Valle_de_la_Luna__-_Gas_+_Fussball_02_Kopie.jpg"&gt;&lt;/a&gt; Bolivien ist im Grunde genommen nicht arm; die Gasvorkommen beispielsweise sind reichlich. Aber Bolivien ist hoch verschuldet und seine Schuldner, wie die Weltbank und der Internationale Währungsfond (IWF), erlassen dem Land &lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/1600/Fussi%20Gas.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px 10px 10px 0px; float: left;" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/320/Fussi%20Gas.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;einen Teil der Schulden nur unter der Bedingung, dass die Rechte an Öffentlichen Gütern, z.B. Gas und Wasser, an private, d.h. ausländische Großkonzerne, abgegeben werden. Augenblicklich ist die alltägliche Versorgung mit Gas in Bolivien nicht gesichert, sodass Straßenblockaden mit leeren &lt;a href="http://www.tagebuch-oase.de/uploads/sierra_La_Paz_-_Blockade_Kopie.jpg"&gt;&lt;/a&gt;Gasflaschen in La Paz, aber mehr noch in El Alto (La Paz´ „Armenhaus" und Sattelitenstadt) keine Besonderheit mehr sind. Wie kann ein Land zur gleichen Zeit über so viel und so wenig Gas verfügen?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Ich werde gar nicht wählen!", erwidert mein Gegenüber erbost.&lt;br /&gt;„Aber warum? Wählen ist doch wichtig!", ich bin erstaunt.&lt;br /&gt;„Hier in dieser Gegend wird niemand zur Wahl gehen, niemand!".&lt;br /&gt;„Aber warum?" frage ich erneut und mit noch mehr Verwunderung.&lt;br /&gt;„Cochabamba! Sucre! La Paz! Santa Cruz!", die Emotionen kochen hoch. „Da kümmern sich die Kandidaten drum! Aber um uns, um unsere Gegend, da schert sich niemand drum!".&lt;br /&gt;Am nächsten Tag bestätigt mir unser Reiseleiter, der ebenfalls aus der Region stammt, diese Tatsache.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist heiß, um die 40 Grad und die Luft so staubig, dass das Atmen zur Qual wird. Meine Gummistiefel stapfen durch Pfützen auf dem unebenen Boden. Gebückt und keuchend krauche ich durch die klaustrophobischen Gänge der beinahe 500 Jahre alten Silbermine von Potosí, die immer noch in Betrieb ist. Weite Strecken auf dem Weg hinab kommen wir nur in der Hocke oder auf dem Bauch robbend voran. Der dreistündige Ausflug für Touristen gerät zur Grenzerfahrung. Wer wird hier nur arbeiten können?&lt;br /&gt;In einem der großen Gänge – ca. zwei Meter breit und aufrechtes Stehen ist möglich – fängt unser Führer auf einmal an zu brüllen: „Rapido! Rapido!!" (Schnell! Schnell!!) und deutet uns, zu einer Nische vorzueilen und uns gegen die bröckelige Wand zu drücken. Von vorne hören wir ein Poltern immer näher kommen. Aus dem fernen Dunkel tauchen, Berggeistern gleich, drei Minenarbeiter auf, die einen vollen Karren mit Mineralien schwerfällig vorwärts schieben. Nur um haaresbreite &lt;a href="http://www.tagebuch-oase.de/uploads/sierra_Karren.jpg"&gt;&lt;/a&gt;kann sich der Wagen an uns vorbei drängen.&lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/1600/Mine.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px 0px 10px 10px; float: right;" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/320/Mine.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Nach einer weiteren halben Stunde, in der alle damit kämpfen ihre eigenen Körper schwerfaellig vorwärts zu schieben, erreichen wir die dritte Ebene und damit den tiefsten Punkt unserer Tour. In einem verhältnismäßig geräumigen Hohlraum treffen wir auf eine vierköpfige Arbeitergruppe und machen Rast mit den Mineros: Sie bieten uns Koka-Blätter und 96%igen Schnaps an. Ablehnen kommt nicht in Frage. Wir haben Geschenke mitgebracht: überzuckerte Brause („Löscht zwar nicht den Durst, aber sie mögen es wegen des Zuckers. Zucker ist Energie", kommentiert unser Minenführer), Koka und Sprengsätze, die man ohne weiteres in den Lebensmittelgeschäften um den Hügel von Potosí kaufen kann. Einer der Minenarbeiter erzählt, dass er bereits seit 30 Jahren in der Mine arbeitet und 42 Jahre alt ist. Die jüngsten Mineros beginnen schon mit zehn Jahren zu arbeiten, obwohl das offizielle Alter für eine Anstellung in der Mine ist 18 ist. &lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/1600/Sarah.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px 10px 10px 0px; float: left;" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/320/Sarah.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Jeder Mann, egal welchen Alters könne jederzeit anfangen, wie uns berichtet wird. Machísmo sei weit verbreitet und niemals habe eine Frau in der Mine gearbeitet oder dies auch nur gewollt. Normalerweise dauere eine Schicht acht bis neun Stunden, aber da die nächste Woche wegen eines Feiertages frei sei, würden sie nun schon seit drei Tagen unter Tage sein. Wie der Verdienst sei? Mal so, mal so.&lt;br /&gt;Alle Mineralien, die eine Gruppe findet ist ihr Eigentum und wird unter den Gruppenmitgliedern geteilt. Kein Fund, kein Verdienst.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Um mich herum erstreckt sich ein weites Nichts aus Sand und Stein. Hinter mir ragt eine Felswand, Attraktion der kargen Landschaft, in die Höhe. Ich sitze ein wenig erhöht auf einem Felsvorsprung. Der Teller auf meinen Knien beherbergt &lt;a href="http://www.tagebuch-oase.de/uploads/sierra_Fussball.jpg"&gt;&lt;/a&gt;bolivianisches Standardessen: Huhn, Reis und Kartoffeln (oh bitte nicht schon wieder!). Neben mir lauert ein Viscachy, eine Mischung aus Hase und Chinchilla, auf einen kleinen Snack. &lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/1600/W??stenfussi.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px 0px 10px 10px; float: right;" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/320/W%3F%3Fstenfussi.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Der Tourleiter erläutert: „Gibst du dem Viscachy Brot, es wird essen, gibst Du ihm Schokolade, es wird essen, gibst du ihm Fleisch, es wird essen, gibst du ihm Kaugummi, es wird kauen, gibst Du ihm eine Zigarette, es wird rauchen…". Ein Stückchen weiter rechts versuchen einige lebensmüde Franzosen ihre alte, klapprige Ente wieder flott zu bekommen, mit der sie wie die Bekloppten über die Schotterpisten brettern. Während der Fahrt zeigt uns unser Fahrer im Halbstundentakt Spuren und Krater im Sand und lacht schadenfroh: „Schon wieder eine Ente verunglückt!". Vor mir spielt der kleine Sohn der Köchin Fußball. Ob er wohl schon in die Schule gehen müsste?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Aufgabe unseres Projektes ist es, Informationsmaterial für die weniger gebildete Bevölkerung zu den Millenniumszielen der Vereinten Nationen zu entwickeln. Zur Jahrtausendwende haben die Vereinten Nationen acht Entwicklungsziele verabschiedet, die bis 2015 erreicht sein sollen. Wie wichtig es ist, diese Ziele insbesondere in Bolivien, Lateinamerikas ärmsten Land, zu verwirklichen, zeigen einige schnöde Zahlen:&lt;br /&gt;1. Ziel: Bis 2015 Hunger und extreme Armut (Einkommen ist geringer als 1 US Dollar pro Tag) halbieren. In Bolivien sind 63% der Bevölkerung von Armut betroffen.&lt;br /&gt;2. Ziel: Bis 2015 sollen alle Kinder eine primäre Schulbildung (bis ca. 6. Klasse) erhalten. In Bolivien sind 20% der Bevölkerung Analphabeten.&lt;br /&gt;3. Ziel: Die Gleichheit der Geschlechter und die Selbständigkeit der Frau erreichen. In Bolivien sind 18,46% der Parlamentsabgeordneten Frauen. &lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/1600/Haus.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px 10px 10px 0px; float: left;" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/320/Haus.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;4. Ziel: Die Kindersterblichkeit der Kinder unter fünf Jahren bis 2015 um zwei Drittel reduzieren. In Bolivien sterben 75 von 1000 Kindern ehe sie ihr fünftes Lebensjahr erreicht haben.&lt;br /&gt;5. Ziel: Die Müttersterblichkeit bis 2015 um drei Viertel halbieren. In Bolivien erhalten 51% der Mütter irgendeine Form (schul)medizinische Hilfe bei der Geburt.&lt;br /&gt;6. Ziel: HIV/AIDS, Malaria, Tuberkulose und andere vermeidbare Krankheiten eindämmen. Bolivien zählt 1517 registrierte Aidsfälle und 14.910 Malariakranke. Jährlich werden um die 7500 neue Fälle von Tuberkulose bekannt.&lt;br /&gt;7. Ziel: Die Nachhaltigkeit der Umwelt erhalten, z.B. die Zahl der Menschen ohne Zugang zu sicherem Trinkwasser und grundlegender Sanitärversorgung halbieren. In Bolivien leben ca. 37% der Bevölkerung ohne sicheres &lt;a href="http://www.tagebuch-oase.de/uploads/sierra_Haus.jpg"&gt;&lt;/a&gt;Trinkwasser und sanitäre Anlagen.&lt;br /&gt;8. Ziel: Aufbau einer weltweiten Entwicklungspartnerschaft, z.B. ein gerechtes und nicht diskriminierendes Handels- und Finanzsystem entwickeln. Die Vereinten Nationen rechnen damit, dass man zur Erreichung der Millenniumsziele jährlich 195 Mrd. US Dollar bräuchte. Jährlich werden weltweit insgesamt 900 Mrd. US Dollar für die Militäretats ausgeben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/1600/Flamingo.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px 0px 10px 10px; float: right;" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/320/Flamingo.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Lagunen lassen die Wüste auf über 4000m Höhe leben. Einige sind grün vom Kupfer, andere knallig pink durch &lt;a href="http://www.tagebuch-oase.de/uploads/sierra_Uyuni_-_Flamingos_01_Kopie.jpg"&gt;&lt;/a&gt;Mikroorganismen und auf anderen liegt eine weiße Schicht aus Salpeter. Unzählige Flamingos verstärken den Eindruck vor einer Fata Morgana zu stehen. Der Himmel ist blau und die Wüste schweigt beharrlich. Bolivien scheint nicht arm.&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/25216035-114398550120073525?l=deernaufreisen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/25216035/posts/default/114398550120073525'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/25216035/posts/default/114398550120073525'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://deernaufreisen.blogspot.com/2006/04/bolivia.html' title='Bolivia'/><author><name>Sarah</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12306235937745845666</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_K-43ddzTI00/ShyHJLI9aJI/AAAAAAAAA_A/0J27FdAFUDI/S220/Unbenannt-1+Kopie.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-25216035.post-114398288114930432</id><published>2006-04-02T14:51:00.001+02:00</published><updated>2008-12-08T14:21:03.630+01:00</updated><title type='text'>Alltag</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="color: rgb(102, 102, 102); font-weight: bold;"&gt;Geschrieben am 10. Oktober 2005 in La Paz (Bolivien):&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(102, 51, 102);"&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;Es ist ein Alltag, morgens um sieben und die Welt ist in Ordnung. &lt;a href="http://www.tagebuch-oase.de/uploads/sierra_La_Paz_-_Illimani.jpg"&gt;&lt;/a&gt;&lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/1600/sierra_La_Paz_-_Illimani.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px 10px 10px 0px; float: left;" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/320/sierra_La_Paz_-_Illimani.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;In einer halben Stunde wird der Wecker klingeln und mit ein wenig Glück wird das Bad frei sein. Der Wecker klingelt, das Bad ist nicht frei und die Küche ist überfüllt. Kein Frühstück, keine Dusche, dafür schnell ein Käffchen und ich beziehe den strategisch günstigen Posten im Wintergarten, um bei der nächsten Gelegenheit ins Bad zu hüpfen. Dann Dusche und ein Platz am Frühstückstisch, „Und, was steht bei Dir heute an….?", „Ja, das wäre eine super Idee für´s Wochenende…!", „Wie kommt man dahin…?", „Tschüss, viel Spaß und bis heute Abend dann…!".&lt;br /&gt;Als letzte verlassen dann auch Florian und ich das Haus (flexible Arbeitszeit). Es ist kurz nach neun und die Sonne brennt gnadenlos, nur im Schatten ist es eisig. Auf dem Weg zur Plaza, wo unser Minibus abfährt, gebe ich noch schnell meine Wäsche in der lavandería ab. Wieder beziehe ich Posten, diesmal am Straßenrand. Massen an Minibussen in der Größenordnung von VW-Bussen, in die drei bis vier Bankreihen gezwängt wurden, fahren vorbei. In der Windschutzscheibe zeigen bunte Schilder an , wohin der jeweilige Bus fährt. Zusätzlich brüllt ein Busbegleiter in einem Affentempo die Route aus dem Bus heraus: „Sopocachi, Sopocachi, Plaza Avaroa, Cota Cota a un Boliviano, un Boliviano, Sopocachi…!". &lt;a href="http://www.tagebuch-oase.de/uploads/sierra_La_Paz_-_San_Francisco_02_Kopie.jpg"&gt;&lt;/a&gt;Man muss schon tüchtig aufpassen, um sich auch rechtzeitig den passenden Bus heranzuwinken, aber mittlerweile manage ich das mit dem richtigen Maß an gewusst-wie!-Coolness. Einmal den MINIbus bestiegen wird´s meisten gemütlich: der bolivianische Nahverkehr ist nicht wirklich auf die Platzbedürfnisse von hochgewachsenen Nordeuropäern eingestellt: Trotz Quetschens, Drängens und Beine Verknotens nehmen Florian und ich meistens doch eher zwei reguläre Sitzplätze pro Person ein. Eine Frau in traditioneller Kleidung winkt am Straßenrand und steigt zu. Der Busbegleiter streckt sich durch den Autoinnenraum und sammelt von jedem Fahrgast umgerechnet 15 Cent ein. Wer aussteigen will, gibt dies einfach kurz vor dem Ziel bekannt „Me quedo en la esquina" – „Ich bleibe an der Ecke".&lt;br /&gt;Die Räumlichkeiten von A.I.S. liegen in einer beschaulichen Straße eines besseren Wohnviertels. Außer der Kommunikationswissenschaftlerin Marisol und dem Pharmazeuten Amilcar &lt;a href="http://www.tagebuch-oase.de/uploads/sierra_La_Paz_-_Amilcar__Marisol_Kopie.jpg"&gt;&lt;/a&gt;arbeiten noch acht weitere, feste Mitarbeiter bei A.I.S. in La Paz. &lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/1600/Amilcar%20Marisol.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px 10px 10px 0px; float: left;" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/320/Amilcar%20Marisol.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Alle sind sehr nett und bemüht um uns. Für unsere Recherchen erklärt uns Amilcar, wie man Malaria vorbeugt. Wir werfen noch kurz ein "Buen día" in die anderen Bueros, um dann den restlichen Vormittag lesend bei einer anderen Organisation zu verbringen, die eine hervorragend ausgestattete Bibliothek hat. Mittags geht´s auf eine Ente in eine der zahlreichen Chifas, wie hier chinesische Restaurants heißen. Den Rest der Pause verbringe ich damit, das riesige Marktviertel nach einem Kaffeefilter oder sonstigem Gerät zum bereiten von Filterkaffee zu durchkämmen. Für die hiesige Versorgungslage mit Konsumgütern gilt: Es gibt alles, aber wenn man nicht genau weiß in welcher Ecke des Gewusels das sich Stadt nennt, das Gewünschte feil geboten wird, dann kann die Suche lange und nervenaufreibend werden. Stößt man dann nach Tagen durch Zufall auf das Ersehnte, so kann man sicher sein, dass in just dieser Straße auch nur das eine verkauft wird. Naja, ich muss ja auch nicht immer alles verstehen… &lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/1600/San%20Fancisco.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px 0px 10px 10px; float: right;" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/320/San%20Fancisco.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Am Nachmittag nimmt uns der Chef von A.I.S., Dr. Lanza, mit zu einer seiner Vorlesungen über Öffentliche Gesundheit. Er stellt uns seinen Studenten vor und bittet sie, uns mit auf ihren Feldeinsatz mitzunehmen. Bolivianische Medizinstudenten, die im Schwerpunkt Öffentliche Gesundheit studieren, sind verpflichtet ein Wochenende auf dem Land zu verbringen, um dort gesundheitliche Aufklärung zu betreiben. Alles kein Problem, die Studis nehmen uns gerne mit und wir freuen uns über die kommende Abwechslung. Das Thema der heutigen Vorlesung scheint mir ein wenig auf uns zugemuenzt zu sein. Im Groben ging es um „Warum es in Deutschland keine schweren Krankheiten gibt und was die internationale Politik damit zu schaffen hat". Zu einer zweiten Vorlesung können wir leider nicht bleiben, weil um 17.00Uhr unsere Förderstunde in Aymara (neben Quetchua, Guaraní und Spanisch bolivianische Amtssprache) beginnt. Unsere Aymara-Lehrerin ist jung, nett und lacht viel. Sie trägt die typischen sieben Röcke und hat einen riesigen, deckenartigen Schal um die Schultern gelegt. Allerdings führt sie weder einen Hut, noch Kenntnisse in Didaktik mit sich. Aymara, das sind für mich wahllose Buchstabenketten, deren Aussprache mir nur vereinzelt deutlich wird, insbesondere, wenn ein Apostroph mitten im Wort einen seltsamen Knacklaut signalisiert. Ich bezweifele, dass diese Sprache überhaupt für Ausländer lernbar ist. Nach dem Aymara bin ich fix und alle und goenne mir auf dem Fußweg nach Hause noch ein „Bonbon aus Wurst", eine Art Würstchen im Schlafrock am Stiel. Es ist 19.00 Uhr, bereits dunkel und Rushhour. &lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/1600/sierra_La_Paz_-_Chicas_Kopie.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px 0px 10px 10px; float: right;" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/320/sierra_La_Paz_-_Chicas_Kopie.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Bus- oder Taxifahrten dauern zu dieser Zeit locker doppelt so lange (Hoffungsfroh habe ich in Deutschland meinen Führerschein eingesteckt. Jetzt weiß ich, dass ich ihn hier gewiss nie brauchen werde.). Der Versuch eine Straße zu überqueren – Fußgängerampeln sind weitesgehend unbekannt – kann nicht nur eine Viertelstunde, sondern auch einen Herzkasper kosten. Bolivianer begehen ihre rare Freizeit. Überall bieten ambulante Händler ihre Waren und Dienstleistungen an, z.B. (nicht ganz legale) DVDs der allerneusten Filme für einen Euro, von denen ich noch eine für die Abendgestaltung mit nach Hause nehme. Die Mädels sind bereits von der Arbeit zurück, haben gekocht und wir sind eingeladen. &lt;a href="http://www.tagebuch-oase.de/uploads/sierra_La_Paz_-_Chicas_Kopie.jpg"&gt;&lt;/a&gt;Alle erzählen - von Interviews mit Ministern, von Diplomarbeiten, von Kunstkursen in Jugendzentren, von der Arbeit in der Handelskammer oder von Aymarasprachkursen. Müde plumpsen wir gerade noch so eben vors improvisierte Heimkino und dann ins Bett, bis der Wecker klingeln, das Bad besetzt und die Kueche ueberfuellt sein wird.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/25216035-114398288114930432?l=deernaufreisen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/25216035/posts/default/114398288114930432'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/25216035/posts/default/114398288114930432'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://deernaufreisen.blogspot.com/2006/04/alltag.html' title='Alltag'/><author><name>Sarah</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12306235937745845666</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_K-43ddzTI00/ShyHJLI9aJI/AAAAAAAAA_A/0J27FdAFUDI/S220/Unbenannt-1+Kopie.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-25216035.post-114398164968547738</id><published>2006-04-02T14:33:00.001+02:00</published><updated>2008-12-08T14:22:38.044+01:00</updated><title type='text'>Se busca departamento!</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="color: rgb(102, 102, 102); font-weight: bold;"&gt;Geschrieben am 24. September 2005 in La Paz (Bolivien):&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(102, 51, 102);"&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;…con dos habitaciones, baño y cocina para profesionales extranjeros en Miraflores o Villa Fatima!" („Wohnung mit zwei Zimmern, Bad und Küche für ausländische Berufstätige gesucht!"), so erklang letzte Woche aus einer der hiesigen Radiostationen, aber leider blieb die Annonce ohne bahnbrechende Erfolge. Wohnungssuche für zwei profesionales extranjeros, die nicht nur eine Wohnung für nur drei Monate suchen, sondern selbige auch noch möbliert wünschen, ist nicht gerade das einfachste. &lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/1600/sierra_Habitacion.0.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px 0px 10px 10px; float: right;" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/320/sierra_Habitacion.0.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Auch zwei Zimmer in einer WG waren nicht auf die Schnelle aufzutreiben. Gut war nur, dass wir bereits am zweiten Tag nach unserer Ankunft, über die Deutsche Botschaft und die Deutsche Handelskammer zwei &lt;a href="http://www.tagebuch-oase.de/uploads/sierra_Habitacion.jpg"&gt;&lt;/a&gt;Zimmer (á 100 Dollar im Monat) in deren Praktikantenhaus reservieren konnten, sodass die Hoteltage so oder so gezählt waren. Nur, wer fährt schon nach Bolivien, um dann mit sechs anderen Deutschen eine Unterkunft zu teilen? Derselben Meinung waren auch die Mitarbeiter von A.I.S., die daraufhin alle in Frage kommenden Zeitungsannoncen der Sonntagszeitung für uns durchtelefonierten, uns zwei sehr schöne allerdings unmöblierte Wohnungen überlassen wollten, um uns dann das Allernötigste zur Verfügung stellen zu wollen, die Radioannonce schalteten und mit uns eine Wohnung aus der Zeitung besichtigten, die allerdings mehr als klein war und in einem etwas fraglichen Viertel lag. Auch eine befreundete Sprachschule wurde eingeschaltet. Dort hätten wir im Haus einer bolivianischen Familie zwei Zimmer mit separater Küche und Bad beziehen können. Eigentlich optimal, nur dass das hübsche Haus so weit oben lag, dass wir uns nur noch mit dem Taxi hätten fortbewegen können. &lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/1600/sierra_Casa.0.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px 10px 10px 0px; float: left;" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/320/sierra_Casa.0.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Nun wohnen wir schlussendlich doch bei den Deutschen, von denen aber wenigstens nur einer was mit Wirtschaft am Hut hat. Das Haus liegt im super zentralen Nobelviertel Sopocachi (vergleichbar mit Manhattan), also irgendwie ein wenig außerhalb von Bolivien. Es gibt einen kleinen Garten und einen Wintergarten,&lt;a href="http://www.tagebuch-oase.de/uploads/sierra_Casa.jpg"&gt;&lt;/a&gt; von dem man einen unvergesslichen Blick auf den Schneebedeckten Illimani hat. Gleich um die Ecke befindet sich ein Bioladen, wo man Vollkorn- und sogar Franzbrötchen kaufen kann. Alles bestens! Ein gringo ist ein gringo, ist ein…&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/25216035-114398164968547738?l=deernaufreisen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/25216035/posts/default/114398164968547738'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/25216035/posts/default/114398164968547738'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://deernaufreisen.blogspot.com/2006/04/se-busca-departamento.html' title='Se busca departamento!'/><author><name>Sarah</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12306235937745845666</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_K-43ddzTI00/ShyHJLI9aJI/AAAAAAAAA_A/0J27FdAFUDI/S220/Unbenannt-1+Kopie.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-25216035.post-114395864225933725</id><published>2006-04-02T08:13:00.001+02:00</published><updated>2008-12-08T14:24:19.052+01:00</updated><title type='text'>3,8km dichter am Himmel</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;font-size:85%;" &gt;&lt;span style="color: rgb(102, 102, 102);"&gt;Geschrieben am 17. September 2005 in La Paz (Bolivien):&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(102, 51, 102);"&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;Auf 3800m Höhe ist irgendetwas anders. Sicher, die Luft ist dünner, Sonnenbrand bekommt man auch wenn es regnet oder wie vorgestern schneit, aber das, was mich die veränderte Höhenlage nie vergessen lässt, sind die Wolken. Beinahe scheint es, als würde mir der Himmel auf den Kopf fallen oder als müsste ich ihn einziehen, um mich nicht an Cumulus, Cirrus &amp;amp; Co. zu stoßen, wie man gut auf dem Foto erkennen kann, das mich an der Grabstätte in Sillustani zeigt. &lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/1600/sierra_Puno_-_Sillustani_16_Kopie.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px 10px 10px 0px; float: left;" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/320/sierra_Puno_-_Sillustani_16_Kopie.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Wolken im&lt;a href="http://www.tagebuch-oase.de/uploads/sierra_Puno_-_Sillustani_16_Kopie.jpg"&gt;&lt;/a&gt; Allgemeinen und im Speziellen, fristen hier ein eher unsicheres Dasein. Der lokalen Wetterlage am Titicacsee ist beispielsweise nicht einen Zentimeter über den Weg zu trauen. So können vierstündige Bootsfahrten auf dem See schnell kälter und bewegter werden als erwartet: als beflissener Tourist wählte man bei strahlendem Sonnenschein das Sitzplätzchen auf dem Häuschen des Böötchens und war seines Lebens froh, bis der Wind urplötzlich eisig über den See fegte und damit das Böötchen zu einem wilden Tänzchen herausforderte. Andere Böötchen (nein, das waren eher Kähnchen, deren Bilder ich lieber unveröffentlicht lasse), die die Busse - getrennt von den Passagieren - über eine Seeenge zweier Halbinseln transportieren, fahren bei einem größeren Aufgebot an Wolken und Wind überhaupt nicht, sodass etwaige Reisende nach La Paz notgedrungen eine Nacht in Copacabana/BOLIVIEN(!!) verbringen müssen. &lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/1600/sierra_Puno_-_Markt_Kopie.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px 0px 10px 10px; float: right;" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/320/sierra_Puno_-_Markt_Kopie.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Ebenfalls unbestritten uneuropäisch ist die wunderbare Tatsache, dass keine Busfahrt,&lt;a href="http://www.tagebuch-oase.de/uploads/sierra_Puno_-_Markt_Kopie.jpg"&gt;&lt;/a&gt; keine Wartezeit, kein Café-Besuch und kein Marktbummel ohne einen kleinen Schnack vergeht. Ich treffe auf eine Siebenjährige, die mich sehr charmant beim Kartenspielen beschummelt, auf einen bolivianischen Arzt, der in Belgien studiert hat und schon seit Jahrzehnten in Chicago praktiziert, auf einen Schuhputzerjungen, der Englisch in der Schule gelernt hat, auf eine Marktfrau, die mich fragt, wie viel ich für die Fahrt von Puno nach La Paz bezahlt hätte und als sie die Antwort hört (8,30 Dollar), durch die Zähne pfeift. Als ich ihr wahrheitsgemäß beantworte, was der Flug von Deutschland nach Peru gekostet hat (fast 1000 Dollar), schweigt sie, während ich weiter meine Portion Obstsalat löffele, die ich ihr für 10 Cent abgekauft habe. Ich treffe in der Kirche einer Kleinstadt eine zahnlose Alte, die mich küsst, als ich ihr eine kleine Münze schenke. Ich treffe auf der Plaza Mayor derselben Stadt einen religiösen Spinner, der mir erzählt, Jesus wohne in Frankreich, auf eine alte Dame, die mir stolz erzählt, dass sie einen deutschen Archäologen kennt und in Cuzco treffe ich auf eine indígena, die dezent auf die katholische Kirche schimpft, während sie Touristen die Kunstwerke der Kathedrale erklärt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Für meinesgleichen ist das Leben am anderen Ende der Welt, kurz unter dem Himmel, herrlich!&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/25216035-114395864225933725?l=deernaufreisen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/25216035/posts/default/114395864225933725'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/25216035/posts/default/114395864225933725'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://deernaufreisen.blogspot.com/2006/04/38km-dichter-am-himmel.html' title='3,8km dichter am Himmel'/><author><name>Sarah</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12306235937745845666</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_K-43ddzTI00/ShyHJLI9aJI/AAAAAAAAA_A/0J27FdAFUDI/S220/Unbenannt-1+Kopie.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-25216035.post-114395723366613750</id><published>2006-04-02T07:51:00.001+02:00</published><updated>2008-12-08T14:25:29.800+01:00</updated><title type='text'>Tod und Nacht in den Anden</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="color: rgb(102, 51, 102);"&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="color: rgb(102, 102, 102); font-weight: bold;"&gt;Geschrieben am 7. September 2005 in Cusco (Peru):&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(102, 51, 102);"&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;Nein, nein, bitte nicht den Ruecktransport meiner Gebeine organisieren! Mir geht es praechtig und auch die 3400m Hoehe, auf der ich mich befinde, bekommen mir gut. Ich komme nur so schnell aus der Puste. Aber nun zu "Tod und Nacht in den Anden":&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/1600/sierra_Las_Chankas_Bus.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px 0px 10px 10px; float: right;" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/320/sierra_Las_Chankas_Bus.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Zwischen unserem letzten Stop in Ayacucho, einem bezaubernden kleinen Bergstaedtchen ohne grosser touristischer Infrastruktur, und Cuzco, dem pittoresken Mekka aller Perureisender lag eine unvermeidbare 22-stuendige Busfahrt ueber unasphaltierte Andenstrassen. Also, nicht lange mit dem Schicksal hadern (laesst sich ja doch nicht aendern), Pomuskulatur noch ein letztes Mal gelockert und hinein in den Bus-Spass! Los ging die (Tor)tour um 19.30 Uhr und zu dieser Zeit ist es hier bereits seit einer Stunde stockfinster. Mich trieb schon zu Beginn der Fahrt die Sorge um unsere Rucksaecke im Kofferraum des Buses um, weil staendig finstere Gestalten mitten im Nirgendwo ein- und ausstiegen, keine Sitzplaetze hatten, sondern im Gang standen und mal ein Huhn, mal ein Zicklein mit sich fuehrten. Da haette sich schnell jemand unten die Gepaecklucke oeffnen lassen koennen und - haetten wir nicht gesehen! - waere der Boesewicht mit unseren Sachen in der Nacht verschwunden. Einige Vorsichtige kaufen sich fuer ihr Gepaeck sogar einen zweiten Sitzplatz. Auch die Strasse ist alles andere als vertrauenswuerdig: Eine Schotterpiste, die sich in Serpentinen den Berg entlang windet und eigentlich nur Platz fuer ein Fahrzeug bietet (beliebt: Strassensperren und Ueberfaelle) und Gegenverkehr wir durch Hupen vor Kurven ueber die eigene Existenz in Kenntnis gesetzt. Aber zurueck zum Tod in den Anden: Die Fahrt vernahm also ihren fuer Peruaner garantiert geregelten Verlauf. Ungefaehr gegen Mitternacht wurden dann alle zum Freiluftpinkeln nach draussen gelassen, nur fuenf Minuten hinaus in die Kaelte und dann weiter. Die Tuer schliesst sich, der Bus faehrt los und kurz darauf erhebt sich ein Geschrei im Bus: "Es fehlt einer!". Bis der Busfahrer, durch eine verschlossene Tuer von den Fahrgaesten getrennt, dann wirklich reagierte, vergingen noch einmal einige Minuten. Der Bus hielt schliesslich und aufgeregt sprangen einige Maenner hinaus. Als sie zurueckkamen, bekreuzigten sie sich und setzten uns uebrige Passagiere ins Bild. Peruaner neigen offenkundlich zu detaillierten, ausgeschmueckten und vielleicht auch uebertrieben Erzaehlungen und so ereignete es sich zum ersten Mal, dass ich mir wuenschte, kein Spanisch zu koennen. Hier nur eine nuechterne Kurzfassung: Der bei der Pinkelpause vergessene Fahrgast war in absoluter Dunkelheit und vermutlich in Panik hinter dem Bus her und geradezu in den Abgrund gerannt, der auf der selben Strasse, nur eine Etage tiefer, endete. Blutueberstroemt und... lag er nun, kaum noch lebend, vor unserem Bus. Mitten in den Anden Polizei oder einen Krankenwagen alarmieren? Unmoeglich. So wurde der Schwerstverletzte nach einigem hin und her kurzer Hand in dem Ruheraum fuer den Busfahrer, der sich ebenfalls im Kofferraum befindet, mit zum naechsten Krankenhaus genommen. &lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/1600/Bus%20Tod.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px 0px 10px 10px; float: right;" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/200/Bus%20Tod.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Auf dieser sicherlich nocheinmal zweistuendigen Fahrt ist der Verunglueckte, der mit seinem Cousin reiste, dann verstorben. Am Krankenhaus angelangt mussten wir noch eine gute Stunde auf die Polizei warten, die verschiedene Zeugenaussagen zu Protokoll nahm. Die restlichen vierzehn Stunden verliefen dann ohne weitere, nennenswerte Zwischenfaelle: Ein Reisbus ohne jegliche Federung, unalspahltierte Strassen, kein Platz fuer die Beine, fliegende Haendler fahren ein Stueck mit, um ihre Koestlichkeiten zu verkaufen, unbegreiflich aermliche Doerfer und unbegreiflich wunderbare Berge ziehen draussen vorbei.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/25216035-114395723366613750?l=deernaufreisen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/25216035/posts/default/114395723366613750'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/25216035/posts/default/114395723366613750'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://deernaufreisen.blogspot.com/2006/04/tod-und-nacht-in-den-anden.html' title='Tod und Nacht in den Anden'/><author><name>Sarah</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12306235937745845666</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_K-43ddzTI00/ShyHJLI9aJI/AAAAAAAAA_A/0J27FdAFUDI/S220/Unbenannt-1+Kopie.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-25216035.post-114395673914197199</id><published>2006-04-02T07:42:00.001+02:00</published><updated>2008-12-08T14:26:29.783+01:00</updated><title type='text'>Man kann gar nicht so viel essen, wie man den Leuten abkaufen möchte</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="color: rgb(102, 51, 102);"&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="color: rgb(102, 102, 102); font-weight: bold;"&gt;Geschrieben am 3. September 2005 in Lima (Peru):&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(102, 51, 102);"&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;Nach ueber 35 Stunden Anreise von Henstedt-Rhen nach Lima-Miraflores begann mein Lateinamerika-Aufenthalt zunaechst mit einer gehoerigen Muetze Schlaf, die sich Dank der Ankunft um 23.45 Uhr Ortszeit sofort in die hiesigen, zeitlichen Gepflogenheiten einpasste. Im Anschluss und nach einem von unserer sehr netten Herbergsfamilie ueberraschend servierten Fruehstueck, konnte es endlich losgehen, hinein - in den Moloch! Der erste Stadtbummel in Miraflores (eines der nobelsten und sichersten Viertel!) schaffte uns total. Die Massen von Autos und Bussen verfuegen nasenscheinlich nicht ueber KAT und, dies nur nebenbei, einem deutschen TUEV-Beamten sei Lima nicht zu empfehlen. Florian brannten die Augen und ich bekam Kopfschmerzen, wann immer wir auf die Hauptstrasse trafen. Also flohen wir am Abend an den einzigen Ort, an dem sich unsere verweichlichten und geschundenen europaeischen Koerper noch aufhalten mochten: Das Einkaufszentrum Lacromar. Lacromar, das sind mehrere Terrassen mit Bars, Cafés und Luxusgeschaeften, die in die Steilkueste der Stadt gearbeitet sind. In einem chicen Bistro mit einem unvergesslichen Meerblick nahm ich einen Meeresfruechte-Salat, ein gegrilltes Gemuese-Sandwich und ein peruanische Bier der Marke "Pilsen" fuer 30 Soles (7,50Euro) zu mir.&lt;br /&gt;Auf unserer heutigen Tour (Standard-Turiprogramm: Kathedrale, Kathakomben, Plaetze, Palaeste, Haeuser schauen) stellte ich folgende Rechnung auf: Fuer 30 Soles kann man in einem Strassenimbiss 9 Menus del Día essen (z.B. Innereiensuppe mit Nudeln, Gegrilltes Haehnchen mit Reis, Pommes und Salat, Ananas-Gruetze und Tee, riesige duchaus schmackhafte Portionen) oder von einem Karren 600 Mini-Bananen kaufen. Das Ueberangebot an lose, vornehmlich von Kindern und alten Leuten angebotenen Suessigkeiten, Nuessen, Fruechten und kleinen Dienstleistungen (Wiegen auf der Personenwaage oder Schuhe Putzen natuerlich) ist ueberwaeltigend. Ebensfalls ueberwaeltigend ist die Freundlichkeit mit der uns hier bislang alle Menschen begegnet sind! Dennoch verlassen wir morgen frueh um acht nicht ohne Freude Lima Richtung Ayacucho in den Anden. Auf dem Flug von Atlanta nach Peru unterhielt ich mich mit einer Limeña, die seit 15 Jahren in den USA arbeitet, und fragte sie unter anderem, was das denn schoenste in Lima sei. Die Antwort: "Nada!".&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/25216035-114395673914197199?l=deernaufreisen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/25216035/posts/default/114395673914197199'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/25216035/posts/default/114395673914197199'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://deernaufreisen.blogspot.com/2006/04/man-kann-gar-nicht-so-viel-essen-wie.html' title='Man kann gar nicht so viel essen, wie man den Leuten abkaufen möchte'/><author><name>Sarah</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12306235937745845666</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_K-43ddzTI00/ShyHJLI9aJI/AAAAAAAAA_A/0J27FdAFUDI/S220/Unbenannt-1+Kopie.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-25216035.post-114395012624409161</id><published>2006-04-02T05:53:00.001+02:00</published><updated>2008-12-08T14:27:31.089+01:00</updated><title type='text'>Neulich beim Pflegedienst....</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="color: rgb(102, 102, 102); font-weight: bold;"&gt;Geschrieben am 25. Juni 2005 in Hamburg (Deutschland):&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(102, 51, 0);"&gt;&lt;span style="color: rgb(102, 51, 102);"&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;"Frau I., Sie wissen doch, dass ich Ende August aufhöre zu arbeiten, oder?"&lt;br /&gt;"Nöö, wieso das denn?!"&lt;br /&gt;"Ich fahr´ doch nach Bolivien!" &lt;/span&gt;&lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/643/2631/1600/LSD.jpg"&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(102, 51, 0);"&gt;"Oooch, die Deern geht auf Reisen!"&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/25216035-114395012624409161?l=deernaufreisen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/25216035/posts/default/114395012624409161'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/25216035/posts/default/114395012624409161'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://deernaufreisen.blogspot.com/2006/04/neulich-beim-pflegedienst.html' title='Neulich beim Pflegedienst....'/><author><name>Sarah</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12306235937745845666</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_K-43ddzTI00/ShyHJLI9aJI/AAAAAAAAA_A/0J27FdAFUDI/S220/Unbenannt-1+Kopie.jpg'/></author></entry></feed>
